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Up From The Ground 2000

Gemünden am Main, Mainwiese 14.08.2000


FROM THE GROUND OA

 

Gemünden am Main, Mainwiese 14.08.2000

Es ist immer schön, wenn man sieht, welchen Kultstatus manche Fahrzeuge besitzen, oder wie wichtig manche Fahrzeuge bei Ankunft erscheinen. Jedenfalls wurden wir (Heiko Schreck und Boris Englert) aufs Herzlichste begrüßt, was wir im Vorfeld dem Veranstalter (die fränkische Metal-Band Final Breath) als zusätzlichen Pluspunkt anrechnen können.

Opener dieses Undergroundfestivals war die unterfränkische Death-/Thrashmetal Band Eviscarator, die vor einer noch spärlichen Kulisse (ca. 20 Mann) versuchten, ein wenig Stimmung zu bringen. Und siehe da, einige Matten sah man schon kreisen. Die Band hat eine sympathische Ausstrahlung, und könnte es noch zu was bringen. Sehr gut waren die Cover - Einstreuungen von Marduk und Sepultura.

Gegen 17.00 waren dann The Crestfallen aus Nürnberg an der Reihe. Professionelles Stageacting, gut aussehende Musikanten, guter Sound und ein klasse Sänger machten die Band zu einem Highlight des Festivals. Wir waren begeistert, und konnten nicht verstehen, warum es noch keine Aufnahme der Band gibt. Musikalisch wurde eine Mischung aus Death- und Thrashmetal geboten, der irgendwie eine eigene Note hatte, so dass hier Vergleiche nicht direkt angebracht werden können. Fazit: Klasse Leistung !

Nicht ganz mein Ding, aber auf Ihre Art und Weise gut kam anschließend der Punkrock von The Krauts, die Ihre Punkrocksongs in englischer Sprache spielten und irgendwie an eine Mischung zwischen den Sex Pistols und den Hellacopters erinnerten. Ausdrucksvoll hier der Sangesbarde mit Netzstrumpfhosen, Ganzkörpertattoo (der Mann ist Tätowierer), und schwarzem Minirock. Allerdings fand die Band beim deathmetallastigen Publikum nicht den erwünschten Anklang.

Den fanden jedoch Euthanasie, deren Bassist einen echten Showman abgibt, und man glauben könnte, dass selbst seine Gesichtsposen herunter gestimmt sind. Er war meines Erachtens der Musiker des Tages. 35 Minuten Vollbedienung für Deathmetalfans.

Die Geschwindigkeit wurde erhöht, Violation bretterten mit Vollgas Ihre Hymnen über den Main, und das begeisterte Publikum jauchzte. Das Songmaterial stellte nicht unbedingt wie Wiedergeburt des harten Metals dar, aber Violation beherrschen ihre Sache mit Können und Verstand. Muss man einfach weiter empfehlen.

Heimspiel für Final Breath, was die Jungs um Schlagzeuger Heiko auch umzusetzen wussten. Man gab ordentlich Gas, und es waren nun auch Stagediver und Pogotänzer zum sehr Death- / Thrashlastigen Sound vor und auf der Bühne anwesend. Die Band wirkte sehr professionell und bewegungsfreudig. Hier auch die Spielfreude des Bassisten Wissel hervor zu heben. Der Junge macht beim Zusehen Spaß. Man spielte alte, sowie neue Songs, und die Stimmung brach bis zum Ende nicht ab. Da Final Breath zur Zeit ein neues Album produzieren, sind wir auf die neue Veröffentlichung gespannt.

Der Headliner des heutigen Abends nennt sich Manos und kommt aus Sachsen. Kultig, wie sich die Band verkauft. Der Bass ist verziert mit einer Schippe und einer Gießkanne, soweit ich das noch zu erkennen vermochte, und der Musikant war gekleidet in eine Schürze und Hausfrauenlook, sowie diversen Kopfbedeckungen. Musikalisch verwurschtelten Manos alles, vom Ska bis zum Grindcore und brachten mit Songs wie Chicken Attack oder Der Fuchs Und Das Huhn eine lustige Stimmung auf Parkett. Aufgrund der unbürokratischen Entschlossenheit von Pronther - Sänger Buffa, der kurz für den Gitarrenseiten - aufziehenden Manos-Sänger einsprang, und dem Publikum den Sinn der Körperdüfte zum Preis gab, konnte eine längere, unfreiwillige Pause vermieden werden, und Manos bretterten weiter. Die Band ist Kult, macht Spaß, und beherrscht trotz allem Chaos auf der Bühne die Instrumente, und das Publikum. Sehr gut !

 

Anschließend war Zapfenstreich, und wir hoffen auf eine Fortsetzung des Festivals im nächsten Jahr, an gleicher, wirklich gut gelegener Stelle in Gemünden am Main.

Boris Englert


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