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Kagerou (J)

Biografie

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Konzertbericht

KAGEROU (J)

München, Große Georg-Elser-Halle, 21.10.2005
Siehe: Coupling Tour mit D\'espairs Ray

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
2006 Shinjuuka CD
2006 Kurohata CD

Rezensionen

KAGEROU (J)

Kurohata

2006, Gan-Shin

Die neueste CD der Tokyoter Indie-Rocker Kagerou bestellt man am besten im Fachhandel oder übers Internet. Ob nämlich der durchschnittliche Mitarbeiter der großen Ketten in der Lage ist, die Scheibe richtig einzusortieren, ziehe ich mangels Beschriftung, geschweige denn in lateinischer Schrift, stark in Zweifel.

Auch sonst entzieht sich die leider letzte Albumveröffentlichung Kagerous jeglicher Kategorisierung abseits von J-Rock. Vergleichen lassen sie sich selbst mit Landsmännern nur bedingt, zumal das auf Kurohata gebotene Material sehr abwechslungsreich zwischen ruhigen, langsamen Songs und aggressiv gebrüllten Tracks variiert. Manchmal kommen Nightmare-Fans auf ihre Kosten, manchmal eher Diru-Anhänger.

Ihre Lyrics sind durchgehend japanisch gehalten. Englisch-deutsches Textblatt liegt der Gan-Shin-Version von Kurohata jedoch bei.

Bekannt wurde die Gruppe in Europa durch ihre regelmäßige Livepräsenz, z.B. mit D\'espairsRay oder bei Rock am Ring. 1999 gegründet lösen sich Kagerou nach ihren letzten Konzerten, u.a. im Dezember 2006 in Berlin, endgültig auf.

Jürgen Hornschuh


KAGEROU (J)

Shinjuuka

2006, Gan-Shin, GSCD-024

Punk, Core, Metal, Goth. Kagerou waren unter dem weit ausladenden Dach des J-Rock Teil all dieser Genres. Lang genug, fanden sie wohl. Denn zwischen 1999 und 2006 sammelte sich genug Material an, um vier Alben und einen Arsch voll Singles vom Stapel zu lassen. Und es blieb sogar noch genug übrig, um den Fans ein Doppelalbum voller B-Seiten, Raritäten und auch sonst sehr geiler Songs zu hinterlassen.

Zweieinhalb Stunden. 35 Tracks! Da wandelt sich das geflügelte Wort vom Schwanengesang leicht in eine ganze Schwanenoper. Übrigens beileibe keine Sammlung von Ausschuss: Sakurakurakura, XII Dizzy, Wrist-cutter und viele andere Stücke repräsentieren die Band in voller Blüte, laden zum herum Moshen ein und außerdem zum mit Brüllen. Hier offenbaren sich dem J-Rock-Fan gleich Dutzende guter Songs, auch wenn sie für Außenstehende zunächst ähnlich befremdlich wie Dir en grey klingen mögen, da sie doch ihren eigenen, unangepassten Style hatten.

Aus welchen Gründen sich Kagerou auch immer aufgelöst haben mögen: Wiedersehen werden wir sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr, denn dem stehen gesundheitliche Probleme entgegen. Knapp 20 Euro für ein Denkmal dürften nicht zu viel verlangt sein. Also greift zu!

Jürgen Hornschuh

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