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Stemweder Open Air 2003

Stemwede 15.-16.08.2003


Stemwede 2003 - Umsonst und Draußen 

STEMWEDE OPEN AIR 15.-16.08.2003 

In diesem Sommer war alles anders. Eine nie gekannte Hitzewelle brachte mediterranes Feeling nach Deutschland und ernste Probleme für Open Air Veranstaltungen.

Das 27. Umsonst & Draußen stand bis zumDonnerstag auf der Kippe. Die Waldbrandgefahr war immens hoch. Wochenlange Gluthitze hatte die Äcker und Wälder knochentrocken werden lassen. Nun musste etwas passieren. Die Veranstaltung konnte nur stattfinden, weil sich die Verantwortlichen bereit erklärt hatten die Stoppelfelder umpflügen zu lassen, damit die Brandgefahr beim Campen möglichst gering gehalten werden konnte. Das brachte später immense andere Schwierigkeiten mit sich, wie wir noch sehen werden.


Im Gegensatz zu Kloster Cornberg also fand das Stemweder Open Air statt.

Freitag
Am frühen Nachmittag fuhren wir über gut ausgeschilderte Hinweisstrecken auf das Gelände. Die Preise waren wie im letzten Jahr zivil, die Organisation gut und so kamen wir in einer dichten Staubwolke auf dem Campingplatz an. Es war schon recht voll, da die ganz alten und erfahrenen Festivalbesucher schon am Vortage eingetroffen sind.


Nach dem Zeltaufbau, bei dem man sich schon sehr schmutzig gemacht hatte ging es zum eigentlichen Festivalgelände, dass ja am und im Wald lag und somit sauber und weitgehendst staubfrei war. Als erstes suchten wir dort die öffentlichen Waschgelegenheiten auf und konnten uns wieder sauber fühlen. Die Dixies machten wie jedes Jahr einen guten Eindruck und auch die Händlermeile und die Freizeitangebote für die Kids waren wie gewohnt gut und reichhaltig.


Da es ja keine Kosten für den Eintritt gab wurden aber 8€ für beide Tage pro Auto inklusive Zeltplatz erhoben. Das ging voll in Ordnung. Ebenfalls musste man sich einen Müllsack für 5€ Pfand geben lassen, den man beim Wegfahren abgab und sein Geld auch anstandslos wiederbekam.


Die Preise für Essen und Trinken lagen ebenfalls wieder am unteren Rand der diesjährigen Festivalpreisskala - lediglich Cocktails und Spezialdrinks schlugen mit 4€ zu Buche - waren es aber wert!

Zur Musik:Bei einem Event wie diesem kann man gar nicht alles sehen, da es zwei Bühnen auf zwei verschiedenen Plätzen gab, die weit genug auseinander lagen, um sich nicht akustisch zu stören. Verbunden mit allen Aktivitäten rund um die Actionzonen fanden rundherum Parties statt. Die Musik war also überall.

Um 18:45 begannen auf der Bühne im Wald die Argentinier Karamelo Santo umgehend gute Laune zu verbreiten. Alles von Ska bis Salsa wurde bei diesem Wetter vom Publikum dankbar aufgenommen. Und wenn sie sich auch beklagten so weit weg von der Heimat zu sein, die Sonne hatte sie nicht im Stich gelassen. Und wie jedes Jahr wiegten sich Geschäftsleute im Anzug neben Punkern in Fetzenhemden und Rockern in ihren Lederklamotten und hatten einfach nur Spaß. Diese Art Musik ist es, die ich hier in Stemwede schätze. Sie passt einfach zum Wetter und zum gesamten Flair dieses besonderen Festivals.

Ganz anders gingen um 20:45 Pale zur Sache. In der Info zu der Band steht Emo-Core, was immer das heißen mag. Für mich war es schlicht guter Rock mit diversen Ausflügen in alle Richtungen - aber mit gutem Druck. Hier gab es auch anständigen Beifall auf offener Bühne.

Auf der NU Stage warteten The Bridge hingegen auf ihren Basser und konnten erst mit einiger Verspätung ihren poppigen Rock mit leichten Nena-Anleihen zu Gehör bringen. Die Frontfrau versprühte aber trotzdem klar eigene Farbtupfer in den Gig. Leider waren hier noch nicht allzu viele Zuschauer anwesend. Pale hielten sie noch im Wald fest....

Etwas nach 23:00 Uhr tobten 4BackWoods über die Bühne. Erfrischender punkiger Crossover vom Feinsten. Das Publikum tanzte sich in Laune und die Band zog langsam die Massen an.

Punkig waren auch Bitume aus Oldenburg, die nach Mitternacht die Waldbühne rockten. Fetter Gitarrensound mit frechen deutschen Texten ließen die Füße wippen.

Der schönste Sänger des Tages aber gehörte zu der Band Rag A Tag. Die Mischung zu beschreiben fällt schwer. Es gab Geschichten und Musik, die von Blues bis Punk reichte. Trotzdem machte diese Mischung Spaß und die Menge tobte.

Natürlich war ich besonders an Teufelswerk & Narrentanz interessiert. Aber man braucht sich den Namen nicht zu merken. Die Gewinner des jährlichen Bandcontests im Life-House von Stemwede klangen weder nach Mittelalter, noch waren sie kostümiert. Musikalisch unter dem Niveau der meisten Schülerbands langweilten sie uns so sehr, dass wir uns den Getränken zuwandten....


Gottseidank sahen wir die Staubwolke nicht in die wir zurück zum Zelt gingen....

Samstag
Was war das denn? Man wurde durch Husten und Brechgeräusche geweckt. Mein Gott hatten da welche derbe gesoffen? Beim Aufrichten raste auf einmal auch bei mir der Husten und Brechreiz durch die Lunge. Das Taschentuch vom Nasenschnauben völlig schwarz zeigte an, dass die Staubwolke um uns war. Im Zelt und rundheruml. Der schwere Ackerboden war einfach überall. Wir sahen uns an und merkten, dass wir über und über verdreckt waren. Draußen bot sich uns ein unvergessliches Bild. Alles war mit einer dicken Schmutzkruste überzogen.

Wir mussten nach Hause. An ein weiteres Genießen des Festivals war nicht mehr zu denken. Hustend packten wir zusammen und fuhren heim. So etwas habe ich noch nie erlebt. Selbst ein paar Tage später hustete man noch Dreck... Das Festival lief indes weiter. Die Tagesgäste hatten es besser. Sie parkten weit ab von der umgepflügten Ackerkrume und hatten auch auf dem staubfreien Gelände weniger Probleme.


So können wir leider über die Bands des zweiten Tages nichts mehr sagen, haben aber gehört, dass es trotzdem ganz gut gelaufen sein soll.


Alles in allem:Danke, dass die Veranstalter nicht abgesagt haben. Organisation und Preise waren wie immer ok, und wir hoffen auf weniger Staub für 2004.

Kurt Mitzkatis

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Ein weiterer Kurzbericht....

Ich war ziemlich aufgeregt, was so alles passieren würde, ich war ja noch nie auf einem Open Air oder einem Konzert. Also war ich doch sehr gespannt. Wir sind am Nachmittag in Hasbergen losgefahren. Als wir in Stemwede ankamen, sahen wir als aller erstes eine riesige Staub-Dreck-Wolke. Wir wurden zu den Park- und Campingplätzen gelotst. Die Müllbeutelorganisation war, wir mir schon berichtet wurde, wie jedes Jahr. Wir suchten uns erst einmal einen sogenannten Stellplatz, bauten die Zelte auf und inspizierten erst einmal das Gelände.

 

Hier war schon richtig viel los. Es gab zwei Bühnen, wo unterschiedliche Musik gespielt wurde. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei, egal ob es Ska, Reggae, Punk, Goa, Techno, Mittelalter-Musik oder anderes war. Das Gelände ist sehr weitläufig, sodass es ein großes Angebot von verschiedenen Händlern gab. Für jedermann boten sie schöne Kleidung, Schmuck und viele andere Dinge. Das leibliche Wohl wurde durch einige Essensstände gesorgt. Die Musik an der Hauptbühne kam richtig gut an, auch wenn ich jetzt nicht weiß, welche Bands gespielt haben. Die ganzen Menschen die dorthin angereist waren, rockten sehr gut ab.

 

Es hat Spaß gemacht auf dem Open Air. Dieses zu den sogenannten positiven Ereignissen des Festivals. Ich sprach schon einmal auf eine "Staub-Dreck-Wolke" an. Was ich damit sagen möchte: Die ganzen Zelter wurden auf einem Acker verwiesen. Man hätte einen Mundschutz oder anderes mitnehmen sollen. Es war sehr staubig und dreckig. Man fühlte sich gar nicht mehr sauber.

 

Die Besucher standen manchmal im Wege rum oder legten sich einfach mitten vor die Bühne. Sie rempelten die Leute an und haben einen auf die Füße getreten.

 

Dieses waren die negativ zu beurteilenden Aspekte. Nichts desto trotz, war es schon ein gelungenes Open Air. Die Bands haben einen richtig eingeheizt und es hat Spaß gemacht. Vor allem gefielen mir die ganzen Stände. Nur der trockene Staub, der hätte nicht sein sollen.

 

Alexandra Kürten

 

 



4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Alexandra Kürten

4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Alexandra Kürten

4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt Mitzkatis4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt Mitzkatis4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt Mitzkatis4 Backwoods auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt Mitzkatis

Bitume auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

Bitume auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt MitzkatisBitume auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt Mitzkatis

Impressionen vom Stemweder Open Air 2003 Foto: German Rock

Impressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German RockImpressionen vom Stemweder Open Air 2003  Foto: German Rock

Karamelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

Karamelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  Mitzkatis

Karamelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Rita Mitzkatis

Karamelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Rita MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Rita MitzkatisKaramelo Santo auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Rita Mitzkatis

Pale auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

Pale auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisPale auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  Mitzkatis

Rag A Tag auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

Rag A Tag auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisRag A Tag auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  Mitzkatis

Teufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

Teufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisTeufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisTeufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisTeufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisTeufelswerk & Narrentanz auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  Mitzkatis

The Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003 Foto: Kurt Mitzkatis

The Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisThe Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisThe Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisThe Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  MitzkatisThe Bridge auf dem Stemweder Open Air 2003  Foto: Kurt  Mitzkatis

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