German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Festivals in 2003

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Black Hole Open Air 2003
Blind Guardian Open Air 2003
Blues Rock & More Open Air 2003
Bosch Open Air 2003
Bretthart 2003
Connichi 2003
Earthshaker Fest 2003
Fehmarn Open Air 2003
Force Attack 2003
Greifensteine Open Air 2003
Herzberg goes Wilhelmsthal 2003
Live Rocknight - Bandcontest Duisburg 2003
Marienberger Bizarre 2003
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OsFest 2003
Polo-Rockfestival 2003
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Summer End 2003
Sun Open Air 2003
Under The Bridge 2003
With Full Force 2003
Woodrock 2003

Woodrock 2003

Woodrock 2003


WOODROCK 2003

26. Juni Festhalle Tettau

Mitten in der Open Air Saison ein Indoor Event??? Gewagt. Aber irgendwie keine schlechte Idee, denn so sollte es planbarer sein. Kein Stress mit Geländesuchen oder extremen Sicherheitsaufgebot und drinnen regnet es ja schließlich nicht.


So lassen sich auch die fairen Preise für Eintritt oder Getränke erklären. Ein Ticket kostete im VVK fünf Euro und an der Abendkasse sieben. Für fünf Bands, die aus ganz Deutschland kamen bei weitem nicht zu viel.


Los ging es, nach kurzer Verspätung, mit den Wankers On Duty, einer Heavyrockband aus Kulmbach. Ganz im Stile von Rose Tattoo, AC/DC und den Backyard Babies wurde hier feinster Hinterhof Rotzrock präsentiert, bei dem es so richtig Spaß machte zuzuhören. Die Band klingt frisch und spielte trotz der wenigen anwesenden Gäste frei von der Leber weg und zeigte nach anfänglicher Aufwärmphase jede Menge Action. In ihren selbst geschriebenen Stücken geht es wie bei vielen Bands der Ecke hauptsächlich ums saufen und ficken, was sonst. Es lebe der Rock’n Roll!


Die vier Oberfranken haben eine kleine CD eingezimmert, die man sich auf ihrer Website www.wanckersonduty.com kaufen kann. Tut es und kommt dafür in den Rock’n Roll Himmel.


Weiter ging es nach 45 Minuten Rock’n Roll mit den Ruhrpottlern Somatree. Wer jetzt eine ähnliche Band erwartet hat wurde getäuscht, aber nicht enttäuscht, denn Somatree lieferten einen echten Hammergig ab, der zu 200% aus purer Energie bestand. Ihre Mischung aus heftigem Thrashmetal á la Sepultura gepaart mit coolen Tribal- und Hardcoreelementen machte die Jungs unwiderstehlich. Wer hier noch rumstand war selber schuld. Die beiden Fronter tickten gnadenlos aus und zeigten den Leuten vor der Bühne was moderne Musik für sie bedeutet. Wer Somatree nicht kennt hat definitiv was verpasst und sollte gerade in Zeiten von Hatebreed und der Auferstehung von Sepultura schnellsten einen Gig von Ihnen besuchen um mitreden zu können.



Weiter ging es dann mit den Solinger Alternativrockern Them Bones. Wer nun dachte, das Niveau flacht ab lag total daneben. Klar, sie haben andere Vibes, ihr Sound ist anspruchsvoller und nicht so hart wie der von Somatree, aber dennoch versprühen sie eine Energiewolke, die auf die Fans übergreift. Ihr äußerst Abwechslungsreiches Programm wechselt zwischen ruhigen und speedigen Stücken und macht sie so zu einem kurzweiligen Höhepunkt des Abends.


Wer es noch nicht wusste: das Woodrock wird von der Band Scare Crow veranstaltet, die nun die Bühne enterten und mit ihrem abwechslungsreichen Crossover den knapp 130 Leuten den Kopf wegpusteten. Fünf Musiker können jede Menge Krach machen, wenn er aber in diesem Fall richtig melodisch und filigran in die Menge gehauen wird ist es umso mehr ein Genuss. In dieser Band beherrscht nicht nur jeder einzelne sein Handwerk, sondern sie können auch noch richtig toll performen, so dass selbst den Augen nicht langweilig wird. Als Lokalmatadoren war es für Scare Crow natürlich auch leicht die Fans auf ihre Seite zu ziehen, aber nichts desto trotz lieferten Sie einen geilen Gig und waren würdiger Opener für den Headliner Sunburn.


Sunburn sind schon ziemlich lange im Business und das merkt man ihnen an. Sie haben einen arschtighten Sound und harmonieren prächtig miteinander. So sind sie in der Lage 100% Power aufs Publikum zu transferieren. Ihr Sound ist eine Mischung aus Crossover und Alternative und klingt frisch und munter, genauso wie die Burschen selber sind. Überhaupt haben sie wie alle Bands bewiesen zu welchen genialen musikalischen Leistungen junge Menschen fähig sind. Schade, dass das so wenig honoriert wird. Es sollten viel mehr Leute zu solchen Events kommen, denn nur so kann man sich vom Casting- und Popmüll fernhalten.


Ich verbleibe mit einem Lächeln im Gesicht und der Gewissheit, dass ich nächstes Jahr wieder dabei bin, falls es denn ein „Woodrock 3“ geben sollte. Am Veranstalter und an den Bands hat es nicht gelegen. Nun stehen alle Musikbegeisterten und auch die ewigen Nörgler in der Pflicht um diese Events zu halten.


Robin Franke


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