German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Jutta Weinhold Band
Jutta Weinhold Band, Hamburg

Biografie

JUTTA WEINHOLD Story (Stand Februar 2023)

Jutta Weinholds Novembertag. 2005

Ziemlich spät habe ich entdeckt, dass es doch jemanden gibt, der sich um die deutsche Rockszene kümmert. Ich finde das großartig und bin sofort Mitglied geworden im „German Rock e.V.“.

Kurt Mitzkatis gibt mir heute die Gelegenheit einfach mal ein paar Gedanken aufzuschreiben. Er war der Meinung es dürfen ruhig ein paar mehr Worte sein. Das mache ich doch gerne. Wahrscheinlich weiß er gar nicht was er mir da für ein Tor aufgemacht hat.

Ich erzähle mal kurz etwas über mich:

Geboren in Essenheim einem damals kleinen Winzerdorf bei Mainz, im Oktober 1947. Im ersten Schuljahr fragte meine Mutter die Lehrerin: Na! Fräulein Müller (damals sagte man noch Frl.) wie macht sich denn die Jutta so im Unterricht? Die Antwort war kurz und klar:“ Ach wissen Sie Frau Weinhold es ist alles soweit in Ordnung mit ihr, aber sie will nur singen.“ Gerade mal sieben Jahre alt und mein Lebensweg war eigentlich schon programmiert. Mit dem „gerne singen“ ging es dann ja auch weiter. Mit 14 war ich in einer Schülerband und das erste Lied das ich mir drauf geschafft habe hieß The House Of The Rising Sun von Eric Burdon und den Animals. Ich weiß noch ganz genau was mir damals daran so gut gefiel. Es ist das „Laut und Leise“ in dem Lied. Der Song fing zart an um am Ende die ganze Welt zusammen zuschreien. Diese Art Gesang hat mich sofort gekickt. Für mich stand fest; das will ich auch können.

Um meine Eltern zu beruhigen schloss ich eine Lehre als Industriekaufmann ab (das hieß damals noch so). Mit der Band gab es immer mal wieder Gigs in den damals noch reichlich vorhandenen Ami-Clubs. Damals waren noch sehr viele amerikanische Soldaten in Deutschland stationiert und die wollten stets nur Live-Musik in ihren Clubs. Eine super Möglichkeit aufzutreten. Sehr gut für viele junge Talente sich zu probieren und zu lernen.

1969 kam das Jahr des endgültigen Aufbruchs. Die, wie ich es nenne Kulturrevolution war in vollem Gange. Der Hammer, der totale Wahnsinn, was da abging. Diese Atmosphäre hat mich einfach umgehauen. Es hat mich geschoben, gedrängt und herausgefordert. Ich war nicht mehr zu halten.

Stell Dir vor: Du hörst zum ersten Mal R o c k m u s i k Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Led Zeppelin, Deep Purple, Pink Floyd. Diese Gitarren, dieser Gesang, dieser Sound. Ich dachte:“ Das soll mein Weg werden!“ Ich wusste genau, dass ich in meinem dörflichen Umfeld nicht länger alt werden würde.

Zeit zu gehen.

Die Musik war die Bestätigung, und sie gab mir den Antrieb es auch zu tun. Da fällt mir eine kleine Geschichte von zu Hause ein. Ich hatte mir zum ersten Mal eine LP von Bob Dylan gekauft und war dabei mich ausgiebig mit seinen komplizierten Texten zu befassen. Irgendwann in der Nacht. Plötzlich stürzte meine Mama ins Zimmer und rief: „Wo ist der Mann? Du hast doch einen Mann im Zimmer, was ist hier los, ich habe doch die ganze Zeit eine Männerstimme gehört.....!“ Nun ja, ich konnte den Irrtum aufklären. Aber es war schon sehr lustig.

Ok, wir waren bei der Revolution. Ich hatte ja meine Lehre Gott sei Dank erfolgreich hinter mich gebracht und war als kaufmännische Angestellte in der Personalabteilung beim ZDF in Mainz gelandet. Als die Zeit dann gekommen war habe ich gekündigt und ab ging die Reise in die unbekannte, weite Welt.

Rock hat mich befreit und nie wieder losgelassen. Für mich war sie der Ausbruch aus dem bürgerlichen Establishment. Rein ins Abenteuer. Rein ins Risiko. Raus aus den Sicherheitszonen Elternhaus und monatlichen Gehaltsschecks. Das war auf einmal nicht mehr wichtig. Wichtig war nur die Rockmusik, die für mich übrigens nicht nur ein Musikstil ist. Es ist meine Lebensphilosophie geworden.

Zuerst habe ich in den Musicals Hair und Jesus Christ Superstar verschiedene Rollen gespielt. So kam ich nach München und dort ging es dann so richtig mit Bands los. John Weinzierl von den Amon Düül hat mir, als Renate Krötenschwanz mal wieder Stress mit ihm hatte, eine Tournee durch Frankreich angeboten und danach noch ein paar Festivals in Deutschland. Das war eine verrückte, sympathische Truppe.

In München, lernte ich auch meinen Mann kennen, einen Tontechniker, mit dem ich heute noch zusammen bin. Ganz schön beständig die Jutta Stimmt's?    

Stimmt!

So eine Beständigkeit hätte ich mir auch mit den Bands gewünscht. Einmal viele, viele Jahre zusammen bleiben um die Musik richtig wachsen zu lassen. Das ist einer meiner unerfüllten Träume. Ich habe immer daran geglaubt, dass Rockmusik -Band- heißt. Es hat leider nie geklappt über einen längeren Zeitraum mit einer Mannschaft kreativ zu sein. Nach einiger Zeit kam immer wieder etwas dazwischen und ich musste erneut von vorn anfangen. Leute zu finden, und wieder muss man die alten Songs einüben um ein Live-Programm zu haben und wieder ging Zeit verloren. Zeit die ich lieber dazu benutzt hätte neue Texte zu schreiben, neue Titel zu komponieren, Konzepte zu erfinden.

Eben kreativ zu sein. Das allerwichtigste wäre gewesen eine Chemie zu konservieren. Aber bei den stetigen Wechseln ist das fast unmöglich. Ich denke die Auswirkung dieses Problems können viele Musiker nachvollziehen, denn es zieht sich wie ein roter Faden durch viele Band-Historien. Es dauert schon ein paar Jahre bevor man endgültig weiß, was man wirklich als Musiker machen will und dieses letztendlich auch umsetzen kann.

Kunst fängt immer mit Kreativität an. Dieses ganze Kopieren...... Schade um die Talente! Wenn man ewig nur nachspielt, wird man nie erleben, was Musik bedeutet. Es geht nicht nur um Parties, Alkohol und Tralalalala. Musik kann ideelle Werte vermitteln, die mittlerweile schon ziemlich verkümmert sind in unserer Gesellschaft. Wenn sich Musik nur noch zu reinem Konsumzwang degradiert dann läuft da etwas gewaltig schief. Ok, das ist meine Meinung. Aber insgeheim hoffe ich, dass es noch ein paar Leute gibt, die das auch so sehen. Musik muss der eigenen Mentalität entsprechen. Dann ist sie unschlagbar. Das Ziel muss das Original sein und nicht die Kopie. Wenn ich mir so die eine oder andere Musikrichtung anschaue dann komme ich mir vor wie Don Quichote der „Ritter der traurigen Gestalt“, das ist der, der gegen Windmühlen kämpfen will.

Ich nehme Rockmusik ernst und liebe den schweren, harten, progressiven Beat. Hör' dir nur alleine Led Zeppelin an, dann spürst du, dann hörst du alles worum es seit Mitte der 60ger Jahren geht. Wie gesagt in München lernte ich meinen Mann kennen der sagte damals zu mir: „Du willst wirklich singen mit Band in Clubs und so?, dann müssen wir nach Hamburg gehen“. Hier formierte sich gerade die Hamburger Szene. Mit der Kaftan Bluesband fing es an in Hamburg. Von Club zu Club. Blues im Logo, im Onkel Pö, in der Fabrik, im Remter, Fährhaus und was es sonst noch so gab.

1975 hatte ich den ersten Kontakt mit dem Business. Bekam einen Schallplattenvertrag und gründete die Jutta Weinhold Band. Ich habe damals zwei LP's gemacht. Mittlerweile lernte ich auch Udo Lindenberg kennen der nahm mich immer mal mit auf Tournee. Ein tolles Erlebnis für mich. Udo hatte damals sehr viel Publikum und das war schon klasse.

Die wilden Siebziger bezeichne ich heute als meine Sturm und Drang Zeit. Sex and Drugs and Rock'n'Roll volle Power. Jeden Tag Weißwein. Satt! Als ich dann wieder mal eine Band zusammenstellen wollte, stellte sich mir die Frage aller Fragen: was will ich werden? Sängerin oder Schluckspecht? Ich habe mich für das erste entschieden. Sonst würde ich heute bestimmt nicht an meinem Computer sitzen und für die German Rock ein paar (hi hi hi) Zeilen schreiben. Heiter ist das Leben ernst ist die Kunst.

Also, seit 1980 no alc, and no drugs at all!

Damit nicht genug ich wollte es nicht zu einfach haben deshalb habe ich zwei Jahre später auch noch aufgehört Zigaretten zu rauchen. Mittlerweile bekomme ich keine Besuche von Rauchern mehr, da kein Mensch Lust hat mit dem Regenschirm auf der Terrasse zu stehen. Allerdings konnte ich bereits ein paar Nikotin Junkies bekehren.

Yeah, und von da an ging es bergauf.

Ein Anruf von der EMI aus Köln, bei denen ich gerade ein paar Demos abgeliefert hatte, machte mir ein Angebot das ich nicht ablehnen konnte. Eine Band hatte bereits die Musik eingespielt und suchte verzweifelt nach dem ultimativen Schreihals. Das war Alex Parches Breslau. Aber auch diese Episode hat nicht lange gedauert. Ich glaube drei oder vier Monate, dann war alles vorbei. Die Presse hatte das Projekt in die rechte Ecke gerückt, da bekam die EMI kalte Füße und ließ uns postwendend fallen wie eine heiße Kartoffel. Meiner Meinung nach war das Material zwar provokativ hatte aber nichts mit einer rechten Ideologie zu tun. Ich empfand die Musik als eine Art heavy Punk mit deutschen Texten. Alex Parche hat eine ziemlich geile Gitarre angeboten.

Wieder ein paar Jahre später, so um 1985 herum, hatte ich dann eine wirklich gute Idee: Zed Yago. Die dramatische Geschichte der imaginären Tochter des Fliegenden Holländers. Das hatte ich mir ausgedacht und zu Papier gebracht, Songs gemacht, Demos mit Fargo Pedder (Peter Knorn) und Fritz Randow eingespielt.

1986 gründete ich die gleichnamige Band. Die erste CD From Over Yonder produziert, Plattenfirma gefunden. Glücklich gewesen, himmelhoch jauchzend doch zwei Jahre später folgte schon der zu Tode betrübte Absturz. Streit mit ein paar Typen in der Band. Wollte neue Leute dazu holen. Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Da wir eine beschissene GBR hatten, Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, und ich den Namen Zed Yago ohne privates Copyright mit eingebracht hatte und somit letztendlich in der Minderheit war, ist der Name der Mehrheit zugesprochen worden.

Diese Leute, die nichts damit zu tun hatten, kein geistiges Recht keine Seele keine Träume, diese Leute hatten die Mehrheit dieser verdammten GBR. Das war die Härte. Ein Zitat von Tagore „...leuchtende Tage nicht weinen, da sie vorüber, lächeln da sie gewesen“. Damals fiel mir der Himmel auf den Kopf. Zwei weitere CDs sind dann noch mit Velvet Viper entstanden, aber leider hat das Publikum nicht so darauf reagiert. Die Chemie war zerstört.

In den Neunzigern habe ich unter Jutta Weinhold eine Soloscheibe To Be Or Not gemacht. Eine Interessante Produktion wie ich finde. Da war noch voll die Power von Zed Yago und Velvet Viper drin mit ganz viel Material zu dem alten Konzept. Doch dann wurde es still. Um mich herum und in mir drin.

Seit zehn Jahren arbeite ich regelmäßig in Musikschulen und leite Gesangsworkshops. Das ist eine schöne Aufgabe da ich dort das tue, was ich am besten kann: Singen. Es ist eine sehr intensive Arbeit und ich habe in den letzten 10 Jahren viel dazugelernt. Zum Beispiel, dass singen glücklich macht und jung hält. Aber ich wäre nicht ein alter Rock-Pionier, wenn es das schon gewesen wäre.

2002 bin ich wieder in der Rockmusik gelandet. Kai Reuter aus Hannover hat mich überredet, was nicht schwer war, unter seiner Regie eine Weinhold Produktion zu machen. From Heaven Through The World To Hell ist 2004 veröffentlicht worden.

Im nächsten Jahr könnte man mit Weinhold noch etwas nachlegen. Material ist genug vorhanden. Ziemlich glücklich bin ich darüber, dass ich die Freiheit habe, losgelöst von den Zwängen der Industrie, die Musik zu machen, die mir gefällt. Gelernt habe ich das zu wollen was ich auch kann.

Was ich mir wünsche?

Dass es genügend Leute gibt, die Lust auf das haben, was ich mache, die zu den Gigs kommen und mir die Gelegenheit geben so zu singen, als ob ich am nächsten Tag tot wäre. Alles in allem bleibe ich gerne so wie ich bin. Ein Rock-Pionier der ersten Stunde. Mit Kraft und Energie, mit Phantasie und Treue, mit Kampf und Zweifel, mit dem Oben und Unten, mit der Solidarität, das ist meine Revolution. Da ist Tiefgang. Dafür bin ich immer zu haben, finde ich und dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

2023 ließ sich Jutta Weinhold von Kurt überreden ihre eigenen Bio fortzuführen.

WIE GING ES WEITER 2006 !

Nach meinen Auftritten in W.O.W. 2004, 2005, habe ich natürlich Blut geleckt und so produzierte Lars Ratz für das Wacken Label Armageddon die nächste Weinhold CD Below The Line 2007 gründete ich die Akustik Randale: Musik aus der Zeit als alle Jungs noch lange Haare hatten. Songs aus den 60gern. Eine akustische Show, die speziell für die kleineren Clubs möglich ist.

2010 hat Ralf Basten Read Between The Lines produziert mit verschiedenen Musikern aus Hamburg, Freunde aus alten Zeiten. Die Jutta Weinhold Band war wieder vollständig on the road angekommen. Wir spielten in verschiedenen Besetzungen.

Als mein Buch veröffentlicht wurde: Die Tochter Des Fliegenden Hollländers Auf Der Suche Nach Der Verlorenen Phantasie war ich wieder seelisch in der Lage meine Zed Yago Songs zu singen. Mit dabei an den Drums mein alter Freund Bubi The Schmied.

2015 kam Holger Marx in die Band und von da an war es klar, dass wir es noch mal ganz genau wissen wollten. Wir schrieben neue Songs und hatten den Plan einer neuen Metal CD im Kopf.

2018 kam die erste neue Velvet Viper CD heraus. Respice Finem unter der Mithilfe von Kai Hansen /Gamma Ray, Helloween entstand: Respice Finem = ist aus der griechischen Mythologie und bedeutet so viel wie: Was immer du tust tue es klug und bedenke das Ende.

Bubi war in der Band, doch leider hat er am 2.1.2018 aufgehört zu atmen. Ein lieber, langjähriger Freund und Kollege hat uns verlassen und es gibt keinen Tag an dem ich nicht an ihn denke.

Das akuelle Velvet Viper Line up ist: Holger Marx, Micha Fromm, Johannes Horas Möllers.

2019 erschien das nächste Album bei Massacre Records: The Pale Man Is Holding A Broken Heart.

Und dann kam Corona: Zeit bis zum Abwinken. Holger und ich haben komponiert, getextet und Demos aufgenommen. Ergebnis eine sehr geile CD/LP: Cosmic Healer

2021 im April wurde sie veröffentlicht.

Immer noch Corona, immer noch Beschränkungungen Clubgigs und Festivals. Also viel Zeit für kreative Menschen, also haben wir ein neues Projekt gegründet Acoustic Pilgrimage eigene Songs von Zed Yago, Velvet Viper, Jutta Weinhold Band.

Jetzt ist die neue Produktion im Kasten: Nothing Compares To Metal erscheint bei Massacre Records.

2023 im Juli ist sie in den Läden. Mit-Prodzent ist Michael Ehrè. Er hat das super gemacht und ist auch unser Sub bei vielen Konzerten, wenn Micha Fromm mal keine Zeit hat. Ich denke wir sind richtig fleißig und der Drang Themen zu finden musikalisch wie auch textlich hört nicht auf. So langsam rollen die Gigs und die Festivals auch wieder an und wir
sind sehr gespannt wie es weiter geht.

Leider gibt es auch heute ein paar Wermutstropfen. Die Clubszene wird beherrscht von den Tribute und Coverbands, so dass nicht mehr viel übrig bleibt für kreative Bands. Das ist wirklich ein Trauerspiel, denn die Welt braucht Originale und keine Kopien. Ich weiß nicht, warum das Publikum zu den Nachspielkapellen geht. Das ist ein großes Thema, aber wir wollen es hier nicht vertiefen.

Es gibt auch Bands, die ihre Musik ernst nehmen und nicht nur Party und Unterhaltung im Kopf haben. Es wäre gut, wenn der Metal sich auch mehr im Underground abspielen würde, denn es werden zu viele Kompromisse gemacht um Chartgerecht zu produzieren.

Ich sage immer: Kompromisse muss man mit Menschen machen, aber in der Kunst geht es gar nicht.

Nachsatz:

Leute geht in die Clubs. Nur so kann man die Veranstalter, die Bühnen, die Bands und letzten Endes unsere geile Musik am Leben erhalten.

Wir sitzen wirklich im selben Boot und wollen nicht dass es untergeht. Mir tun die jungen Bands leid, die keine Chance mehr haben von ihrer Musik zu leben. Das Business kümmert sich nicht mehr um sie. Man liefert die Produktion ab und das
Label veröffentlicht. Ich weiß nicht wie viele, auf jeden Fall Unmengen, neue CDs heutzutage pro Monat auf den Markt geschmissen werden. Leider gibt es niemand mehr, der die Streu vom Weizen trennt. Und so fällt oft das Niveau ins Unterirrdische. Masse statt Klasse.


Mein Vater (Weinbau) hat immer gesagt: wenn 10 kleine Bäumchen in unmittelbarer Nähe gepflanzt werden, wird keines sich groß entwickeln. Wenn zum Beispiel nur drei auf der Fläche angebaut werden, dann schießen sie in die Höhe......

Bei den Clubs ist es meistens so: Man kann den Club mieten oder man zahlt pay by play.....Oder man bekommt den Ticketverkauf an der Abendkasse. Immer bleibt das Risiko zu 100 % bei der Band. Ein Problem. Wenn ich mit jungen Musikern spreche, dann höre ich fast ausnahmslos, dass sie alle in einem anderen Beruf arbeiten um ihre Musik zu finanzieren. Tja. Das sind nicht die besten Voraussetzungen um die Welt zu erobern oder in die Geschichte einzugehen.

„Mann mann mann!“ denke ich dann, was für herrliche Zeiten ich hatte in den 70gern und 80gern. Wir hatten viele Gigs und konnten dabei lernen, lernen, lernen. Und für mich kam der Lernergebnis -smile- 1984/85 als ich meine Idee für Zed Yago hatte, die Tochter des Fliegenden Holländers auf der Suche nach der verlorenen Phantasie, denn ohne Phantasie stirbt die Seele und ohne Seele stirbt der Mensch.

Das sollte von nun an mein Konzept sein. Wie das Ganze im Chaos versunken ist, habe ich ja schon erzählt. Man macht Fehler, wenn man die Welt erobern will, weil man nur die Musik im Kopf hat und sonst: NICHTS.

Ich bin 47er Jahrgang und segele stramm auf die 76 zu in diesem Jahr. Ich kann alles machen was ich machen will. Wir haben Konzerte, kleine und große.

Unsere Freunde und Fans kommen und bei jedem Gig falle ich in einen Jungbrunnen im dem ich eine ganze Weile bleibe. Wir haben viele Titel für unsere Setliste im Angebot. Angefangen bei meinen Zed Yago Songs, Velvet Viper von damals und von heute.

Der kleine Trost nach der Tragödie mit Zed Yago ist, dass ich alle Rechte an meinen Songs habe und damit machen kann was ich will. Nur meine Band darf den Namen Zed Yago nicht benutzen.

2020 hat Massacre dann ein Zed Yago Remaster herausgebracht allerdings unter Velvet Viper.

Es gibt Leute, die sich darüber freuen, dass die Alben wieder akuell zu erwerben sind, andere tun sich etwas schwer daran, dass die Produktionen unter Velvet Viper laufen. Aber das ging halt leider nicht anders.

2022 hat Massacre auch ein sehr geiles Remaster von beiden Velvet Viper LP's aus den Jahren 1990/91 und 1992 herausgebracht.

Nach wie vor gehört jeder Dienstag meinen Elfen vom Gospel-Rock-Chor der Musikschule Hanstedt. Das ist eine super Aufgabe und gibt mir die Chance meine Stimmbänder immer geschmeidig zu halten. Das ist wirklich wichtig um alles singen zu können, was ich singen will. Unser Chor ist sehr unkonventionell und wir haben Platz für kleine und große Talente. Es tut gut, wenn ich merke wie meine Mädels sich entwickeln.

Nun gibt es auch die ersten Auftritte -nach Corona- wieder und wir sind fleißig dabei das Programm einzuüben. Singen macht glücklich und hält jung!

Ich bin jetzt seit 1969 professionell mit der Musik unterwegs. Wollte immer nur eines: zur Rockfamilie gehören und ich habe es bis heute geschafft.

Meine Power und Leidenschaft gehört der Musik und mein Brunnen an Kreativität schöpft sich nicht leer. Ich denke, ich zieh' es durch bis zum Exzess. Wir wissen, dass man im Rock 'n Roll jung stirbt oder gar nicht. Ersteres kann mir schon
nicht mehr passieren.

Ich hoffe wir sehen uns irgendwann in Deiner Stadt in Deinem Club auf Deiner Bühne.

LET METAL BE OUR MASTER

Viele Grüße

Jutta

Anbei ein paar Links zu aktuellen Aufnahmen
Velvet Viper neue Page
https://www.velvet-viper.net


Velvet Viper Keep It True Stream 2021
https://www.youtube.com/watch?v=wyintFEEVIA&t=2171s


Velvet Viper Video: Live Without You 2021
https://www.youtube.com/watch?v=DTkOex_2A9Q


Single -Cosmic Healer CD Cosmic Healer
https://www.youtube.com/watch?v=mO0yWrSQJ3s


Holy Snake Mother CD Cosmic Healer
https://youtu.be/5VqYoThtnnM


Juttas Youtube Kanal:
https://www.youtube.com/user/juttaweinhold60


One eyed Ruler CD The Pale Man Is Holding A Broken Heart
https://www.youtube.com/watch?v=E7UviWlKzl8


Don't leave before wintertime CD Respice Finem
https://www.youtube.com/watch?v=UjT-QjhSG-k


Juttas Facebook Profil

https://www.facebook.com/profle.php?id=100068819401131

Wer noch mehr wissen will.

Schaut mal nach unter:

www.jutta-weinhold.de

Ich freue mich über eure Zuschriften

Jutta Weinhold

Bilder

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Publikum am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Publikum am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold Band am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Boris Englert

Jutta Weinhold und Boris Englert am 12.04.2013 im Beavers in Miltenberg Foto: Privat


Bilder von Festivals


Jutta Weinhold Band auf dem Bikes Music & More Festival 2013 Foto: Uwe Schumacher

Zum Festival

Jutta Weinhold Band auf dem Bikes Music & More Festival 2013 Foto: Uwe Schumacher

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Jutta Weinhold Band auf dem Bikes Music & More Festival 2013 Foto: Uwe Schumacher

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Jutta Weinhold -voc.

Weinhold, Jutta

Sängerin von Zed Yago
Velvet Viper
Breslau
und der Jutta Weinhold Band

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