German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Festivals in 2008

Avantgarde Festival 2008
Bang Your Head 2008
Burg Herzberg Festival 2008
Deichbrand 2008
Entrée Festival 2008
Fehmarn Open Air 2008
Force Attack 2008
Open Flair 2008
Rock Für Barock 2008
Rock Of Ages 2008
With Full Force 2008
Wuppertaler Krautrock Open Air 2008

Force Attack 2008

Behnkenhagen, Festwiese - 25.08.2008-27.08.2008


Es ist soweit! Das 2007 größte Punkrockfestival (mit ca. 15000 Besuchern) ist 2008 (mit einem Besucherrekord der sich in Richtung 20000 Leute bewegt) zum größten Punker-Openair Europas herangewachsen. Da darf man Punkerkönig Imre Sonnevend an dieser Stelle mal ganz herzlich gratulieren, zur Erschaffung der fettesten Subkulturparty unseres Kontinents! Gleicher Dank geht freilich direkt an sämtliche Helfer, Bands und Konzertbesucher, die das Festival-Zählwerk mit ihrer geschätzten Anwesenheit so richtig zum Rotieren gebracht haben!

Zum zwölften Mal drei Tage gepflegter Sound-Wahnsinn der Superlative...
Heißt: Alle mit und ohne Socken rocken wacker auf\'m Acker..., mit Bier in Strömen und \"Salzwasser-Pool\" gleich um die Ecke. Aber Vorsicht! Die tropische Hitze dieser Tage könnte so manches aufwändig kreierte Irokesen-Styling durch Transpirationsausbrüche zum Einsturz bringen, wären da nicht der coole Sound und die frische Brise von der Ostsee...

Freitag, 25.07.2008:

Oxo86 aus Bernau sind beim Eröffnungs-Gig des FA eine Art Wiederholungstäter, so dass ihnen ein geneigtes Publikum so gut wie sicher sein kann.

Punk-Ska mit Schiebermütze und Federboa (und \"Kinderbetreuung\" auf der Bühne), da weiß man was man kriegt. Nach schunkelfähigen Alben wie Helden Wie Wir, Heut\' Trinken wir, Bernauer Bierchansons oder Fröhlich Sein Und Singen ist nach zehn Jahren Umtriebigkeit das neueste Album Live-Versorger Nummer Eins. So Beliebt Und So Bescheiden hat neben dem Titelsong noch einige Tanzverführer auf Lager, welche die ersten paar tausend (!) bunt gescheckten Neugierigen vor die Hauptbühne in Behnkenhagen locken. Junger Punkernachwuchs wohin das Auge blickt, die Szene lebt und wächst, wie es scheint...
www.oxo86.de

The Gumbles liefern Punkrock aus erster Hand. Im Jahr 2000 gegründet, hieß ihr Debütalbum In Duff We Trust, gefolgt von Alle Für Einen. Die aktuelle Scheibe In Altbewährter Manier ist seit Mai 2008 zu haben. Lutz (Bass), Mattu (Gitarre), Matti (Vocals), Wünschi (Drums) und Harry (Gitarre) haben das Zeltpublikum im Griff und können von noch unverbrauchten Festivalbesuchern profitieren. Für die Fans in den ersten Reihen gibt\'s coole Drinks von Superman persönlich. Zu Alt Zum Pogo oder Barney Army treiben die unerwartete Flüssigkeitszufuhr durch sämtliche Poren gleich wieder nach draußen...
www.myspace.com/diegumbles

Yellow Umbrella aus Dresden haben ihre CD Release Party (Juli 2008) von Same Same - But Different gerade hinter sich, und sind so bestens für ein Feuerwerk aus sächsischem Reggae & Ska gewappnet. Sieben Musiker, elf Veröffentlichungen, deren Inhalte mit Schmackes rüberkommen. Die Fan-Liste der Lieblingssongs auf der Umbrella-Website wird angeführt von Your Love Is My Love. In Behnkenhagen gibt\'s eine gut geschüttelte Mischung aus relaxtem und vorwärts treibendem Klangmaterial. Die fluffigen Sachsen zünden beim Publikum an der Ostsee wie eine Methan-Salve aus tausend Rinderpopo\'s! Die Hauptbühne bebt und das Festival-Feeling lebt!
www.yellowumbrella.de

Die Kolporteure, exzellenter Rock-Punk aus Berlin, legen (nach den Gigs 1999 und 2002) in diesem Jahr nun zum dritten Mal die gestählten Bühnenbretter des Force Attack in Schutt und Asche. Patte (Gesang), Malte (Gitarre), Otti (Gitarre), Jan (Drums) und Dieter (Bass & Sax) gehören trotz ihrer Jugend zum alten Eisen der Szene und strotzen nur so vor Frische und Kreativität! Ihr Rückblick Einmal Damals Und Zurück: 1995 - 99 ist seit 16.6. dieses Jahres im Äther unseres Universums unterwegs. Keine Best Of Scheibe, sondern Sammlerstücke und Raritäten vom ersten Tape Glaube Mir Kein Wort und einige bisher noch auf keiner regulären Scheibe veröffentlichten Tracks, d.h. Sahnestückchen aus dem Schwarzen Loch des geheimen Proberaum-Repertoires... Alben wie Wahn Oder Wahr? (1997) oder Alles unter Kontrolle (2005) liegen so manchem Fan sicher noch abrufbereit unter der Schädeldecke. Das aktuellste Studiowerk Leinen Los (2006)... übertrifft die textlich anspruchsvollen und musikalisch abwechslungsreichen Vorgängerscheiben um eine weitere Armeslänge. Heißt: Die Kolporteure wachsen mit der Zeit und ihren Herausforderungen! Auf diesem Force Attack Festival punkten die fünf \"Bärliner\" mit jedem Song doppelt. Tanzen, Muse oder Ein Wenig Punk sind Hymnen, deren magnetischer Wirkung sich in Behnkenhagen niemand verschließen kann. Texte mit Tiefensinn, abseits leerer Parolen und dumpfer Polemik harmonieren mit einem Soundbrett, wie es fetter und mitreißender kaum denkbar ist. Hier fiel die Saat von musikalischen Vorbildern wie den Skeptikern hörbar auf fruchtbaren Nachwuchsboden... Die Kolporteure haben den musikalischen Schülerstatus schon lange hinter sich gelassen!
www.kolporteure.de

Crushing Caspars spielen mit The Fire Still Burns seit ihrer spektakulären \"Unterwasser-Geburt\" 1995 immer noch eine der ersten Geigen an der Deutschen Ostseeküste. Die Nordlichter aus Rostock und Bergen, die sich in der Tradition von Motörhead, Suicidal Tendencies usw. sehen, verdonnern Oldschool-HC, Punk und Rock\'n\'Roll erbarmungslos zu einer hochexplosiven Mischung Baltic Sea Hardcore, die immer wieder für reichlich Schaum auf der Eastsea sorgt. Fette Riffs, punktgenaue Drum-Attacken, dröhnende Bassgewitter und amtliche Mitsingrefrains schaffen vor der gut frequentierten Hauptbühne zeitgleich Druck und gute Laune, nicht nur bei der Ostsee-Fraktion. Fronter Snoopie lenkt das Soundschiff routiniert durch jede Wetterlage und hunderte Fans helfen textsicher Mitsingend beim Lotsen durch wilde Klanggewässer... P.R.Asshole, Eye For A Eye oder The Fire... heizen die Atmosphäre so zielsicher an, dass auch die letzten Landeier bald kapieren: die Caspars haben die Lizenz zum Rocken...
www.crushingcaspars.de

Pierre (Gesang & Gitarre), Mücke (Gitarre), Michi (Bass) und Arne (Drums) sind die
Eight Balls aus Hamburg. Die Vier machen einhundertprozentigen Vollwert-Punk. Der kommt im Zelt gut an mit Musikindustrie, Proud Of Myself und 1 Komma 7 Promille.
www.eight-balls.com

Die Hardcore-Streetpunk-Hooligans von The Business aus London sprühen vor Energie und Spielfreude, als sie am frühen Abend die Hauptbühne entern.

Seit ihrem Debüt Suburban Rebels (1998) ist einiges Wasser den Oi-Bach herunter geflossen. Trotzdem gibt es hier mitreißend lebendige True-HC-Lektionen am Stück. Engagiert und politisch korrekt wird gepowert bis die Schwarte kracht. Der Sound-Druck der Band geht ohne Reibungsverluste aufs Publikum über. Real Enemy, Blind Justice, Guinness Boys oder One Thing Left 2 Say sind klanggewordene Geschosse.
www.oithebusiness.com

Die Sechserformation von The Pokes (mit \"k\" wohlgemerkt...) hat beim Punkfestival mit der Möwe schon früher mit Leichtigkeit neue Fans geködert. Billy, Basti, Christoph, Ian, Attila, Markus aus der Hauptstadt verzapfen bevorzugt live gespielten Folkpunk, der zu unkontrollierten und eventuell sogar chronisch werdenden Zuckungen im ganzen Körper führt. Schon im Oktober wollen die spielsüchtigen Jungs durchs kühle Finnland touren, um ihr heißes Mütchen abzukühlen. Aktuelles und zweites Album: Poking The Fire... ist seit Juni 2007 zu haben und wärmstens zu empfehlen. Bei Hello My Dear, Jump The Gap oder Gotcha fliegen beim Ostsee-Folkvergnügen sämtliche Schrauben aus dem Gewinde. 230 Volt im Schottenrock, da bleibt kein Tanzbein ungepeinigt!
www.thepokes.de

Anti Nowhere League, 1980 wild und dreckig aus der Underground-Taufe gehoben, machten sich mit Animal (vocals), Dave alias Nato (drums), Shady (bass guitar) und Jez (lead guitar), in Lichtgeschwindigkeit auf den Weg zur UK-Punklegende, deren aktuellstes Klang-Attentat Road To Rampton heißt. Fronter Animal sonnt sich in Selbstverliebtheit, Sexismus und Größenwahn, aber lieber ein Provocation-Image als gar keins... Zum ungehemmten Klang-Einsatz kamen Soundgewitter wie I Hate People, Break The Law, Snowman oder Dead Heroes.
www.antinowhereleague.com

COR, das sind Friedemann (Gesang), Pilse (Gitarre), Matze (Bass) und Hanse (Schlagzeug). Seit 2002 bolzen sich die Trashrock-Terroristen von der Insel Rügen mit Punk- und HC-Einschlag und der unbestrittenen Lizenz zum Abräumen durch deutschsprachige Trommelfellgewitter. Prekariat (2007) hat Schlag auf Schlag einen Hinhorcher nach dem anderen zu bieten, so dass das Live-Zelt aus den Angeln gehoben zu werden droht. Sänger Friedemann (ein ungewöhnlicher Landwirt mit Charisma und Führungsqualitäten...) geht unerschrocken auf Tuchfühlung mit dem Publikum, seine Mannschaft hält ihm mit einprägsam brachialem Gebolze den Rücken frei. Was nach 45 Minuten Vollbedienung bleibt, ist der Appetit auf neues Klangmaterial. In Hinblick auf die nächste zu erwartende Soundwalze aus dem Insel-Kreativpool muss sich der eingefleischte HardCorer allerdings noch bis Anfang 2009 gedulden.
www.ruegencore.de

Die Berliner Knorkator sind mit dem Nächsten Album aller Zeiten, Zu Alt, Ich Hasse Musik, Tribute To Uns Selbst, Hasenchartbreaker und The Schlechtst Of Knorkator schon lange im musikalischen Götter-Olymp ans Kreuz der Symphonischen Dichtung genagelt. Sie hämmern uns vor ihrem laut angekündigten endgültigen Abschied aber noch ein weiteres Doppel-Sound-Ding in die DVD-Player-Schublade und machen neben der kamikazetechnisch inszenierten Abschlusstour zu allem genusssüchtigen Überfluss noch auf dem von ihnen schon öfters frequentierten Ostseefestival halt. Auch diesmal retten Alf Ghanistan, Stumpen Sylvannia, Buzz Deenemark, Nick Aragua und Tim Buktu mit als brutale Albernheiten getarntem Tiefsinn einmal mehr das Universum, ohne dabei inhaltlich unsere bereits durch menschlichen Einfluss anrüchig nach Verwesung müffelnde Mutter Erde (Wir werden alle sterben) zu vergessen...

Gleich zu Anfang gibt\'s die Absolution um dann ins unvermeidliche Ding Inne Schnauze abzugleiten. Ich Hasse Musik darf als Lippenbekenntnis genau so wenig fehlen wie die Wohlstandsgesellschaftshymne Eigentum. Ein opulentes Ich Schäme Mich Für Meine Fans-Outing vor tausenden Leuten folgt auf den Pferdefuß. Was in Tierversuchen undenkbar wäre, Knorkator zelebrieren es am lebenden Menschen: Die Gemüse-Ganzkörper-Gesichtsmaske direkt aus der Schreddermaschine und die Waffelbombardierung mit der Steinschleuder. Eine perplexe Rollstuhlfahrerin wird samt ihrem Gefährt auf die Bühne gehievt, erst umschwärmt, dann beschämt instrumentalisiert. Den Geschlechtsverkehr-Song darf sie platonisch auf den Brettern, welche die Knorkator-Welt bedeuten, miterleben, da sie zum Stagediving keine wirkliche Lust verspürt. Zum Schluss bekennen sich die dauerpubertierenden Berliner zu dem, was sie schon immer waren: Böse!
www.knorkator.de

Heartbreak Engines aus Deutschland sind auf der Zeltbühne für den lupenreinen Punk-a-billy-Spass gebucht. Dan, Rocco, Syd, Lou und Grischa legen sich zu fortgeschrittener Abendstunde mit ernster Mimik ins Zeug. Der Contrabass wird malträtiert, der E-Gitarrenaufstand probiert und das Schlagzeug misshandelt, nach allen Regeln der Kunst.

One Hour Hero (auf CD oder Vinyl zu haben) bietet die solide Grundlage für eine dreiviertel Stunde Lärmkultur. Angel Soul, Up On Downside, Bad Job Jesus und Gunwitch donnern durch die Boxen.
www.heartbreak-engines.com

Jede Party hat ihren Preis und so muss ein jeder Festivalbesucher auch dieses Jahr wieder den speziellen Härtetest eines überlebten Kassierer-Gigs inklusive aller auftretenden Spätfolgen wie Gehirnerweichung und Geschmacksverstümmelung überstehen, um den anderen Bands des FA lauschen zu dürfen. Was uns nicht umbringt macht uns hart, Die Kassierer allerdings sind eher die Härte selbst.

Neben dem ultimativen Glas Urin für Niko gibt\'s kurz nach Mitternacht ohne Rücksicht auf sensible Gemüter das traditionelle Fisten des Gitarristen. Ob bei Nichtfans im Publikum anschließend Brechreiz oder gar Erblindungserscheinungen aufgetreten sind, ist leider nicht bekannt. Warum Ich Immer So Traurig Bin, Kein Geld Für Bier, Wenn Das Bier Alle Ist... derart geniale Lyrics (nach durchgeführter Gehirnamputation) leisten wohl eher nur einen unterschwelligen Beitrag zur Pisa-Studie. Die aktuelle akustische Körperverletzung der Wattenscheider Geldeintreiber hat den sinnigen Titel Männer, Bomber, Satelliten.
Die Kröten für eine Kassierer-Scheibe
www.kassierer.de

investiert man vielleicht besser in ein Rock\'n\'Roll-Album von
Al & The Black Cats aus Michigan, U.S.A.! Die durchgeknallten Adrenalin-Junkies sind momentan mit dem Shakin\' At The Knees!-Silberling voll im Neo-Rockabilly-Trend!

Live-süchtig und nimmersatt tourt die Formation seit Mai 2008 durch die Niederlande, Spanien, Deutschland, Ungarn, Frankreich, Kroatien und die Schweiz. Am Freitagabend schlägt man in Behnkenhagen temporeich und stilecht zu. Meterhohe Spagat- und Streck-Sprünge, Gitarrenrotationen kurz vorm Schleudertrauma, kurz: Posing bis der Arzt kommt... Al & The Black Cats sind die absolute Live-Überraschung in dieser lauen Sommernacht! Bereits im August stehen Tony \"Tomcat\", Hugh \"High Fli McFly\" und SGT. Eric \"The White Trash Charley Mingus\" wieder in Amerika auf der Bühne... Prädikat: Besonders wertvoll.
www.alandtheblackcats.com

Samstag, 26.07.2008

Volxsturm (Robert, Hinkel, Stahmer, Tost und Boris) aus deutschen Gefilden widmen sich dem Chaos-Rock\'n\'Roll und Punkhardcore-Ska seit 1991. Mit überdimensionaler Frauenunterwäsche am Mikro schmetterten Bi Uns To Hus, Seemannsgarn und Teleterror gleich doppelt sexy übers Gelände.
www.volxsturm.de

Emscherkurve 77 schrummeln Streetpunk und Soccercore,- selbiges direkt aus dem Ruhrpott, sprich Oberhausen. Spiller (Gesang), Marc (Gesang), Daniel/Marcel (Gitarre), Mybum (Bass) und Stoffel (Drums) zocken zackig, melodisch und Refrain-ambitioniert... Flotte Nummern der Die Macht Vom Niederrhein und Lern ma Deutsch! Lektion 1...- Alben kommen zum Einsatz. Da darf die Deine Eltern sind Geschwister-Hymne nicht fehlen.
www.ek77.de

Toxpack sind aus der Hauptstadt angereist und zocken Streetcore mit Rock\'n\'Roll Breitseite. Eingängig fetter Sound, deutschsprachige Vocals... Derzeit bleibt Cultus Interruptus noch der aktuelle Longplayer, an einem fünften Nachfolger wird jedoch emsig gewerkelt. Die Jungs durften seit ihrer Gründung 2001 bereits für Pro-Pain oder Discipline das Aufwärmprogramm gestalten und machen eigenen Headliner-Gigs alle Ehre. So waren Schulle, Tommi, Erik, Martin und Hinni 2008 schon in Frankreich, Italien und Spanien unterwegs um ihre Klangreligion zu verbreiten. Bei der Ostsee-Attacke gibt\'s Notenbrand, Krumme Beine und Farbfieber in bester Manier auf die seit Freitag kräftig durchgepeitschten Publikums-Trommelfelle.
www.toxpack.de

Die Tornados aus Dessau fegen nunmehr zehn Jahren über europäische Bühnenbretter. Ihr Ska macht selbst vor Surf, Rocksteady, Soul- und Pop-Elementen keinen Halt, so dass mit unterhaltsamer Abwechslung wohl auch weiterhin gerechnet werden darf.
Im gut gefüllten Zelt schwenkt man routiniert zu Rising Sun, Ska It Up, Lollipop oder Essen Auf Rädern rhythmisch die Hüften. Da wird getutet und geblasen, Partyfeeling in guter ostdeutscher Manier.
www.dietornados.de

Einen weitaus längeren Anreiseweg hatten Deadline aus London. Powerfrau Liz (vocals) und ihre Bandkollegen Hervè (bass), Pascal (drums) und Ryan (guitar) haben kürzlich ihren vierten Longplayer Take A Good Look aus dem Handgelenk geschüttelt, der Punk, Rock, Hardcore, Pop und Rock\'n\'Roll auf ganz magische Art und Weise vereint. Auf Headliner-Touren durch Europa zockt die Hochmotivierte Formation locker mal 30 Gigs in 31 Tagen und wirkt in Behnkenhagen so spielhungrig als wäre sie seit Jahren auf Live-Entzug.

Going Nowhere, Serious, Keep On Running und Taken For A Ride treffen ungebremst auf offene Ohren. Die zierliche, aber extrem agile Frontfrau hat sowohl die Jungs an den Instrumenten wie auch die dicht gedrängte Menge vor der Hauptbühne voll im Griff.
www.deadline-uk.com

Frontkick (Punkrock aus Berlin) legen aufs korrekte Outfit mindestens ebenso viel Wert wie auf klanglich dreckig arschtretende Rock\'n\'Roll-Vibes. Bei Out Of Control, Heartbreak, 36, Revolucion und Farewell katapultieren sich Martin B. (Gitarre und Gesang), Marti Neurotic (Gesang und Gitarre), Beano (Drums) und Stephan 103 (Bass und Gesang) so deftig in ausschweifende Adrenalinrausch-Gefilde, dass man sie an dieser Stelle durchaus weiterempfehlen kann!
www.frontkick.de

Mark Foggo\'s Skasters (Niederlande) wurden bereits 1987 aus der Ska-Wiege gehoben und können inzwischen ein ganzes Dutzend Alben ihr Eigen nennen. Die aktuelle Scheibe heißt: You Shot Me. Fronter Mark besitzt mit seiner raffiniert eingesetzten Knautschzonen-Mimik eine der stärksten Waffen gegen schlechte Laune, welche durch die unwiderstehlichen Ska-Rhythmen seiner Bühnenkollegen weitere Aufwertung erfährt. Englischer Humor und rasante Bühnen-Aktionen gehören zum Image. Loek, Aldo, Paul, Johan 1+2 und Rene haben Rhythmus im Blut. Feel-Good-Music, nicht nur für Ska-Fanatics... Auf dem diesjährigen Force Attack kommt Fronter Mark leider nicht ganz an den Energie-Level früherer Deutschlandauftritte heran.
www.markfoggo.com

Daily Terroristen aus Braunschweig (lange Jahre unterwegs mit Sänger Pedder, der noch immer unter dem Namen Daily Terror weitermacht), haben sich von Anfang an dem deutschsprachigen Punkrock verschrieben. Uwe, Lutz, Bratze und Coby beherrschen ihr Handwerk aus dem \"FF\". Ihr Tritt In den Arsch Vol.1 - Album ist seit Anfang 2008 im Umlauf... Die selbst geschriebene Force Attack-Hymne für Imre\'s Mega-Open-Air kennt mittlerweile jeder. Mitten im Set gibt es einen Gastauftritt von Dritte Wahl Gitarristen Gunnar, dessen zackige Riffs beim kumpelhaften Duell mit dem Daily Terror Frontmann Uwe frenetisch gefeiert werden. Die Braunschweiger Formation rockt mit Herzblut, die feiernden Fans wissen den Ganzkörpereinsatz ihrer Helden zu schätzen.
www.dailyterroristen.de

Springtoifel tragen den Oi-Mucke-Stempel aus Mainz auf der Stirn. Klempner-Meister Olaf (Gesang und Orgel) und seine Crew wissen nicht nur wie man Badewannen-Rohre verlegt, sondern auch wie man Engelstrompeten Und Teufelsposaunen bedient. So heißt nämlich ihr (2007) veröffentlichtes Klangwerk. Dem Publikum gefällt es und dem strahlenden Ostseewetter auch.
www.springtoifel.de

Der Spaßfaktor von The Bottrops errechnet sich folgendermaßen: Punk + Powerpop + Garage = BottroPop. 2005 stach die Ex-Terrorgruppe unter obigem Namen erstmalig in See, heute besticht die Mannschaft aus Johnny Bottrop (Gitarre, Gesang), Mr. Slash Vicious (Bass, Gesang), Bang Bang Benno (Ex-Xarecrows) und Cris Crise (Drums, Gesang) auf den ersten Blick. Wer diese Truppe sieht, der hört und weiß sofort: Hier sind Profis am Werk! Nachdem im Mai 2007 endlich das lang ersehnte The Bottrops Debüt-Album erschien, arbeiteten sich Johnny & Co. auf der FA-Ostseeplattform in unterhaltsamen 45 Minuten routiniert von Nicht Wie Im Fernsehen über Und Sie Sagte bis hin zu Unterhund durch. Mehr davon!
www.thebottrops.com

Dass Die Skeptiker Musikgeschichte geschrieben haben zeigt sich nicht nur daran, dass ein Nachwuchsmusiker (Kolporteure-Gitarrist Otti) den Sänger seiner Idol-Band mit \"Unser Meister\" begrüßt; - auch textlich, klanglich, menschlich und in Sachen Punk-Ethik haben die sympathischen Ost-Berliner mit höchsten Ansprüchen an sich selbst Maßstäbe gesetzt.

Eugen Balanskat (Gesang), Tom Schwoll (Gitarre), Lars Rudell (Gitarre), Andy Laaf (Drums) und Mathias Kahle (Bass) verschmelzen live zu einer symbiotischen Einheit, die magische Momente entstehen lässt. Unvergesslich sind und bleiben Scheiben wie Stahlvogelkrieger, Wehr Dich und sämtliche anderen Kult-Veröffentlichungen! Das neueste Output DaDa in Berlin ist seit Oktober 2007 zu haben, mit 15 genialen Klassikern, das heißt mit kulturell wertvollen, den Zeitgeist der Skeptiker transportierenden Tondokumenten...welche komplett neu eingespielt worden sind, da die ursprünglichen Studioalben komplett ausverkauft waren. Die Menschenansammlungen vor der Hauptbühne in Irokesenhagen sind gewaltig, mehr als 15000 Fans folgen den Skeptikern zu Deutschland Halts Maul oder Komm Tanzen in ein gigantisches Festivalfeeling. Bei Das Geht Nie Vorbei und Der Rufer In Der Wüste Schweigt schlägt die Nostalgie regelrecht Wellen. Drummer Andy wird zur dampfenden Rhythmus-Maschine, Lars und Tom schreddern die Saiten und Kapitän Eugen springt, swingt und singt wie im Rausch. Straßenkampf und Pierre & Luce beschließen das wunderbar schweißtreibende Set.
www.dieskeptiker.com

The Turbo AC\'s (Kevin Cole, Tim Lozada, Kevin Prunty und Jer Duckworth)frönen dem NYC-Punkrock. Die Haudegen sind seit Anfang Juli in Deutschland auf Tour. Ihr Album Avenue X vermengt hemmungslos Einflüsse von Johnny Cash bis zu den Ramones. Bei Cowboy, St. Lewis, Somethin\' usw. geht die Lucie ab bis der Pogo-Arzt kommt.
www.turboacs.com

Dritte Wahl erschufen in 20 kreativen Jahren Klang-Ware allererster Güte, Kultsongs voller Seele und Authentizität. Unzählige Veröffentlichungen verbreiteten rockiges Liedgut von der Küste, dessen textliche Inhalte noch heute Tausenden aus der Seele sprechen. Der diesjährige Auftritt von Stefan, Gunnar und Krel ist an Abwechslungsreichtum, optisch wie klanglich untermalendem Beiwerk (ausgefeilte Feuershow, Trommler- & Bläsertruppe) und authentischer Kraft kaum zu überbieten. Nahezu perfektionistisch geplant wirkt der reibungslose Ablauf dieser 75 Minuten, wenn auch die Feuerspucker (Respekt!) spontan improvisiert sind. Die größte Spannung ist durch den Set-Aufbau nach Hitparaden-Schema garantiert: Die Fans haben im Voraus \'online\' ihre Lieblingssongs der 20jährigen Bandgeschichte gewählt. Nun werden diese Highlights gewissenhaft der Reihenfolge nach von 20 bis Platz 1 abgearbeitet. Nummer Drei: Greif Ein!, Nummer Zwei: Sonne & Meer und Gewinnersong Nummer 1: Zeit Bleib Stehen!... Auch der Gedenksong für Gründungsmitglied Busch\'n darf nicht fehlen, die Musik spricht auch ohne erklärende Ansage Bände. Busch\'n lebt weiter in den Klassikern von Dritte Wahl, da diese Songs für immer und ewig die Spuren seines einst so lebenshungrigen Daseins tragen werden. Resolution Der Kommunarden, Schreie Hinter Glas, Brot & Spiele, Tobias begeistern ein wogendes Menschenmeer, dessen weit entfernte Ufer in der Dunkelheit der Nacht kaum auszumachen sind. Haben Dritte Wahl ihren Zenit erreicht? Man darf gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen!
www.dritte-wahl.de

Thee Flanders aus Potsdam/Brandenburg machen seit 1997 Punkabilly From Hell. Juni 2008 kam die neue (auf 1000 Stück limitierte) Best Of CD im Digipack auf den Markt, außerdem erscheint fast zeitgleich die Deadly Secrets - Vinyl Box. Wer sich von den Live-Qualitäten der düsteren Gestalten überzeugen will, ist mit Jack The Ripper, Living Hell, Killer oder Amok auf der Zeltbühne bestens bedient, bevor der längste Tresen der Welt die musikalische Untermalung der nächsten Stunden per Tonkonserve übernimmt.
www.theeflanders.de.vu

Sonntag, 27.07.2008:

Sexto Sol (Sechste Sonne) aus Kiel verschreiben sich seit 2000 Latin Ska Rock mit Reggae- und Punk-Einflüssen. Die Band vereint Musiker aus Lateinamerika, Portugal und Deutschland. Diese Tatsache garantiert eine Vielseitigkeit, die kaum Grenzen kennt und schneller ins Blut geht als gedopter Tequila. Comida China, Malas Raices, Disculpe und Los Ausentes reißen auch den letzten Festivalbesucher leidenschaftlich vibrierend aus den mehr oder weniger wilden Ausnüchterungsträumen der letzten Nacht. Karibische Gefühle erwärmen die schon von der Sonne heißgelaufenen Ostseewinde vor der Hauptbühne. Da kommt Schwung in die Bude!
www.sextosol.de

Die durchgeknallte Brutal Polka aus Tel-Aviv-Caesarea, verwurstet Pop-Punk, mixt Hardcore und Metal-Elemente zu einem Brachial-Cocktail anarchischer Leichtigkeit, dass Insider sich sofort an die Chaosstrategie von Fun-Bands wie Manos erinnert fühlen. Das zweite Studio-Machwerk der Israelis The Cargartuan Return Of The Frogz And The Holy Cocks ist noch druckfrisch. Brutal Polka und ihre extraordinäre Kreativshow mischen die Zelt-Gemeinde mit Nummern wie I\'m Not Gay... I\'m Just Bi-Curious, We Need A Merch Lady, When Did Fat Mike Become A Hippie?, Small Dick, Don\'t Try So Hard oder Politics Shmolitics ganz gewaltig auf. Drum-Monster in Hannibal Lekter-Maske, Zahnfee mit Libellenflügeln, Papst-Outfit mit Goldkante, Gitarrist in Plastik-Rüstung und Sumo-Boy im Supermanndress, da bleibt kein Auge trocken!

Durch klanglich eingeflochtene Musik-Parodien und krasse Soundübergänge entsteht eine anarchistisch packende Klangkulisse voller Spaß-Potential... Brutal Polka sind die Entdeckung des Tages!
www.brutalpolka.com

Die servierfreudigen Cafèspione aus Erfurt versprühen Pure-Schleimcore, nach eigenen Angaben schwer beeinflusst von Alkohol, Drogen und Weibern... Kayser (Gesang), Marschl (Gitarre), Peter (Bass) und Texasbob (Rumpelbude) rocken die Mainstage...
www.myspace.com/cafespione

Rejected Youth, (das heißt Matze, Andi, Keks und Sancho aus Nürnberg) bestehen seit 1998 als Combo und basteln seitdem gekonnt an aggressivem und melodischen Streetpunk. Ihr Set besteht aus Hymnen Schlag auf Schlag, die Mehrzahl davon stammt vom aktuellen Werk Public Disorder.
www.rejectedyouth.de

Die Dimple Minds waren mal so etwas wie die \"Meister des Prollsports\". Ihr aktuelles Toleranz Ist Heilbar- Album ist seit 2007 im Umlauf. Klassiker-Scheiben wie Helden Der Arbeit verkauften sich bestens. Durstige Männer ist der Stammtisch-Mitbrüller schlechthin. Beim Auftritt auf der FA-Hauptbühne allerdings präsentierten sich gelangweilte, motivationstechnisch alternde Männer, die ihr Set so auffallend lustlos herunterschrubbten als hätten sie später weitaus bessere Dinge vor... Wir Sind Debil, Jäger Und Gammler, Blau Auf\'m Bau, Augenfarbe Gelb hinterließen auf diese Art und Weise vorgetragen keinen bleibenden Eindruck.
www.dimpleminds.de

Rolando Random & The Young Soul Rebels aus Berlin sind gute alte Bekannte in Imre\'s unerschöpflichem Bandpool, die mit ihrer fein abgestimmten Gourmet-Kreation aus Skapunk & Reggae immer wieder sämtliche Tanz-Energien aus dem Publikum herauszuholen verstehen. Derzeit basteln sie (nach Hidden Pleasures, 2005) an ihrem zweiten Longplayer.
Klasse Songs, klasse Show, weiter so!
www.youngsoulrebels.de/cms

Knochenfabrik sind Kult- Punk aus Kölle. Dementsprechend beeindruckend ist ihr von starken Lyrics getragener Aufmarsch beim Force Attack dann auch für alle, die vor der Hauptbühne mitsingend an den Lippen der charismatischen Dichter und Denker hängen. Ich Hör Dir Nicht Zu, Im Fadenkreuz, Bring Dich Um, Du Bist So Anders,- hier werden sichtlich tiefe Eindrücke hinterlassen!
www.myspace.com/knofa

Talco ist kein scharf gewürzter Gemüsedipp, sondern italienischer Ska Punk aus Marghera. 2002 gegründet, sind die Alben: Tutti Assotti oder Combat Circus alles andere als schwer verdaulich. Senior Dema an Gitarre und Gesang heizt samt Bläsergruppe gut ein.
www.myspace.com/talcopatchanka

The Unseen aus Boston, Massachusetts, sind mit ihrem aufreibenden HC-Streetpunk alles andere als unsichtbar! Ihr umtriebiger Front-Akteur Mark jagt ohne Pause wie angestochen über die Bretter, bringt das Publikum durch Körperkontakt, Anfeuerungs-Gesten und \"Vorzeigeleistungssport\" zum Kochen. Immer wieder stürzt er sich von den Lautsprecherwänden vor der Bühne zwischen die Fans, badet im überschwappenden Feedback und stürmt aufs Neue die Bühne. Seine Bandkollegen Tripp, Scott, Melzard und Jonny zocken ebenso ambitioniert und professionell, bleiben letztendlich aber immer ein wenig im Schatten ihres hyperaktiven Fronter-Helden versteckt. Dem seit Oktober 2007 erhältlichen Internal Salvation-Silberling darf man schon jetzt Meilenstein-Charakter bestätigen. Weapons, Social Damage, Police oder False Hope wirken in Behnkenhagen als Blutdruck steigernde Therapeutica auf alle Hitzemüden und Open-Air-Erschöpften. Mark & Co. bringen die ausgepowerten Kids vor der Hauptbühne alle wieder auf beide Beine. Der Fan-Nachwuchs klebt regelrecht an seinen Lippen...
www.myspace.com/theunseen

Los Fastidios, Force-Attack-getestet, mixen melodischen Streetpunk mit British Punk-Oi der 80er und modernem Rock\'n\'Roll/HC. Voice Enrico, die Klampfer Silverio & Murky, Schießbudenchef Giacomo, Tieftöner Alvise, sie alle spüren den Ruf der Revolution in sich. Italienische Lyrics, mit einigen Brocken Englisch, Französisch und Spanisch, da ist für jeden irgendeine Botschaft dabei. Los Fastidios sind nach unzähligen Touren mittlerweile in ganz Europa zu Hause. Fetter Skin, S.H.A.R.P., Buscando El Sol, Cuba Libre oder Skankin Town, hier ist Bewegung angesagt.
www.myspace.com/losfastidiosofficialpage

The Real McKenzies aus Vancouver, Kanada, gehören wohl zu den sehnsuchtsvoll erwarteten Stimmungsmachern dieses Festivals. Paul McKenzie, Dirty Kurt Robertson, Matthew MacNasty, Joe Raposo, Sean Sellers und Mark Boland sind so unwiderstehlich tanzmotivierend mit ihrem hausgemachten \"Sex Pistols meets Scottish Folk\"-Gebräu, dass ihnen jedes Publikum innerhalb von Sekunden zu Füßen liegt. Selbiges geschah bereits der vorangegangenen FA-Show auf der Zeltbühne, heute dürfen die Röcke tragenden Maniacs die unendliche Weite der Hauptbühne entern. Drink Some More, The Lads Who Fought & Won, My Mangy Hound... ein Dauerbrenner jagte den nächsten, The Real McKenzies entfachten einen Hexenkessel aus ekstatisch schreienden und tanzenden, vom Karo-Virus unheilbar befallenen Fans.

Höhepunkt des Extrem-Posings: 2 der Schottenkerle stemmen eine große Monitorbox über Kopfhöhe, tragen sie über die ganze Bühne und postieren die menschgestützte Lärmquelle letztendlich rücklings über dem \"little fat man\" an der Leadguitar!
www.realmckenzies.com

Smooth Lee aus Beerse (Belgien) zelebrieren seit nunmehr 6 Jahren Ska Punk und Hardcore ganz individueller Prägung. Besonderes Merkmal: Luk Mostmans (Gitarre und Gesang) verfügt über ein überdurchschnittlich starkes Stimmorgan mit hohem Wiedererkennungswert. Speedy, Poor Boy, Miracle und Lebanese werden vom Zelt-Publikum gierig aufgesaugt, Mittanzen unvermeidbar. Ein Rhythmus bei dem jeder mit muss!
www.myspace.com/smoothlee

Die legendären Peter And Tue Test Tube Barbies, aus Brighton, Großbritannien, das sind Peter, Del, H und Dave, vier mit unglaublichen Lebensweisheiten und kiloweise britischen Humor voll gestopfte Herren, denen kein Menschenfreund seine Sympathie versagen kann. 30 Jahre Bandgeschichte und Alben wie The Mating Sounds Of South American Frogs (1983), Alien Pubduction (1998) oder A Foot Of Bullets (2005) nehmen so manchen Konkurenten auch heute noch die Butter vom Brot, nachdem etliche Jahre ins Land gezogen sind. Unterschwelliger Sarkasmus, dezente Ironie und eine entspannte Performance verhelfen Nummern wie Moped Lads, Driven 2 Beers, Shake My World, Transvestite oder Banned zu akzeptabler Live-Präsents.
www.testtubebabies.co.uk

Skannibal Schmitt aus Frankreich (Ska/Funk/Fusion) machen vor keiner musikalischen Schranke halt und kennen (inklusive ihrer eigenen Namensgebung) auch ansonsten keinerlei Hemmungen. Anarchie und Spaß sind ihre stärksten Leitmotive, ihr Frontmann ist Hampelmann und Hofnarr in Einem. Debüt: Ska A La Machete, Lyrics mal französisch mal spanisch, immer locker vom Hocker, abgedreht und abgefahren wild...
www.myspace.com/skannibalschmitt

Gesamtresümee: Ticketpreise von 30 Euro (Vorverkauf) und 35 Euro Abendkasse für drei Tage Vollbedienung mit insgesamt 42 Bands ließen keine Wünsche offen!

Veranstaltungs- und Campinggelände liegen selten so dicht nebeneinander wie beim Force Attack... Zelten ging und geht weiterhin direkt neben dem eigenen Pkw. Der Shuttleservice vom Bahnhof Rövershagen zum Festivalgelände und zum Badeausflug an die Küste funktionierte reibungslos. Bierpreise von einem Euro pro 0,5er Dose (Palettenabnahme-Pflicht) und 1,50 Euro am Tresen für 0,4 Liter gehen absolut in Ordnung. Die Mitfahrzentrale (übers Internet) ist und bleibt eine gute Sache. Die Toiletten auf dem Gelände wurden regelmäßig abgepumpt und auch sonst gab es organisatorisch nichts zu meckern.

Aufgrund der dreitägigen Mega-Hitze wurden die Fans immer wieder über Lautsprecher aufgefordert, auf der Wiese ihren Rausch ausschlafende Besucher aus der Sonne zu holen, sich umeinander zu kümmern. Diese Aufforderungen trafen auf offene Ohren. Weniger erfreulich waren die sinnlosen Störmanöver hirnloser Hobbypyromanen. Mehr als einmal brannten Zelte und Toiletten \"just for fun\". Dies muss (siehe Veranstalter-Aufruf im Internet...) im nächsten Jahr unbedingt mehr unterbunden werden, durch beherztes Eingreifen zivilcouragierter Fans! Auch bengalische Feuer gehören nicht mitten im Publikum abgefackelt! Auf giftige Gase hat schließlich niemand Bock und auf Verbot des Festivals (von Seiten der Behörden) sicher erst recht nicht!!! Hier sollten sich alle Feuerteufel und Störenfriede im Klaren sein, dass asoziale Aktionen dieser Art nichts mehr mit Punk-Ideologie zu tun haben!

Auch Randale bei der Anfahrt mit der Bahn oder das Abreißen/Verbiegen von Straßenschildern sind keineswegs cool und kosten unserer aller Steuergelder... Insgesamt kann man behaupten, dass sich die absolute Mehrheit der Angereisten fun-anarchistisch \"korrekt\" verhalten hat und dass das Force Attack 2008 phantastisch friedlich und kumpelhaft über die Bühne gegangen ist! Einige schnell gewachsene Festivals in Deutschland kriegen proportional zum Ansteigen der Besucherzahlen irgendwann \'nen gewaltigen Höhenkoller. Das Force Attack ist dem Kommerz-Wahn unserer Zeit noch nicht erlegen und beruht immer noch in allererster Linie auf Idealismus und Spaß an der Freude. Wie schon in den Vorjahren können sich die Fans demnächst auch diesmal wieder über eine bezahlbare Festival-Mitschnitt DVD freuen, auf der sämtliche 42 Bands mit mindestens einem Song und Foto-Bonusmaterial vertreten sein werden.

Die offizielle Internet-Website www.forceattack.de bietet massenweise nützliche Links, Tipps und Informationen vor und nach jedem FA-Spektakel, auch die Verlinkung unzähliger Besucherfotos ist einen Blick ins Netz wert!

Fazit: Das Force Attack spielt nach 12 unvergesslichen Jahren in der vordersten Liga der trendigsten Open Airs unserer Tage mit, und das soll auch so bleiben! Nirgendwo sonst ist der Weg zum ungetrübten Soundvergnügen und anschließend nahe liegenden Sprung in die Ostsee so kurz wie hier!

Das 13. Force Attack steigt vom 31.07. bis 02.08.2009 wie gewohnt auf der von Ziegen und Schafen ganzjährig gepflegten Behnkenhagener Festwiese!

Andrea Göbel


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