German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Festivals in 1999

1. Kosovo-Benefiz, Hagen 1999
Bang Your Head 1999
Benne Open Air 1999
Burg Herzberg Festival 1999
Castle Rock (Hessen) 1999
Force Attack 1999
Gerberhaus Open Air 1999
German Rock Night 1999
KlangArt 1999
Lovefield 1999
Nachwuchsfestival - Bergisch Gladbach 1999
Progparade 1999
Rübeland 1999
Space Trance Tronics Night 1999
Stemweder Open Air 1999
Sundown- Festival 1999
Wacken Open Air 1999
With Full Force 1999

Force Attack 1999


FORCE ATTACK 1999

Behnkenhagen 30./31.07.1999

Der Festival Kult ging weiter...

Force Attack ließ keine Wünsche offen.

Da, wo vorherigen Woche das allererste Sundown-Festival aus der Wiege gehoben worden war, tummelten sich nun vom 30. bis 31.07.1999 auf dem gleichen Gelände in Behnkenhagen (bei Rostock) mehr als 5000 Fans der härteren Klänge beim Force Attack.

Auch in diesem Jahr ließ ein echtes Hammerbilling von 25 Bands an zwei Tagen so manchen Musik-Konsumenten ehrfürchtig niederknien, zierten den Spielplan doch so kultige Formationen wie G.B.H., Postmortal, Moshquito oder Terrorgruppe.

Mindestens ebenso beachtlich war das Aufgebot an talentierten Nachwuchsformationen. Für DOG FOOD FIVE, DIE ROTEN RÜBEN und BEATSTEAKS, welche kurzfristig aus dem Spielplan fielen, fanden sich sehenswerte Ersatzbands.

Am Freitag eröffneten die Punker von TONNENSTURZ, gefolgt von den Crossover-Rockern FEMALE TROUBLE aus Berlin. Eine packende Bühnenshow lieferten DIE KOLPOTEURE, beim Ska der Special Guests verwandelten die tanzenden Massen die Luft vor der Bühne in eine einzige Staubwolke. Ebenfalls sehr partyträchtig wurde es bei RASTA KNAST. Beim anspruchsvollen Gothic-Folk der LETZTEN INSTANZ zeigte sich, daß die begnadeten Performer Kollegen wie den SCHNITTERN Konkurrenz machen können. Viel Nebel und mitreißend bitterböse Sounds lieferten die Metaller von TOTENMOND, während DIE SKEPTIKER und DIE TERRORGRUPPE den richtigen Adrenalinschock für alle Punkfans boten. Die heimlichen Headliner von DRITTE WAHL machten aus ihrem Heimspiel ein unvergeßliches Live-Spektakel, mit Klassikern wie Rausch, Asphaltcowboy, So Wie Ihr Seid oder Greif Ein. Auch das brandneue Hallo Wien für einen HELLOWEEN-Sampler wurde erstmalig heruntergerockt. Am Sonnabend ging es mit dem kultigen Sound der talentierten Chemnitzer Leib-und-Seele-Rock'n'Roller von LOUSY weiter, nachdem DREADMAXX aus Frankfurt mit brachialen Beats die Luft bereits zum Kochen gebracht hatten. Heiß! Von den TORNADOS gab es Ska, während MAINPOINT aus Rostock professionell-heftigen, wie auch melodisch-schönen Metal zelebrierten, bei dem Frontmann Alex (trotz schmalerer Statur) teilweise Vergleiche mit TYPE O' NEGATIVEs Peter Steele aufkommen ließ... Von RAZZIA gab es lupenreinen Punk, bevor die Leipziger BOILED KILT mit Schottenrock und industrial beeinflußtem Sound zum Headbangen verleiteten. Die Punkfrisuren vor und auf der Bühne wurden bei SCATTERGUN durchgeschüttelt, bis 44 LENINGRAD durch russische Abtanznummern rockten. Den Hardcore-Narren ließen anschließend die göttlichen, unglaublichen Rostocker CRUSHING CASPARS heraus. Krachiger Brachialsound, kombiniert mit dreckigen Rock'n'Roll-Grooves und unkalkulierbarem Spaßfaktor. Yeah! Von den englischen Kultpunkern G.B.H., die extra für diesen einen Gig angereist waren, gab es (da diesmal noch relativ nüchtern) eine perfekt-leidenschaftliche, glaubwürdige und packende Show der Spitzenklasse.

Punk is not dead! Verführerisch poprockig und noisig-melodisch rockten BAMBIX aus den Niederlanden, bevor DAILY TERROR ihren rotzigen Punk unter die tanzende Menge brachten. POSTMORTEM huldigten gekonnt der düstersten Seite des Metal, mit Killernummern wie Cannibal oder Clockwork, und die Dänen von COSMONKS rockten danach noch einmal richtig los, bis sich tausende müdegetanzte Fans in die Schlafsäcke trollten. Auch wenn der Kultcharakter des Force Attack schon über jede Diskussion erhaben ist, sei erwähnt, daß eine unkomplizierte und professionelle Organisation, verbunden mit einer traumhaften Bandauswahl, richtig liebe Security, supereifrige Küchenfrauen, eine phantastische Technikcrew und dermaßen funlastiges Festivalfeeling selten in so geballter Konzentration anzutreffen sind!

Andrea Göbel


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