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Keith Caputo & The Sad Eyed Ladies (USA)

Biografie

Bilder

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Keith Caputo & The Sad Eyed Ldies am 16.09.2010 in Bielefeld Foto: Isabell Hartmann

Konzertbericht

KEITH CAPUTO & THE SAD EYED LADIES / TALKING TO TURTLES

Bielefeld, Forum  16.09.2010

Am 16. September 2010 startete Keith Caputo, der Sänger von Life Of Agony, seine Solo Tour durch Deutschland im Bielefelder Forum.

Als Vorgruppe traten die aus der Nähe von Rostock stammenden Talking To Turtles auf. Ihr für mich schwer in ein bestimmtes Genre einzuordnender Sound, an anderer Stelle als surrealer Indie beschrieben, kam nicht nur bei den selbst mitgebrachten Fans gut an, sondern wurde auch vom Rest des Publikums durch begeisterten Applaus belohnt. Besonders das zart ins Mikro gehauchte „Vielen Dank, Dankeschön“ der Keyboarderin am Ende jedes Songs lockerte die Stimmung und zauberte bei vielen Zuhörern ein Schmunzeln ins Gesicht. 

Nach einer kurzen Pause folgte dann der eigentliche Hauptact des Abends. Zunächst betraten die Bandmitglieder nacheinander die spärlich beleuchtete Bühne. Zuletzt nahm Keith Caputo seinen Platz am Mikrofon ein. Ich war etwas verwundert, dass es kaum Applaus gab, was aber daran gelegen haben kann, dass es weder ein Intro noch eine anderweitige Inszenierung gab.

Dieses Auftreten machte deutlich, dass keine Rockshow a la Life Of Agony zu erwarten war, sondern ein von melancholischen Texten und unter die Haut gehenden Melodien geprägter Auftritt folgen sollte. Die intensive, teils schmerzverzerrte Stimme Caputos stach aus dem Sound der Band gnadenlos hervor. Man merkte ihm die in den von ihm geschriebenen Texten verarbeiteten Erfahrungen und Enttäuschungen förmlich an. Wie den meisten seiner Fans bekannt ist, hat er in den letzten Jahren mit einigen privaten Rückschlägen zu kämpfen gehabt. Auch äußerlich war eine Veränderung deutlich zu erkennen. So ist seine gewohnte Kurzhaar Frisur einer Headbangers Ball-Gedächtnis-Matte gewichen. 

Das Publikum freute sich sehr, dass Keith Caputo nach einigen Jahren der Abwesenheit mal wieder in Bielefeld auftrat, war er doch schon öfter mit seiner Band und auch als Solokünstler in der Stadt unterwegs. Die ruhigen Songs wurden andächtig lauschend von den Zuhörern aufgenommen. Nach jedem Lied gab es ausdauernden Applaus. Allerdings kamen die zwischendurch eingestreuten rockigeren Songs noch besser an.

Leider hatte Keith mit seinen Soloalben nicht den ganz großen kommerziellen Erfolg, und ich habe aber nicht den Eindruck, dass er es besonders darauf abgesehen hat. Vielmehr scheint er die Abstecher in die kleineren Hallen zu genießen, steht er doch mit Life Of Agony viel stärker im Fokus des Interesses. Gerade erst beendete er eine große Tour mit ihnen durch die USA zum 20-jährigen Jubiläum von River Runs Red, der ersten Platte der Band.

Darum war ich auch nicht verwundert, dass er auf die Bitte eines Fans er möge doch den bekannten Song seiner Band Lets’s Pretend spielen, mit einem Lächeln antwortete:

„Let’s pretend“, Pause für herausgeforderten Jubel, „that I am going to sing what I want“!

Für mich war dieses Konzert sehr gelungen. Die Live-Qualitäten von Keith Caputo waren mir ja schon vorher bekannt. Ich bin aber jedes Mal wieder aufs Neue von ihm begeistert. Jedem, der die Gelegenheit hat ein Konzert von Keith oder Life Of Agony zu besuchen, kann ich nur empfehlen hinzugehen.

Es lohnt sich!!!

Daniel Hagedorn

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