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2076 Deutsche Bands

Anfangsbuchstabe

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Lake

Biografie

1976
Erste Lake-LP "Lake" - erreichte die amerikanischen Billboard-Charts Platz 22, dieSingle"TimeBomb"Platz 13.
Deutschland-Tour mit Wishbone Ash. - Festivals mit Santana und Manfred Man.

1977
Amerika-Tour mit Neil Young, Hall & Oates und Lynard Skynard.
Deutschland-Tour mit Chi Coltrane und der zweiten Lake-LP "Lake II"
Festivals mit Genesis, Queen etc.

1978
Amerika-Tour mit Chicago, Beach Boys, Stanley Clarke & Jeff Beck.
Europa-Tournee mit Bob Dylan, Eric Clapton.
Festival in London-Blackbush - 250.000 Besucher.
Dritte Lake-LP "Paradise Island".

1979
Detlef Petersen, Geoffrey Peacey und Martin Tiefensee verlassen Lake, die Tourstrapazen sind ihnen zuviel geworden. Keiner der Musiker gründet eine neue Band oder steiget in eine andere ein.
Lake-Tournee in Deutschland mit der englischen Rockgruppe "Blue" im Vorprogramm.
Festival auf der Loreley.

1980
Vierte Lake-LP "OUCH". Produziert von James W. Guercio, Produzent von Chicago, Blood Sweat & Tears. Gastsänger auf der LP ist Carl Wilson von denBeach Boys.
-Europatournee- Alex Conti muß Lake aus gesundheitlichen Gründen verlassen

[Mit Beiträgen von: Kurt Mitzkatis, Ralf Saak, Stephan Schelle]

© 1998, 2003 german rock e.v.
- 08-Juli-1998 -

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Ulrich Heise

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Konzertbericht

Der Speicher, Schwerin, 01.02.2003

Bei der Vorankündigung war man geneigt zu glauben, wieder eine dieser unsäglichen Reunions. Wer kennt die eigentlich noch, wer braucht das? Aber wer braucht "Deutschland sucht den Superstar oder "The Osbournes?"

Zum Glück gab es eingeschworene Lake-Fans und solche, die es werden sollten, so dass der Speicher sehr gut gefüllt war. Lake hat auch heute noch etwas zu sagen, wenngleich nur Alex Conti (g,voc) von der Urbesetzung dabei ist. Aber letztendlich prägte er die äußerst erfolgreiche Mark-I-Phase von Lake und hatte für die Reunion die volle Zustimmung von Detlef Petersen, der ja immer als Producer und Komponist etwas im Hintergrund arbeitete.

Für viele Fans stellte sich die Frage, wer kann die Stelle des leider viel zu früh verstorbenen Sängers James Hopkins-Harrison übernehmen? Angekündigt war lan Cussick, der kurze Zeit in den Anfangstagen von Lake am Mikro stand. Aber nach einem unglücklichen Beginn und fast gecancelten Gig trennten sich Conti und Mannen von Cussick und fanden mit Mike Starrs (Lucifer's Friend, Colosseum II) mehr als einen Ersatz.

So war dieser Auftritt im Speicher die eigentliche Band-Premiere. In nur knapp drei(!!!) Wochen hatte sich Starrs das Programm eingeübt und so störte es wenig, dass er ab und zu zum Noten-/Textblatt sehen musste. Souverän und sicher sang er sich durch das 120-minütige Set. Ansonsten scharte Conti Freunde aus seiner langen musikalischen Laufbahn um sich, und die Deutsch-Rock-Szene scheint auch eine große Familie zu sein, denn jeder hatte schon mit jedem gespielt.

George Kochbeck bearbeitete agil und gewohnt gekonnt die Keyboards und übernahm bei den beiden Don Henley Coverversionen Drivin' With Your Eyes Closed und Dirty Laundry den Gesang. Becksi Becker hatte sichtlich Freude an seinem Bass und trug wesentlich zum gelungenen Satzgesang bei. Es war erstaunlich, wie brillant der Harmoniegesang von Conti, Kochbeck und Becker zu den Lead-Vocals von Starrs rüberkam. An den Drums saß Mickie Stickdorn, der zuvor schon bei Produktionen von Conti, Kochbeck, Inga Rumpf usw. getrommelt hatte.

Lake präsentierte an diesem Abend hauptsächlich Songs der ersten drei Alben und bestätigten auch nach 25 Jahren, dass die Band "live absolut das hält, was sie auf Platte verspricht" (Sounds). On The Run und Jesus Came Down, die beiden Hits in den USA, hatten nichts an Reiz verloren und schienen alle (!!!) zu kennen. Mit Between The Lines war dann Lake I wie eine Frischzellenkur abgearbeitet.

Wie zeitlos gute Musik sein kann, bekam das gut gelaunte Publikum mit See Them Glow, Red Lake, Angel In Disguise als Medley mit Glad To Be Here und schließlich als dritte. Zugabe mit Scoobie Doobies zu hören. Aus dem Album Paradise Island stammte das erwähnte Glad To Be Here und Hopeless Love. Wer also detailfreudigen Rock mag, der wurde bestens bedient, wenn auch Conti nicht immer zufrieden schien. Die kleinen Patzer, wurden von den meisten gar nicht bemerkt, gaben dem Abend etwas Warmes und Natürliches. Es war eben handgemachte Musik.

Vor einer kleinen Pause ehrte Conti, diesmal auch Lead-vocals, Duane Allman mit einem Blues. Schließlich kamen Steely Dan, gut im Set eingebaut, mit Josie und natürlich Black Friday zu Ehren.

Fazit: Von derartigen Reunions braucht der wahre Musik-Fan noch viel mehr und außerdem haben Boston, Journey, Manfred Mann ... auch neue Musiker/Sänger. Für Lake also: Glad to be here.

PS. : Grüße an Wallenstein und Elephant und ...

[Uwe Steuer]

© 1998, 2003 german rock e.v.
- 08-Juli-1998 - {/p

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Interviews

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- 21-Juli-2002 - {/p

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