German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Konzerte in 2000

02.12.2000
Eric Burdon und Man

Eric Burdon (GB)
Man (GB)
11.11.2000
Grave Digger
06.10.2000
Die Happy, Dover, Uncle Ho, Such A Surge



Die Happy
30.09.2000
Inquire

Inquire
08.09.2000
Late September Dogs

Late September Dogs
26.08.2000
TOURTAGEBUCH - EUROPA 2000 Angel Dust, Lefay, Steel Prophet, Stormhammer


Angel Dust
Stormhammer
Steel Prophet (USA)
Lefay (S)
28.07.2000
Knorkator

Knorkator
21.07.2000
Ash Ra Tempel

Ash Ra Tempel
30.06.2000
Knorkator

Knorkator
16.06.2000
Ambrosial Candy, Pulse und Meat Against Bread





Ambrosial Candy
06.05.2000
And One und Second Sight

And One
Second Sight
02.04.2000
Ash Ra Tempel

Ash Ra Tempel
19.02.2000
Nygard und Dementia


Nygard

Insgesamt 317 Konzerte gespeichert

ERIC BURDON und MAN

Kulturhaus Halberstadt

02.12.200

 

Tauchgang im Strudel der Klänge

Burdon entfesselte Emotionen

 

22 Konzerte hatte Eric Burdon - die junggebliebene Rock-Ikone aus Fleisch und Blut - seit Anfang November hinter sich gebracht, bevor er mit seinen New Animals kurz vor Tourende im Halberstädter Kulturhaus am 2.12.2000 ein echtes Bilderbuchkonzert hinlegte, dass lange seinesgleichen sucht und selbst an Publikums-Euphorie wohl kaum noch zu übertreffen war...

 

Das Klangspektakel, schon vorher tagelang Hauptgesprächsthema in der Stadt, hielt nicht nur was es versprach, es übertraf alle Vorstellungen noch um etliche Gitarrenlängen. Die alte Rocker-Kutte aus dem Schrank geholt, standen sie dann am 2.12. abends tief verbunden in freudiger Erwartung vor der Bühne des Kulturhauses, die Halberstädter und Angereisten, denen Rock noch eine Religion und Fender mehr als ein Markenname ist.

 

Schon die Kult-0pener Man aus Wales, die in stetig wandelnden Besetzungen seit 1969 auch heute noch strotzten vor Energie und Spielfreude (und deren Veröffentlichungsliste länger als die Chinesische Mauer ist) zogen die Zuschauer vom ersten Ton an hypnotisch in ihren Bann. Ihre sämtliche Geschwindigkeitsbereiche abdeckenden, nicht enden wollenden und von kribbelnder Dynamik nur so überschäumenden Kompositionen machten sprach- und atemlos. Das aktuelle Line-up hatte mit Mickey Jones (Gitarre, Gesang), Deke Leonard (Gitarre, Gesang), und Martin Ace (Bass, Gesang) die echten Urgesteine am Start, während die Keyboard und Schlagzeug-Positionen von jüngeren Musikern überzeugend ausgefüllt wurden.

 

Die gesamten 60 Minuten Spielzeit beinhalteten ganze fünf Songs der Superlative, (Auswahl aus mittlerweile unzähligen Longplayerveröffentlichungen wie Friday The 13th oder Back Into The Future): The Ride And The View, Love Isn't  Love, C'mon, Stuck Behind The Pope Mobile und Romain, allesamt weite Schwingungs-Ozeane aus packenden Klangvibrationen.

 

Als dann gegen 21.30 Uhr der Held des Abends mit seinen New Animals die Bühne betrat, war das begeisterte Publikum kaum noch zu halten. Man begrüßte den Mann aus dem nordenglischen Arbeiterviertel wie einen heimgekehrten Bruder, wie einen aus der eigenen Jugend herübergewechselten Halbgott. Burdon selbst gab sich keinesfalls als in Starallüren schwelgende Kultfigur, sondern als gutgelaunter, vor Live-Vergnügen nur so strahlender Frontmann, der bis in die letzte Zelle seines Körpers in sich selber zu ruhen schien und die Bühnenatmosphäre aufsog wie ein Schwamm aus Lebensfreude. Gelebter Soul und Rock'n'Roll, weit entfernt von klassischen Klischees. Mit seiner unglaublich wandelbaren (diesmal besonders dosiert und melodisch eingesetzten Stimme) zelebrierte er zwei Stunden lang unvergessene Highlights wie Don´t  Bring Me Down, C.C. Rider, und When I Was Young, bevor er mit San Francisco Nights und House Of The Rising Sun dem Ganzen die Krone aufsetzte.

 

Als er dann noch zur atemberaubenden Interpretation von Godfather Hendrix überging, war die Menschenmenge im Kulturhaus nicht mehr zu bremsen. Mit instrumentaler Unterstützung durch Könner wie Bassist Dave Meros und Schlagzeuger Aynsley Dunbar (der auch schon bei Zappa die Drumsticks schwang), einem unglaublich professionellen, frickelgewandten Dave Restum an der Gitarre und einem fingerfertigen Keyboarder, der gelegentlich auch mal die Geige in die Hand nahm, gelang dieser Abend zu einem nahezu unbeschreiblichen Highlight.

 

Mit Zugaben wurde nicht gespart, Burdon ließ sich während der Show mehrmals zum Autogrammegeben hinreißen und füllte auch die Minuten zwischen den Songs mit seelenvollen, humorigen Kommentaren. (Zitat Burdon: "Ich würde am liebsten mit allen von Euch Liebe machen,- selbst wenn es drei Tage und Nächte dauern sollte!") Das Halberstädter Publikum erlebte am vergangenen Sonnabend einen Eric Burdon in Bestform, der sich, verglichen mit anderen seiner Kultkonzerte, diesmal selber übertraf. Der gestandene Neunundfünfziger durchlebte jede Sekunde der Show in  packender Intensität, hauchte längst vergangenen Zeiten so viel Leben ein, dass es gleich dreimal für die Gegenwart reichte. Das ganze Konzert war (nicht zuletzt auch durch die genial getroffene Auswahl der Vorband) ein einziger Strudel aus packenden Schwingungen, Soundteppichen und Melodiebögen, bei dem jeder Zuschauer willenlos mitgerissen wurde.

 

Allen Vollblut-Fans sei das vor kurzem veröffentlichte Burdon-Best-Of-Album Animals Spirit ans Herz gelegt! 

 

Andrea Göbel

keine Bilder zu diesem Konzert vorhanden

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