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Prosper

Biografie

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Konzertbericht

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
1975 2003 Broken Door LP + CD

Rezensionen

PROSPER

Broken Door

1975, Not on Label, BTS 7511, re-release 2017, Long Hair, LHC 186

Prospers Debüt-LP ist eine späte Blüte des Krautrocks. Sie bewegt sich auf gewohnten Bahnen, ohne epigonal zu sein. Die Musik klingt noch immer frisch und lebendig.

Auf das klassisch gitarrenlastige Beginning, das einen progressiven Charakter mit jazzigem Einschlag besitzt, folgen eine Ballade mit akustischer Gitarre und Gesang und der rockige Titel-Track im Single-Format. Dance Of An Angle am Ende der ersten Seite knüpft an die progressiven und jazzigen Klänge von Beginning an und steigert den Jazz-Anteil sowohl im Spiel der Gitarre als auch der Hammond-Orgel. Der Sound kommt in den expressiven Passagen auch qualitativ in die Nähe des Mahavishnu Orchestra.

Der Opener der B-Seite Your Country besitzt schöne, vorwiegend von der Gitarre getragene Melodiebögen, die den Gesang flankieren, und lässt sich dem Classic Rock zurechnen. Birds Of Passage ist ein luftiges Teamwork von Keyboard, akustischer Gitarre, Bass und Percussion, die ein herrlich schwebendes Klanggewebe mit einer versponnenen Atmosphäre erschaffen. Es ist das künstlerische Filetstück des Albums. Nach einem kurzen Drum-Solo endet das Album mit dem großartigen Where The Sun Touches The Water, in dem glänzende Soli beider Gitarristen vor dem Hintergrund von allerlei Soundeffekten des Mellotrons zu hören sind. An diesem Stück wird zudem der integrative Charakter des Schlagzeugspiels deutlich, das den Ausbrüchen der Soloinstrumente einen Rahmen gibt. Broken Door ist insgesamt ein sehr ordentliches, wenn auch kein herausragendes Beispiel des Genres. Etwas blass bleibt der Gesang, der aber nur in der Hälfte der Songs vertreten ist.

Jürgen Egyptien

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PROSPER

Second Running. The Basement Tapes

2006, Not on Label

Passenderweise fängt die zweite LP von Prosper mit dem Titel Fortsetzung an. Die Fortsetzung ihres Outputs hat allerdings etwas auf sich warten lassen, denn die erste Scheibe mit dem Titel Broken Door war bereits 1975 erschienen.

Eingespielt wurden die Basement Tapes, die auch in den Stücken Fortsetzung und Melt Down ein wenig nach Keller klingen, im Jahr 1979. Von der Broken Door-Besetzung war zu diesem Zeitpunkt nur noch der Bassist Matthias Geisen an Bord, von dem die meisten Stücke der Band stammen. Gegenüber dem früheren Line-up sind an Second Running zwei Saxophonisten beteiligt, was dem Sound ein breiteres stilistisches Spektrum verleiht.

Im Kern ist Prosper eine typische Krautrock-Truppe geblieben. Schon Fortsetzung ist von einer fuzzigen Leadgitarre geprägt, die sich über einer groovenden Rhythm-Section austobt und von Keyboard-Klängen hinterlegt ist. Das folgende Let Us Fill Our Empty Day arbeitet mit Tempowechseln, gibt dem Saxophon Raum und verleiht durch das Keyboard-Spiel dem Ganzen einen Funk-Charakter. Turbulence, das die A-Seite abschließt, wartet nicht nur mit wunderbaren Soli des Organisten Peter Marzinkowski und des Saxophonisten Michael Henke auf, sondern ebenso mit einem satten Dialog zwischen Bass und Schlagzeug.

In Melt Down treten Keyboard und Gitarre in einen sich steigernden Wettstreit, während der Mittelteil von den Soundscapes eines Mellotrons getragen wird. Passend zum Titel beginnt Out And Dry danach mit einer knochentrockenen Basslinie, auf deren groovy Fundament sich Keyboard und Gitarre erneut einen heißen Tanz liefern. In African Sunset mäandert eine Flöte vor den flirrenden Klangspiegelungen eines Synthesizers. So abrupt wie der Einbruch einer afrikanischen Nacht endet das letzte Saxophonsolo und mit ihm die Platte.

Zu ergänzen bleibt, dass Second Running kein reines Instrumental-Album ist. Der Gesang spielt aber nur eine marginale Rolle, was insofern passt, als die Qualität der Musiker herausragend ist und in diesem Genre der Akzent ohnehin auf ausgedehnten komplexen Arrangements der Instrumente liegt.

Jürgen Egyptien

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