German Rock e.V. | Das Online-Archiv der Deutschen Rockmusik
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Cunningham, Tom

Biografie

Informationen zur Person Tom Cunninghams finden sich im Musikerverzeichnis

[Mit Beiträgen von: Tom Cunningham, Claudia Majcherek, Kurt Mitzkatis]

Bilder

2001
Foto: Kurt Mitzkatis

2001
Foto: Kurt Mitzkatis

Konzertbericht

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Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
0000 What if LP
0000 Tom Cunningham LP
2000 Denn du bist da LP

Rezensionen

TOM CUNNINGHAM

Denn Du bist da


Wenn ein Amerikaner deutsch singt gibt es immer besondere Gründe dafür. Elvis war hier in der Army (Muss I Denn) und David Hasselhoff hatte überhaupt nur hier seine kurze Gesangskarriere.


Bei Tom Cunningham liegt der Fall doch etwas anders. Er lebt schon lange in Berlin und hat schon bei vielen Produktionen mitgewirkt. So unter anderem bei Hannes Wader, Peter Maffay, City und Karat. Er blieb aber immer der Countryszene verbunden und zog durch die Clubs in Berlin, wie auch in Nashville, das er immer wieder besuchte.

Durch eine Reihe von Zufällen sang er die Titelmelodie für die Fernsehserie Happy Birthday mit Witta Pohl. Alle und er selbst am wenigsten hatten damit gerechnet, dass der Song, den er so nebenbei einspielte sehr gut ankam. Er wurde aufgefordert eine ganze CD in Deutsch zu produzieren.

Für ihn kam das erst einmal der Aufforderung gleich Schlagerstar zu werden. Das wollte er auf keinen Fall. Dann aber siegte die Neugier ob es nicht doch möglich wäre Balladen und Countrysongs ins Deutsche zu übersetzen ohne dass die Texte kitschig klingen.

Das Ergebnis ist nun da.

Der Titelsong: Denn Du Bist Da lässt einen erst einmal an einen rockenden Howard Carpendale denken. Das kommt natürlich vom Akzent. Dann aber merkt man, dass die Texte etwas anders sind. Trotzdem ist Denn Du Bist Da natürlich der kommerziellste Titel und erfüllt die Klischees. Trotzdem: gut und locker. Aber schon bei Nun Fängt Das Wieder An merkt man, dass hier kein Schlagerfuzzi singt, sondern Countryrock in Deutsch erklingt.

Typische Story, gefällt mir. Es Ist Vergessen bringt den Zauber den Tom mit seinen Balladen immer ausstrahlt auch hier sehr gut zur Geltung. Einer der schönsten Songs des Albums (hitverdächtig). Gemeinsam Einsam macht deutlich klar, dass hier die Texte mindestens ebenso wichtig sind wie die Musik. Ein schöner Blues.  Little One ist eine Liebeserklärung an seine kleine Tochter- muss man einfach mögen. Angeline ist ein schönes Liebeslied mit dem Zauber der Balladen, wie sie nur Tom hinbekommt. Da stimmt jeder Ton. Dann kommt der stärkste Song der CD Susie. Es ist die alte Geschichte eines Mädchens, das eine Nacht mit einem Rockstar verbracht und auf Liebe hofft - doch der zieht weiter zur nächsten Stadt und zu den nächsten Mädchen.. Sehr sehr stark erzählt! Klasse.
Das Leben Ist Hart Genug erzählt genau das was der Titel sagt. Alltagsfrust. Besonders auffallend die stark akzentbetonte Backingvocals. Sonst aber auch eine schöne Ballade. Nur Ein Traum ist wieder im zwischenmenschlichen Bereich angesiedelt. Ehrliche Gefühle. Eine Liebe, die nicht wahr werden kann. Tom singt das, was wir alle fühlen, wenn die Erkenntnis da ist, dass es nicht funktioniert. Aus Liebe Bist Du Hier ist wieder eine Liebeserklärung an seine Tochter. Einfach nur wunderschön.

Als Bonus ist hier der Titelsong der gleichnamigen Fernsehsendung Happy Birthday noch enthalten. Nach allen anderen Songs stört er schon fast. Er stammt nicht aus der Feder von Tom wie die anderen Tracks. Die Aussage hier ist nahe null. Es ist eben ein aufgeblasener Trailer. Da er aber als Zugabe dient stört er den sehr positiven Gesamteindruck nicht.

Fazit: Hier hat jemand sich wirklich Mühe gegeben Text und Musik gleichermaßen wichtig zu nehmen. Es ist Tom gelungen seine Balladen ins Deutsche zu übertragen. Wer ein bisschen zuhört entdeckt kleine Perlen. Ich glaube nicht an den riesigen kommerziellen Erfolg. Dazu ist die Scheibe zu gut und Tom hört sich oberfächlich zu sehr nach Howie an. Man wird ihn für eine schlechte Kopie halten. Denen kann man dann aber vorhalten: „Du hast nicht zugehört! \"Ein mutiges Unternehmen lieber Tom. Und aus dieser Sicht auch richtig hier beim German Rock e.V.

 

Kurt Mitzkatis

 

 

Interviews

The making of "Denn Du bist da!"[Von Tom Cunningham]

Es ist schon komisch, wie es einem so ergehen kann. Da lebe ich glücklich und zufrieden in Nashville, Tennessee, nach so vielen Jahren in Berlin. Ich lerne neue Songwriter und Musiker kennen, schreibe Songs und spiele in den Clubs. Nicht umsonst nennt man diese Stadt "Music City".

Es ist fast ein ungeschriebenes Gesetz in der Musikszene: Erfolg tritt bei denjenigen Projekten ein, denen man am wenigsten Aufmerksamkeit schenkt, halt solche, die man fast vergessen hat, während man sich auf andere, scheinbar wichtigere, konzentriert.

Ein typisches Beispiel: Kurz vor meiner Abreise nach Nashville im Frühjahr 1997 bat mich Birger Heymann , einen Song im Studio zu singen. Birger ist einer der führenden deutschen Komponisten für Theater, Film und Fernsehen ("Linie Eins"), und ausserdem ein netter Kerl. Ich war froh darüber, mit ihm zu arbeiten, aber etwas erstaunt, als er mir den Text des Songs gab. Er war auf Deutsch.

Obwohl ich vorher bereits für Hunderte von Produktionen Background auf Deutsch gesungen hatte, hatte ich es bislang vermieden, meine Songs auf Deutsch zu singen. Mein Ding war es, in Englisch, meiner Muttersprache, zu singen und englische Texte zu schreiben.

Aber Birger gefiel meine Stimme, und er bestand darauf , daß ich es versuchte. Was ich dann auch tat, und es hörte sich gut an, und somit war jeder zufrieden. Als ich Berlin Lebewohl sagte, um mich in die sonnigen Gefilde von Nashville, Tennessee, USA, zu begeben, habe ich dann auch nicht weiter darüber nachgedacht.

Bis mich Birger über ein Jahr später in Nashville anrief. Der Song wurde als Titelmelodie für eine TV-Serie benutzt, "Happy Birthday", die wöchentlich zur Hauptsendezeit in der ARD ausgestrahlt wurde. Die Sendung war beliebt, und entsprechend auch der Song, und deshalb wollte Birger ihn noch einmal aufnehmen, diesmal als längere Version, die dann als Single veröffentlicht werden sollte.

Ich konnte Birger davon überzeugen, für die Produktion nach Nashville zu kommen. Irgendwie ist diese kleine Stadt mit nur einer halben Million Seelen etwas ganz Besonderes mit ihren großartigen Musikern, Studios, Toningenieuren, etc., die alles erstklassig spielen und aufnehmen können, von Jazz über Soul bis hin zu Rock und Country.

Ich buchte das Studio und die Musiker, und Birger kam im Herbst '98. Nach einem Abendessen zwei Tage vor Beginn der Aufnahmen spielte ich ihm einen Song vor, den ich gerade geschrieben hatte. Ich hatte ihn für meine Tochter geschrieben, die gerade zwei Jahre alt geworden war.

Kleine Rückblende: Ich erinnere mich an den Moment, als sie geboren war und ich in diese wunderschönen, klaren blauen Augen schaute. Von Rührung überwältigt, dachte ich: Oh Mann, ich muss einfach ein Lied über sie schreiben! üblicherweise sind Ereignisse wie die Geburt deines Kindes Rohmaterial für Songs, und als Songwriter hast du dieses Bedürfnis, deine Gefühle mit Musik und Worten auszudrücken.

An dem Tag, als Lynn also zur Welt kam, fing ich damit an, ein paar Zeilen in mein Notizbuch zu schreiben. Nach und nach fügte ich ein paar hinzu. Und dann war sie eines Tages schon zwei Jahre alt, und ich dachte, Mensch, ich klemm' mich besser mal dahinter und mach' den Song fertig!

In der Zwischenzeit hatte ich all die Erfahrungen gemacht, die jeder frischgebackene Daddy kennt - Zwei linke Hände haben beim Wechseln der Windel deines zappelnden Babys und dieses unwiderstehliche Lächeln. Dies war der Ausgangspunkt für den Text.

Bear with me kidGive me the benefit of the doubtWe've got this here diaper that we've got to figure outNow we've got it on youAnd it don't look half badYou see, I'm no expert - only a dadMy little oneClose your pretty eyes'Cause I don't know any lullabiesBut no matter what may come, you'll always beMy little oneMomma's out tonightShe deserves a breakI'm the new man on the job, but it's a piece of cakeThe hours may be longBut the pay is outtasiteA crooked little smile, and a baby kiss goodnightYou're in a hurry to grow upTo be bigger than you areTo put on Mommy's lipstickAnd play Dadddy's guitarQuick, where is the camera?We use it constantlyTo capture you right here and nowFor all eternityIch spielte "My Little One" Birger vor, und der Song gefiel ihm gut. Da gäbe es nur ein Problem, meinte er. Falls wir ihn wirklich für unser Projekt benutzen wollten, müsste er auf Deutsch sein.

"Happy Birthday" als einmalige Gelegenheit auf Deutsch zu singen, war eine Sache, aber einen Song in dieser Sprache schreiben? Gut, ich hatte bereits viele Jahre in Deutschland als Songwriter und Künstler verbracht, aber meine Arbeit war immer in meiner Muttersprache gewesen. Einige Kollegen kamen ausserdem zu mir und baten mich um Hilfe, was ihre Songtexte und englische Aussprache betraf.

Viele dieser Liedertexte waren wirklich schrecklich: Kinderreime, die einfach keinen Sinn machten. Und dann noch mit diesem starken "teutonischen" Akzent gesungen!

Immer wieder habe ich sie gefragt: Warum schreibst Du Deine Songs nicht in Deiner Muttersprache? Ach, das hört sich nicht gut an, bekam ich als Antwort. Deutsch ist die Sprache von Schiller und Goethe, nicht die des Rock'n' Rolls, Blues oder Pop. Sie ist einfach unmusikalisch. Ausserdem gibt es da noch eine andere Gefahr, fügten sie hinzu. Was passiert, wenn Du versuchst, eine einfache Phrase zu schreiben, die ein schlichtes Gefühl beschreiben soll? Zum Beispiel: Bob Dylan schrieb "I want you, I want you, I want you so bad". Das hört sich dann so an: "Ich will Dich, ich will Dich, ich will Dich so sehr." Und was haben wir hier?

Einen Schlager. Folter, Elend., Knast und Seuche.´= Schlager.

Für meine deutschen Freunde der "In-Musikszene" war alles, was auch nur im Entferntesten irgendetwas mit Schlager zu tun hatte, schlimmer als der Tod. Ein Bild von Nino di Angelo klebte Anfang der Achtziger im Pissoir der Toilette des Preussenton Studios in Berlin-Reinickendorf. Beim Pinkeln hast du genau auf sein Gesicht gezielt. Das war die Art von Respekt, die einem Schlagersänger entgegengebracht wurde.

Ich glaube, all das hatte ich im Hinterkopf, als ich mich hinsetzte, um meinen ersten Songtext auf Deutsch zu schreiben: die deutsche Version von "My Little One." Na ja, dachte ich, Amerikaner sind ja eh bekannt für ihre tollkühne Einstellung. So schwer kann das doch nicht sein!

Und im Nu war der Text auch fertig (es half, daß ich den Titel auf Englisch ließ). Heike Haddenbrock, eine Freundin von mir, überprüfte den Text auf Fehler, und voila, vor mir lag das Endprodukt:

Es ist schon 19:00Und es ist jetzt ZeitEinmal Zähne putzenUnd dann sagen wir "good night"Windeln wechseln, nicht so einfachJa, mein kleines KindDein Daddy tut sein BestesWir kriegen das schon hinMy little oneHör mir mal gut zuEs gibt keine, die so ist wie duUnd egal was auch kommtDu wirst immer seinMy little oneMama hat ihren FrauenabendWir gönnen ihn ihr schonDu gibst mir ein LächelnDas ist der beste LohnEs war ein schöner AbendNur ich und duTräum was schönes, kleine MausMach die Augen zuDu bist so in Eile,Ganz groß willst Du sein,Laufen kannst Du heute schon,Was wird morgen sein?Vielleicht spielst Du die GitarreUnd singst du mir ein LiedVon allem was Dein Herz begehrtUnd jedem den Du liebstAuch im nächsten Song, "Love is the Reason You are Here", geht es um meine Tochter. Er hört sich folgendermassen an:

Die Sonne ist warm, rund und gelbSchau mal auf das gold'ne FeldDer Himmel ist blau, das Gras ist grünEs gibt so viel zu seh'nDu machst deine kleinen Augen aufJa, du bist schon sehr gut draufEs gibt viel zu lernen, es macht SpaßViel Neues jeden TagUnd du denkst ich weiß viel, was ich an dich weitergeben kannDoch du wirst schon sehen, Dein Herz wird es dir sagen irgendwannImmer wenn du schaust zu mirDann sage ich es dirAus Liebe bist du hierIch kann nur sagen, wunderbarEs ist kaum zu glauben, du bist daDie Welt reserviert einen SonderplatzAlleine für dich, mein SchatzUnd du denkst ich weiß viel, was ich an dich weitergeben kannDoch du wirst schon sehen, Dein Herz wird es dir sagen irgendwannImmer wenn du schaust zu mirDann sage ich es dirAus Liebe bist du hierNachdem ich nun zwei Jahre in Nashville gelebt hatte, war es Zeit im Frühjahr '99 Berlin zu besuchen. Wir schalteten eines Abends den Fernseher ein, und, nicht zu glauben, zu sehen war Witta Pohl als mutige Hebamme in dieser ARD-Serie "Happy Birthday". Die Titelmelodie, gesungen von meiner Wenigkeit, lief im Hintergrund. Und mein Name wurde sogar beim Nachspann gezeigt. Offensichtlich war die Serie ein grosser Erfolg, und der Titelsong mit meiner Stimme - auf Deutsch - wurde jede Woche von Millionen von Fernsehzuschaürn gehört.

Die Plattenfirma, die die Single herausgebracht hatte, bat darum, sich mehr Material anhören zu können. Ich spielte ihnen "My Little One" und "Aus Liebe bist Du hier", meine anderen beiden deutschen Songs, vor. Ihre Reaktion war:

Wie wäre es mit einem neuen Album für uns .....

Auf Deutsch?

Ein ganzes Album in der deutschen Sprache. Oh Mann - auf was habe ich mich da eingelassen? Melodien und Musik zu komponieren, fiel mir immer leicht, aber gute Texte zu schreiben - das ist etwas ganz anderes. Selbst für einen guten Text in Englisch (meiner Muttersprache), benötigt man viel künstlerisches Geschick und Einfallsreichtum, und das kann Tage oder sogar Wochen dauern.

Und jetzt soll ich ein ganzes Album schreiben - auf Deutsch?

Eine Zeit lang habe ich gemeinsam mit Barbara Cloyd Texte geschrieben, sie ist eine der führenden Songwriter in Nashville, die auch "I Guess You Should Have Been There" für Lorrie Morgan geschrieben hat. Eines Tages spielte sie mir eine sehr ansprechende Melodie vor, etwas, an dem sie gemeinsam mit Jon Robbin gearbeitet hatte. Sofort hatte ich eine Idee für den Refrain:

"Es ist vergessen, es ist vergeben, lass uns einfach weiterleben..."

Ich sagte so zu mir selbst, daß dies sicherlich ein Gefühl sei, mit dem jeder etwas anfangen kann.

Okay, also noch ein deutsches Lied, "Es ist vergessen", das ich in meine Sammlung aufnehmen kann. Es wurde mir jedoch schnell erschreckend klar, daß es über meine Fähigkeiten ging, noch weitere sieben Lieder auf Deutsch zu schreiben.

Dann traf meine gute Freundin und Texterin Katy Ipu in Nashville ein. Welch ein Glück - sie kam wegen des Country Music Fan Fairs hierher, der jedes Jahr im Juni stattfindet. Ich schnappte sie mir auf dem Fan Fair, und wir verbrachten eine Woche damit, wie wild Texte zu schreiben.

Ich bin damit großgeworden, Rock, Blues, und Rock'n'Roll zu singen. Eines Tages fragte ich Katy, ob es wohl überhaupt möglich sei, eine amerikanische Rock'n'Roll Story in einen deutschen Song einzubauen - zum Beispiel eine Frau im roten Kleid, ein Auto, ein Sechserpack Bier, halt diese Art von Geschichte. Wie Bob Seger oder Chuck Berry ("Oh Maybelline, why 'cain't' you be true ...) es singen würden.

Ich liebe die Art, wie Katy sagt: "Klar, kein Problem." Den Titel hatte ich bereits schon: "Nun fängt das wieder an." Gemeinsam schrieben wir den Song schnell fertig:Ich hab´ dich geseh´n drüben im SupermarktDu warst echt cool und ich fand dich gleich starkDein enges rotes Kleid machte mich einfach vollkommen an.Und mein kleines Herz sagte " halt", "Schluß" "stop"Mann oh MannNun fängt das wieder anAuch ich bin bloß ein MannDas ganze alte Spiel geht losNun fängt das wieder an.Nun fängt das wieder anBaby, du guckst mich anwie soll ich dir nur wiedersteh´nNun fängt das wieder an.Du gingst auf den Parkplatz und ich rannte dir nachWie schön, daß dein Auto gleich neben meinem standIch packte meinen Sechser-Pack in´ KofferraumDu winktest mir zuDu sagtest fahr mir nach - das ist schönDoch meine alte Kiste sprang nicht anNun fängt das wieder anMein Auto will nicht fahr´nWie soll ich dir nun folgennun fängt das wieder an.Du riefst mir zu "Junge was hast du für`n Schadenich hole meinen Freund mit dem Starthilfekabel"Nun fängt das wieder anDu hast ´nen and´ren MannWie immer bin ich nur der ClownNun fängt das wieder anNun fängt das wieder anWas hab´ ich bloß getanSchon wieder ging `ne Chance vorbeiNun fängt das wieder anDer erste Song des Albums, "Denn Du bist da", entstand auf ganz ungewöhnliche Art: Ich träumte darüber.

Es heisst, daß der grosse klassische Komponist Georg Friedrich Händel eines Nachts einschlief und bis ins letzte Detail den ersten Satz seiner berühmten Wassermusik träumte. Nachdem er aufgewacht war, schrieb er ihn einfach auf, und sein Werk war vollendet (Diese Geschichte hat mich schon immer beeindruckt. Hierum geht es auch in meinem Song "I Do My Best Work In My Sleep" meines letzten Albums "... a little time".)

Eines Morgens wachte ich in Nashville schweissgebadet um 5 Uhr auf. Ich hatte geträumt, dass ich einen Song singen würde, während ich mit 4 oder 5 anderen Leuten in einem weissen Zimmer sässe und auf der Gitarre spielte. Ich schaffte es so gerade noch, den Refrain auf Kassette aufzunehmen, an deren Worte und Melodie ich mich noch gut erinnern konnte, dann schlief ich sofort wieder ein.

I can't eat, I can't sleep'Cause into my dreams you'll creepI guess I'm in too deep, it must be love.

Ich habe den Song den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen, und noch Tage später beschäftigte er mich. Zunächst war ich davon überzeugt gewesen, ihn schon mal irgendwo gehört zu haben, und daß er mir im Traum einfach wieder eingefallen war. Ich sprach mit vielen Freunden darüber, und einige durchsuchten das Internet, aber, obwohl es viele "It Must Be Love"-Songs gab, konnte keiner einen anderen Song finden, der auch nur andeutungsweise meinem ähnelte.

Also war es wohl mein Original. Vielleicht stimmt es ja: I do do my best work in my sleep!Welch ein Omen. Ich hatte den ersten Song meines neuen Albums geträumt.

Ich gab den Text und die Melodie an Katy weiter, die zu dem Zeitpunkt bereits wieder auf ihrem Weg zurück nach Berlin war. Einige Tage später kam der fertige Text per E-mail bei mir an: "Denn Du bist da". Der perfekte Anfang für das neue Album.

Ganz egal wo ich binEgal was ich tuIch denk´ an dichUnd mein Herz spielt absolut verrücktIch hab´ niemals geglaubtDaß es das für mich gibtIch bin verliebtUnd ich weiß, ich will nie mehr zurückMir wird kalt, mir wird heißIch sehe dich und weißEs ist auf einmal klarDenn du bist daJeden Tag, jede NachtIch will dich ganz und garEs ist auf einmal klarDenn du bist daOb die Sonne nun scheintOb der Regen fälltWas auch sonst geschiehtIch will für immer bei dir seinAlle Zweifel vorbeiAlles ist einerleiDenn ich bin verliebtUnd der Mond scheint hell so wie noch nieJa, Du bist dasag´ wie konnte ich nur leben ohne dich

Viel Spass mit dem neuen Album und alles Gute,
Tom

Musiker

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News

TOURDATEN:
am 30. Oktober 2010 wird der Singer/Songwriter Tom Cunningham ein Konzert im Berliner \"Tempodrom\" (Kleine Arena) geben.

 

 

 

Kontakt

Tom Cunningham-Club
Koloniestraße 73
13359 Berlin
mail@tomcunningham.de

Offizielle Page: www.tomcunningham.de

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