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Conti, Alex
Conti, Alex

Biografie

Die ALEX CONTI Story

 
Alex Conti wurde am 02.04.1952 in Berlin geboren. Er spielte bereits1967 in der Avantgarde Rockband Psy Free die Gitarre. Joe Schumann saß an den Keyboards und das Schlagzeug bediente kein Geringerer als Klaus Schulze, der später als einer der führenden Vertreter der ”Elektronischen Musik” noch Karriere machen sollte. Sie traten überall in der Szene auf. Der Ruf, die ”wildeste Psychedelic Rockgruppe” Berlins zu sein, half ihnen aber nicht viel. Ohne je eine Platte aufgenommen zu haben, ging man 1969 getrennte Wege.

Alex stieg daraufhin bei der Hardrockband Curly Curve ein. Er blieb bis 1973. Leider ist er auf den bis heute erschienenen Alben nicht an der Gitarre zu hören, wohl aber auf dem Dreifachsampler Krautrock von Brain, wo er dem Track Queen Of Spades   den Drive gab. Curly Curve bestand aus der Besetzung: Alex Conti: guit., Hanno Bruns: voc., guit., Chris Axel Klöber: keyb.,   Kurt Herkenberg: bass, voc., Hans Wallbaum  : drums, voc.

Im Juni 1974 ging er zu Atlantis. Mit dieser Band spielte er die beiden Alben Ooh Baby und Live ein. Bei Ooh Baby schrieb er gemeinsam mit Adrian Askew sieben von 10 Songs. Die Besetzung zu der Zeit: Inga Rumpf: voc., perc., Adrian Askew: keyb., akk. guit., Alex Conti: guit., Ringo Funk: drums, perc., Karl Heinz Schott: bass, Jean-Jacques Kravetz: piano, Jasper van’t Hoff:   piano.

1975 brachen Atlantis im Sommer zu einer Amerika-Tournee auf. Sie spielten im Vorprogramm von Lynyrd Skynyrd. Während dieser Zeit wurden die Differenzen zwischen Alex und den anderen unübersehbar. Die Konsequenz: er ging. Doch die erfolgreichste Zeit begann erst...

1976 stieg er bei Lake ein. Ergebnis: erste Lake-LP Lake - erreichte die amerikanischen Billboard-Charts Platz 22, die Single Time Bomb Platz 13. Es wurden über 350.000 Alben abgesetzt!! Die erste Besetzung von Lake: James Hopkins Harrison: voc.,   Dieter Ahrendt: drums, Alex Conti: guit., voc., Geoffrey Peacey: keyb., voc., Detlef Petersen: keyb., voc., Martin Tiefensee: bass. Auf Deutschland-Tour waren sie noch im selben Jahr mit Wishbone Ash. Festivals folgten unter anderem mit Santana und mit der Manfred Mann´s Earth Band.

1977 gaben sie Gastspiele mit Genesis, Chicago, Rory Gallagher, Thin Lizzy und Udo Lindenberg. Die Amerika-Tour mit Neil Young, Hall & Oates und Lynyrd Skynyrd fand auch noch im selben Jahr statt. Weiter traten sie in Deutschland mit Chi Coltrane und der zweiten Lake-LP Lake II auf Festivals mit Genesis, Queen und so weiter an.

1978: Amerika-Tour mit Chicago, Beach Boys, Stanley Clarke & Jeff Beck, Europa-Tournee mit Bob Dylan, Eric Clapton. Festival in London-Blackbush - 250.000 Besucher!

1979 Dritte LP: Paradise Island. Im selben Jahr verließen Detlef Petersen, Geoffrey Peacey und Martin Tiefensee die Band. Die Tourstrapazen waren ihnen zu viel geworden. Die neue Besetzung von Lake: James Hopkins Harrison: voc., Dieter Ahrendt: drums, Alex Conti: guit., voc., Frank Hieber: keyb., Achim Oppermann: guit., keyb., Heiko Effertz: bass. Einer ausgedehnten Deutschland-Tournee mit der englischen Rockgruppe Blue im Vorprogramm folgte das Festival auf der Loreley. 1980 erschien die LP Ouch!, produziert von James W. Guercio, der unter anderem auch mit Chicago, Blood Sweat & Tears zusammenarbeitete. Gastsänger auf der LP war Carl Wilson von den Beach Boys. Auf der Europatournee stellte sich heraus: Alex muss Lake aus gesundheitlichen Gründen verlassen! Das hieß nichts anderes als Alkohol- und Drogenwahn. Aber nach einigen sehr harten Monaten fing er sich wieder.

Schon lange wollte er - speziell bei Lake auch mal seine Ideen, seine Musik, auf Platte verewigt sehen. Doch entweder passten seine Titel mal wieder nicht ins Konzept, oder es war die absolute Dominanz der anderen, die ihn Rückzieher um Rückzieher machen ließen. Das erste Ergebnis kam mit der leider recht kurzlebigen Formation Salt III, bei der sein Mitstreiter der Schlagzeuger Zabba Lindner war. Leider erlitt die Gruppe das gleiche Schicksal wie die vielbeschworenen Abrüstungsverhandlungen namens Salt II: man trat hauptsächlich auf der Stelle.

1981 bat ihn Zabba Lindner bei seiner nächsten LP-Produktion mitzuwirken. Zusammen mit Georg Kochbeck ging es im August in ein winziges Studio im tiefsten Teutoburger Wald, und als die Arbeiten für Zabbas Platte schneller als geplant erledigt waren, nutzte Alex die verbliebene Studiozeit und machte an Ort und Stelle ein Demo mit zwei eigenen Stücken. Plattenfirma und Musikverlag fanden sich schnell und so gingen Zabba und Georg wieder zurück in den friedlichen Teutoburger Wald. In nur 28 Tagen (inklusive Abmischen) entstand Alex’ erstes eigenes Werk, schlicht Conti genannt. Sechs der Titel stammen aus der Feder von Alex, zwei schrieb Georg Kochbeck. Alex spielte das, was er immer noch am besten kann: Rock vom Allerfeinsten, virtuos und (meist) natürlich schnell.

1984 folgte noch Continued.

1985 half er sporadisch für zwei Jahre bei Elephant aus.

1987 wirkte er bei Herwig Mitteregger als Blinder Passagier mit. Mit Herwig nahm er auch Immer mehr und 1997 Kann Sein  auf.

1988 gründete sich Rosebud. Die Alben San Simeon und Keep Smiling bieten harten, kompromisslosen Rock. Alex Conti singt mit einer unglaublichen Stimme, zum Beispiel Highlife fast wie Bon Scott von AC/DC. Aber der große Erfolg blieb aus. Die Besetzung von Rosebud: Alex Conti: guit., voc., Mickie Stickdorn: drums, perc., Holger Trull: bass, voc.

Mitte der 90er gab das Trio auf. Alex ging zur Hamburg Blues Band. Und die spielt Bluesrock vom Besten. Obwohl sie selbst großartige Musiker haben, holen sie immer wieder Gaststars zu sich. So hat schon Jack Bruce mitgemacht, und auch Inga Rumpf hat mit dieser Band ein paar großartige Konzerte gegeben.

1996 spielte Alex mit der Hamburg Blues Band das Album Real Stuff ein. Die Besetzung von der Hamburg Blues Band: Gert Lange: voc., guit., Alex Conti: guit., voc., Michael ”Becksi” Becker: bass, Hans Wallbaum: drums, perc., Dick Heckstall-Smith : sax., Clar.

1994 als Alex und Inga sich Ende des Jahres wiedersahen, bekamen sie beide Lust, noch einmal miteinander Musik zu machen. Sie holten Dirk Peter Erchinger (drums) und Jan Eckert ( bass) und gründeten 1995 die Band Rockship. Das erste Album hieß Rough Enough und wurde mit dieser Besetzung aufgenommen.

1997 ging Dirk. Für ihn kam Eddie Fillip. Auf einer sehr stressigen Tournee wurde es dann auch für Jan Eckert zuviel. Der Neue am Bass hieß Arndt Geise .

1998 Alex spielt bei Rockship und Hamburg Blues Band. Mit der Hamburg Blues Band nahm er noch die CD Rollin auf.  

Stand 1998
Quellen:
[Brain-Presse-Info April 1982 zur LP Conti]

Kurt Mitzkatis


Alex Conti

Bilder

1992
Pressefoto

1995
Foto: Rita Mitzkatis

4.4.98
Foto: George G. Schillings

4.4.98
Foto: George G. Schillings

4.4.98
Foto: Harald Stimpel

4.4.98
Foto: Harald Stimpel

4.4.98
Foto: Harald Stimpel

4.4.98
Foto: Harald Stimpel

Konzertbericht

 

 

 

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
1982 Conti LP
1984 Continued LP
1998 Alex Conti's Electric Ballroom (noch unveröff.) LP

Rezensionen

Nein, Alex ist nicht den Weg einiger deutscher Gitarristen gegangen, seien sie nun 52-oder 32jährig. Er hat nicht vom Jazz-Rock zur neuen deutschen Tanzmusik gewechselt, und Punk spielt er erst recht nicht. Nee, er spielt das, was er immer noch am besten kann: Rock vom Allerfeinsten, virtuos und (meist) natürlich schnell. Und befragt, ob er die Welle, die da durchs Land schwappte (und noch schwappt) persönlich gespürt habe, antwortet er mit der nur einem Berliner eigenen Lässigkeit: "Ich besitze ein gesundes Ego, und Trends interessieren mich überhaupt nicht. Neue Sachen kommen halt, werden verarbeitet, und irgendwann geht's wieder nur noch um Musik. Nee, ich hab' darüber erst gar nicht nachgedacht, ich bin einfach ganz unbedarft ins Studio gegangen."So unbedarft hineingehen und mit solch einer Platte wieder herauskommen, das muß ihm erst noch einer nachmachen!
[Brain-Presse-Info April 1982 zur LP "Conti"]

4/98Alex Contis Electric Ballroom

Endlich ist das neue Soloalbum von Alex da. Wieder einmal hat er die Nase voll im Trend. Der hier vorgestellte Stil der sechziger Jahre findet sich derzeit auf allen Samplern wieder, die Sommer-atmosphäre und ein Easy Feeling vermitteln sollen. 2 Beispiele: Der Rare Trax 4 Sampler vomRolling Stone Magazin und die von Repertoire herausgebrachte Popumentary von den Tornados.

Nur hat hier Alex nicht nach dem Zeitgeist geschielt. Diese Perlen wollte er immer schon mal flockig aufbereiten. Der Opener gibt mit Sweet rockin' music (einer Otis Redding Nummer) schon mal die Richtung vor: Musik, die in die Beine geht. All too late klingt nicht wie ein neues Stück, son-dern wie der Ohrwurm, den man irgendwo schon einmal gehört hat. In Out for the nation geht es heftig und schwer zur Sache. Stop in the name of love kommt schon fast leicht daher, da bleiben die Beine nicht ruhig. You've seen it all gefällt mir am besten auf dieser Scheibe, obwohl gerade der andere Rhythmus und die Spielart immer an Spill the wine von Eric Burdon denken läßt. Außerdem läßt Willy De Ville grüßen- im positiven Sinne- und da ist diese Gitarre, die man stundenlang hören kann.... aber 7 Minuten und 36 Sekunden sind auch nicht schlecht, und ein bißchen Santana ist gibt es auch noch. Als nächstes folgt Down to the limit, wieder etwas leichteres. Substitute von den Who kommt fast wie das Original (Alex singt hier selbst). You better believe it ist wieder im Stil der Sechziger Jahre Flowerpower gehalten. Flott aufgemacht ist auch Over under sideways von den Yardbirds, wer möchte da nicht mitklatschen? Wanna be your mate ist wieder ein Eigengewächs, das vielleicht an den Gitarrenpop der frühen Siebziger erinnert. Tin soldier ist in meinen Augen der einzige echte Schwachpunkt. Nicht musi-kalisch, aber Steve Mariotthatte einfach eine Stimme, die nicht nachzumachen ist. Versöhnlich jedoch der Schluß der CD mit der 2. Hommage an die Yardbirds For your love. Da wehen die guten alten Zeiten so herüber, daß Leute von heute ahnen können, was damals begeisterte.

Fazit: Eine CD, die zum Abtanzen einlädt und genau im Trend liegt.Unbedingt mal reinhören und das muß live erlebt werden können. Alex ließ verlauten, daß wir wohl bald die Möglichkeit haben werden. Bei Redaktionsschluß stand noch nicht fest, bei welchem Label die CD erscheint. Sicher ist, das man die Silberlinge auf den Konzerten und bei Two Wolf Records bekommen kann.
[Kurt Mitzkatis]

Interviews

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Interview aus dem Jahr 1998:

10 Fragen an Alex Conti.

    KM : "Seit wann machst Du Musik?"
    AC : "ich habe 1964 zum ersten Mal die Gitarre in die Hand genommen.”
    KM : "Wann war Dein erster öffentlicher Auftritt?"
    AC : "1968 mit der Band Psy Free in Berlin.”
    KM : "Mit welchen Bands hast Du schon gespielt?"
    AC : " Das waren eine ganze Menge z.B. wie schon erwähnt: Psy Free, Fever, Atlantis, Salt 3, Rosebud, Herwig Mitteregger, Lake, Rudolf Rock und die Schocker, Elephant, Zabba Lindner, Hamburg Blues Band, Rockship und noch einige mehr..."
    KM : "Mit wem hast Du am liebsten gearbeitet?"
    AC : "Mit Rosebud, also Mickie Stickdorn und Holger Trull."
    KM : "Wenn Du eine Traumbesetzung haben könntest, mit wem würdest Du gerne auf der Bühne stehen?"
    AC : "Mit Tim Bogert und Carmine Appice im Trio!"
    KM : "Was ist für Dich dein bisher wichtigstes Album?"
    AC : "Keep Smiling von Rosebud 1993."
    KM : "Wo und wann hattest Du die meisten Zuschauer?"
    AC : "1978 in London beim Blackbush-Festival mit Lake im Vorprogramm mit Größen wie z.B. Bob Dylan. Es waren sage und schreibe 250.000 Leute da!"
    KM : "Wo und wann hattest Du die wenigsten Zuschauer?"
    AC : "Kann ich ehrlich nicht sagen. Völlig leer war es nie."
    KM : "Welche Instrumente kannst Du außer der Gitarre noch spielen?"
    AC : " Also, ich singe noch und dann spiele ich leidlich Keyboards und Bass. Beide Instrumente würde ich gerne besser spielen können."
    KM : "Welches ist Deine Lieblingsfarbe?"
    AC : "Obwohl es keine Farbe ist: Schwarz."
    KM : "Danke Alex für das Gespräch."

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