German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
2.076  Deutsche Bands | 170 Bands - International | 3.645 Musiker | 713 abhörbare Interviews | 466 Festivals | 330 Konzerte

vorstand@germanrock.de | 05405 8959241

  • Startseite
  • Aktuell
    • News
    • Rockradio
    • Rock News Magazin
    • FAQ (PDF download)
  • Unser Verein
    • Vorstand
    • Aktive
    • Geschichte
    • Satzung
    • Klick zu Amazon
    • Mitglied werden
  • Inhalt
    • Deutsche Bands
    • Bands - International
    • Musiker
    • Interviews
    • Festivals
    • Konzerte
    • Specials / Events
    • (Riebes Fachblatt 72-75)
    • Buch / DVD
    • Adressen
  • Interaktiv
    • Pressemitteilungen
    • Pressespiegel
    • Linkpartner werden
  • Login
  • Impressum

2076 Deutsche Bands

Anfangsbuchstabe

0-9 Ä (
A B C D E F
G H I J K L
M N O P Q R
S T U V W X
Y Z

Schifkof
Schifkof

Biografie

SCHIFKOF-Bio

Schiwkof wurde 1988 in der Besetzung mit Udo Dettmann, Andrea Häfer, Andreas Hartrodt, Hans Hermann Hennig, Silke Hennig und Ulf Rickmann in Schwerin gegründet. 

Später war auch Reinhard Lippert dabei. 

Da die Band aus Hamburg und Schwerin, also aus der DDR und der BRD kam, entstand somit eine so genannte deutsch-deutsche Musikgruppe; zunächst mit dem Ansatz akustisches und visuelles gleichberechtigt zu präsentieren. Die Arbeiten bezeichneten sie seinerzeit als Optophone Installationen.

 

Es entstanden experimentelle Klangbilder, die atmosphärisch in die Ereignisse der damaligen Zeit einzuordnen sind. Sie haben für die Produktionen alles Klangmaterial gesammelt, das ihnen in die Hände fiel; sei es mit Kassettenrecorder vor Ort aufgenommen, seien es Fundstücke wie Tonbänder, die im Müll lagen oder sei es fragwürdiges Material der Bundeszentrale für

politische Bildung, das damals gleich nach der Wende die DDR überschwemmte (zum Beispiel: Die Geschichte der deutschen Hymnen: siehe die Replik Germania Nostra).

 

Diese Klangelemente wurden dann mit gespielten akustischen Teilen verwoben, die wiederum passende Zitate aus verschiedenen musikalischen Richtungen, im Besonderen aber starke Anleihen aus der Rockmusik und E-Musik-Elemente, aufwiesen. Auch die Texte sind Fundstücke, wobei die Stimme mehr ästhetische als inhaltliche Funktion hatte. Die Band  wollten keine Geschichten erzählen. Die Resultate sind assoziativ zum Titel des jeweiligen Stücks zu lesen, die aus demSpannungsfeld von Künstlern aus Ost und West herrührten.

Die Fundstücke bildeten den Leitfaden für das, was die Gruppe unter dem Begriff „Deutschland um uns herum im Blick auf Vergangenheit und Zukunft“, als künstlerisches Anliegen zum Ausdruck bringen wollten. Die Arbeiten waren nicht improvisiert, sondern wiederholbar. Zwar nicht Note für Note, aber es gab genaue Handlungsanweisungen. Die Präsentationsform war konzertant, die Akteure und das Equipment waren Bestandteil eines sparsamen Bühnenbildes.

Machmal war es fast dunkel, so dass die Betrachter sich Ihre Bilder in den Köpfen machen mussten. 

Es gab eine Reihe von Konzerten in Galerien und Konzerthäusern bis zum Ende der 90er Jahre.

Die erste Aktion fand Mitte 89 auf einer kleinen Bühne im Haus der Jungen Pioniere in Schwerin statt.

Einige Auftritte on Schiwkof

1989

Schwerin, Theater im Haus Haus der Jungen Pioniere - 

Ist Schulz Wagner  Apenrade, Theater auf dem Knivsberg - Mensch am Sonntag

1990

Kiel, Theater im Sechseckbau - Ich möchte dein Hund sein

1991

Magdeburg, Georg Philipp Telemann Konzerthalle im  Museum Kloster Unser Lieben Frauen - Heimatklänge

1992

Hamburg, Saal der Patriotischen Gesellsellschaft -  Ethik der Nacktheit

1994         

Berlin, Galerie Am Scheunenviertel - Das Rolandslied

1996

Berlin, Galerie Tina Schwichtenberg - Schmerz lass nach

1998  

Schwerin, Kunstverein Schloss Plüschow - Salon

1999    

Hamburg, Westwerk - Ritter, Tod und Teufel  

 

Schiwkof – Germania Nostra

Germania Nostra entstand als Reaktion auf eine Veröffentlichung der Bundeszentrale fürPolitische Bildung. Kurz vor der deutschen Vereinigung verteilte die Bundeszentrale diese als LP, sowie als exklusiv verpackte Tonbandkassette mit dem Titel

„Nationale Symbole, nationale Identität“ in den neuen Ländern. Das Werk enthält eine akustische Geschichte der deutschen Nationalhymnen, wobei die Hymne der DDR, nota bene, auf der LP nicht auftaucht. Die Frage der zukünftigen Nationalhymne für das kommende, vereinigte Deutschland war damals kontrovers in der Diskussion, zumal beide Hymnen ja nicht unproblematisch waren. Die Becher-Hymne wurde lange Jahre nur noch ohne Text gespielt, da diese die Forderung nach der Einheit Deutschlands enthielt, während vom Deutschlandlied, aus bekannten Gründen, nur noch die dritte Strophe gesungen wurde.

Im Ensemble gab es viele Gespräche zu diesem Thema, so dass sich die Band entschloss eine eigene, künstlerische Version mit Anspielungen auf Befindlichkeiten in Ost und West und mit stillen Momenten zum Nachdenken zu komponieren.

Sie besorgten sich kurzerhand 120 Exemplare von der Kassette inklusive des sehr aufwändig gestalteten Kartons und nahm diesen für unsere Version der Geschichte der Hymnen. Die Frontseite des Verpackungskartons bekam ein neues Titelbild aufgeklebt und im Inneren wurde die eigene Kassette mit  Begleitheft eingefügt. Der D-Sticker blieb ‘drin. Damit entstand eine Musikkassette in Form eines Multiples in einer Auflage von 120 Stück.

Germania Nostra ist wie ein Diavortrag aufgebaut. Das Stück besteht aus 17 Abschnitten.

Die Übergänge sind durch das Schaltgeräusch eines Diaprojektors beim Weiterschalten von einem Dia zum nächsten hörbar. Es beginnt mit jeweils einer gleichzeitig gespielten Version der Hymnen aus Ost und West- auf jedem der beiden Stereokanäle eine, gemeinsam oder getrennt zu hören, je nach Hörrichtung zu den Lautsprechern. Im Laufe des Stückes sind verschiedeneInterpretationen beider Hymnen zu hören, sowie andere Teilstücke, die assoziativ zum Thema passen.

Zum Beispiel Abschnitt 14 ist die vertonte Textbeilage zu einer Dia-Serie über eine ferne Galaxie, die die Gruppe im Planetarium im Prenzlauer Berg (Berlin) erstanden haben. Das Sternbild der Berenike ist ein Ort, zu dem auch die Bürger im Westen nicht reisen konnten. Danach ist ein Diaabend über einen Ausflug aller Beteiligter im November ‘89 nach Berlin zu hören.

Den Schluss bilden noch einmal beide Hymnen. Das Deutschlandlied entstand während einer politischen Veranstaltung am 10.11.1989 in Berlin. Die Sänger waren unter anderem Helmut Kohl, Walter Momper, Hans-Dietrich Genscher und Willy Brandt.

Es folgt eine eigene Version der DDR-Hymne, mit einem Augenzwinkern, als Abgesang symbolisch zum letzten Mal gespielt.

Eine Remix-Version von Germania Nostra wurde 2020 zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit als LP veröffentlicht.

 

Quelle: Dieser Text entstand zur Sendung von Germania Nostra zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 im Kultursender des Deutschlandfunks (DLF).

Bilder
keine Bilder gespeichert
Konzertbericht

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
1990 1990 Germania Nostra LP
1991 1991 Bild und Ton - 3 fach LP set LP

Rezensionen

Interviews

Musiker

keine Daten gespeichert

News

Kontakt

Udo Dettmann

he.de@t-online.de

und

German rock e.V.

German Rock e.V. - seit 1998 Förderung deutscher Rockmusik und Aufbau eines allgemein zugänglichen Datenarchivs - jeder kann Mitglied werden und die Szene unterstützen.

Und so kannst du uns auch als Nichtmitglied unterstützen.