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Stratovarius (FIN)
Stratovarius (FIN)

Biografie

STRATOVARIUS (FIN)

(Bio bis 2001)

Gegründet wurde die Band bereits 1984 von Schlagzeuger und Sänger Tuomo Lassila, Bassist John Vihervä und Gitarrist Staffan Strählman in Helsinki. Mit dem gleichen Lineup waren die drei Finnen schon vorher als Black Water aufgetreten. Die Musik der frühen Stratovarius war anders als die heutige. Damals waren sie stark von zum Beispiel Black Sabbath und Ozzy Osbourne beeinflusst, lediglich Staffan brachte einige klassische Elemente ein. Ende 1984 verließ John die Band. Er wurde ersetzt durch Jyrki Lentonen, der vorher mit Timo Tolkki zusammen in einer Band namens Road Block gespielt hatte.

 

1985 stieg Staffan aus, ausgerechnet eine Woche bevor Stratovarius in Aalborg (Dänemark) spielen sollten. Eigentlich eine absolute Katastrophe für eine Band, aber in diesem Fall erwies sich der plötzliche Ausstieg des Gitarristen als Glücksfall, was natürlich zum damaligen Zeitpunkt noch niemand ahnte. Tuomo rief Timo Tolkki an und fragte ihn, ob er einsteigen würde. Kein Problem, er lernte die Songs von Cassette und reiste mit nach Dänemark.

 

Kurze Zeit später übernahm er zusätzlich zur Gitarre den Part des Leadsängers, den bis dahin Tuomo inne hatte. Und die Musik von Stratovarius begann zu der zu werden, die sie heute ist: sehr melodisch und klassisch beeinflusst. Timo bestimmte den Stil und brachte seine Vorlieben für Blackmore, Rainbow und barocke Musik ein. Die Band probte fleißig, spielte oft in Helsinki und nahm 1987 ihre erste Demo mit den Titeln Future Shock, Fright Night und Night Screamer auf. Das Demo schickten die Jungs an diverse finnische Plattenfirmen. CBS Finnland nahm die Gruppe schließlich unter Vertrag, nachdem sie einen Auftritt im Tavastia Club in Helsinki gesehen hatten.

 

Mit Antti Ikonen als neuem Keyboarder stand mal wieder ein Personalwechsel an. 1988 wurde die erste Single Future Shock / Witch Hunt aufgenommen, Anfang 1989 folgte die zweite Single Black Night / Night Screamer. Im Mai 1989 erschien dann endlich das erste Album mit dem Titel Fright Night. Dann folgten im Sommer und Herbst viele Auftritte, dabei war auch ein riesiger Open Air Gig beim Giants of Rock in Hämeenlinna mit Antrax und vielen anderen Metal Acts. Danach verließ Jyrki die Band.

 

Obwohl genügend neues Material vorhanden war und Stratovarius 1990 ein zweites Demo eingespielt hatten verlor CBS das Interesse an ihnen. Doch die Finnen gaben nicht auf, probten weiter und komponierten neue Songs, um am Ende ein zweites Album zu veröffentlichen ganz ohne Vertrag und selbst finanziert. Die CD mit dem Titel Stratovarius II kam Anfang 1992 in Finnland auf den Markt. Sämtliche Bassparts hatte Timo übernommen, obwohl auf dem Cover Jari Behm als Bassist zu sehen ist. Der war jedoch nur für kurze Zeit Mitglied der Band, sein Stil passte einfach nicht zu Stratovarius. Das Album wurde mehr oder weniger ein Flop, heute wird die CD allerdings als Rarität gehandelt. Doch anstatt nun den Kopf in den Sand zu stecken wurde die Gruppe, allen voran Timo Tolkki, nun international aktiv. Bänder wurden in alle Welt verschickt, denn außerhalb Finnlands sahen Stratovarius ihre Chance. Das deutsche Label Shark biss an und nahm die Finnen unter Vertrag. Unter dem Namen Twilight Time kam so Stratovarius II im Oktober 1992 europaweit auf den Markt, lediglich das Cover hatte man verändert und zwei Titel in der Reihenfolge vertauscht. Doch der Erfolg blieb aus. Aber die Japaner zeigten großes Interesse, ein Vertrag mit JVC Victor kam zustande, und Twilight Time erschien im Juli 1993 in Japan. Fünf Monate hielt sich die CD in den Top 10 der Import Scheiben, das bedeutete in der Jahresendabrechnung bestverkaufte Import CD.

 

Beflügelt durch diesen Erfolg begannen die Aufnahmen für das nächste Album Dreamspace. Während der Arbeiten, als bereits etwa 70 Prozent realisiert waren, stieß Jari Kainulainen als neuer Bassist zu Stratovarius, endlich der passende, wie sich zeigen sollte. Als Gast trommelte Sami Kuoppamäki von Kingston Wall auf vier Tracks. Tuomo Lassila musste verletzungsbedingt acht Wochen pausieren. Im Februar / März 1994 erschien die CD weltweit und wurde von den Kritikern hochgelobt. Einige Titel haben sich inzwischen zu Stratovarius-Klassikern entwickelt, zum Beispiel Dreamspace, 4th Reich und Chasing Shadows. Die Popularität wuchs. Nach nur einem einzigen Live-Auftritt im Shadow Club Helsinki, Jaris erstem Gig mit der Band, folgte eine kleine Tour durch Japan (Tokio, Osaka, Nagoya).

 

Mit den guten Eindrücken aus Japan schrieb Timo im Frühjahr und Sommer 1994 neue Songs und erfüllte sich mit seiner Solo-CD Classical Varitions and Themes einen langgehegten Traum. Im Sommer ging es ins Studio für das vierte Album. Timo wollte nicht mehr singen, und so begann die Suche nach einem guten Sänger, der die Band weiter bringen könnte. Irgendwann erinnerte sich jemand an Timo Kotipelto aus Lappajärvi, Timo rief Timo an und lud ihn zum Vorsingen ein. Zunächst stellte sich die Band mit einigen Stücken vor, dann zeigte Timo Kotipelto sein Können. Nach ein paar Tönen stand fest, dass er der neue Sänger ist. Und auch diese Entscheidung stellte sich als goldrichtig heraus.

 

Im März 1995 wurde Fourth Dimension veröffentlicht mit Hits wie Aganinst the Wind und Distant Skies. Sämtliche Titel wurden von Timo Tolkki komponiert, lediglich bei den Texten wurde er bei vier der elf Stücke von Timo Kotipelto und Tuomo Lassila unterstützt. Schon lange war Timo Tolkki die treibende Kraft, ohne die die Band nie soweit gekommen wäre. Seine Stimme ist auf der CD, die sich doppelt so häufig wie der Vorgänger verkaufte, nur noch im Background zu hören. Die Tournee führte durch Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Finnland, Griechenland und Japan. Am Ende wurden Tuomo und Antti gebeten, die Band zu verlassen. Die persönliche Chemie stimmte einfach nicht, es gab diverse musikalische Differenzen und viele weitere Gründe dafür.

 

Neuer Drummer wurde Deutschlands Nummer eins Jörg Michael aus Dortmund, der allerdings zunächst noch weiter bei Running Wild als festes Mitglied und bei verschiedenen Projekten trommelte. Die Keyboards übernahm der in New York lebende Schwede Jens Johansson, der unter anderem schon mit Dio zusammengearbeitet hatte. Beide haben auf etlichen CDs vieler Bands mitgewirkt, eine Aufzählung würde zu weit führen. Jörg übernahm bald zusätzlich den Bereich Merchandising, und Jens war von Anfang an für die unmöglichsten Streiche, Späße und Chaos zuständig. Tolkki, der als Manager das Heft fest in der Hand hielt, hatte seine Idealbesetzung zusammen. Der bis heute andauernde Erfolg beweist die Richtigkeit dieser Personalentscheidungen.

 

Für Album Nummer fünf Episode gingen Stratovarius in die Finnvox Studios Helsinki. Als Komponist steht auch hier Tolkki im Vordergrund, lediglich Uncertainty wurde von Kotipelto geschrieben. Die Texte stammen von Tolkki, Kotipelto und Johansson. Zum ersten Mal wurden ein Chor mit 40 Sängern und ein 20-köpfiges Streichorchester eingesetzt. Das melodische, dramatische und symphonische Metal Album, im Sommer 1996 veröffentlicht, bedeutete erneut einen riesigen Schritt vorwärts für die Band. Titel wie Father Time, Eternity, Will the Sun Rise, Speed of Light oder Forever machen Episode zu einem Klassiker, der in den Schrank, oder besser in den Player, eines jeden Melodic Metal Fans gehört.

 

Bereits im April 1997 schickte das Quintett Visions ins Rennen, mit aufwendig gestaltetem Cover und geändertem Schriftzug. Als Bonus gab es den Videoclip von The Kiss of Judas für den PC. Grundthema des Silberlings: die Voraussagen des Nostradamus, sehr aktuell zum Ende des 20. Jahrhunderts. Visions enterte die finnischen Charts mit Platz fünf und hielt sich 24 Wochen in den finnischen Top 40. Die CD wurde auf einer ausgiebigen und erfolgreichen Tour den immer zahlreicher werdenden Fans in Japan, Europa und Südamerika vorgestellt. Paradise erwies sich dabei als absoluter Top-Hit, gefolgt von The Kiss of Judas und Black Diamond. Der kommerzielle Erfolg blieb nicht aus, mit Visions holten Stratovarius ihr erstes Gold in Finnland. Jörg war inzwischen festes Mitglied geworden, das Management hatte Continental Concerts in Dortmund übernommen.

 

Während der Visions-Tour wurden zwei Konzerte in Mailand und Athen mitgeschnitten. Aus diesen Aufnahmen stellte Timo Kotipelto das Doppel-Live-Album Visions of Europe zusammen. Es erschien Ende März 1998, wurde ebenfalls ein großer kommerzieller Erfolg und wurde von den Kritikern hochgelobt.  Noch im gleichen Jahr, im Oktober, kam das nächste Studioalbum auf den Markt. Die Single-Auskopplung SOS, erschienen im August, schoss auf Anhieb auf Platz drei der finnischen Charts. Die Erwartungen der Fans und Kritiker waren entsprechend hoch. Konnte die Band den Erfolg von Visions mit einem noch besseren Album toppen? Eigentlich kaum möglich, doch es gelang. Destiny landete schon vor dem offiziellen Erscheinungsdatum auf Platz eins der finnischen Charts und stürmte zahlreiche Hitparaden weltweit. Die Kritiker überschlugen sich mit Lobeshymnen für die eher kommerziell ausgerichtete CD. Ungewöhnlich ist allerdings, dass die Band das über zehn Minuten lange Titelstück als Opener wählte. Tolkki komponierte auch diesmal alle Titel bis auf den Bonus Track für Europa (nicht für die Japaner, die kriegen so etwas ja immer) Cold Winter Nights, der aus der Feder Kotipeltos stammt. Die Fünf konnten sich schon bald über das zweite Gold in Finnland freuen. Trotz dieses Riesenerfolges entwickelte sich nur SOS zum Stratovarius-Klassiker. Die fünfwöchige Tour Anfang 1999 führte durch die wichtigen Metal-Hochburgen Westeuropas.

 

Im Laufe des Jahres 1999 heimsten die Band und die einzelnen Musiker noch allerhand Auszeichnungen ein. Mit der CD The Chosen Ones verabschiedeten sich Stratovarius von ihrem Label Modern Music. Die Fans hatten über das Internet ihre 16 Favoriten ausgewählt. Eine schöne Zusammenstellung mit Titeln wie Black Diamond, Will The Sun Rise oder Father Time und natürlich Paradise. Aber auch eher unbekannte Stücke wie Dream With Me oder Full Moon sind zu hören. Das Beste an The Chosen Ones ist allerdings das Cover mit seiner herrlich treffenden Karikatur der Fünf.

 

In der zweiten Hälfte des Jahres 1999 entstand das nächste Studio-Album Infinite, das Ende Februar 2000 erschien, wieder in den Finnvox Studios in Helsinki. Stratovarius waren jetzt bei Nuclear Blast unter Vertrag, und die konnten sich über den Erfolg dieser ersten Zusammenarbeit genauso freuen wie die Band. Vor allem die internationale Beachtung nahm weiter zu. Die bisher längste Tour durch Finnland, Europa, Südamerika und noch einmal Europa wurde ein riesiger Erfolg und dauerte insgesamt zehn Monate. Es ging auch in Länder, in denen die Band bisher nicht aufgetreten war. Unvergessen bleibt sicherlich der Gig im ausverkauften Londoner Underworld. Die Titel Hunting High and Low, Millennium und Infinity werden bald zu den Klassikern zählen. Der klassische Einfluss kommt besonders gut bei Infinity zur Geltung, das trotz einer Länge von mehr als neun Minuten eher kurz wirkt, da es ungeheuer abwechslungsreich und spannend arrangiert ist, eben typisch Stratovarius. Einen schönen Abschluss bildet Celestial Dream mit akustischer Gitarre und sanften Streichern. Bei einer Feier im ausverkauften Tavastia-Club nahm die Gruppe Ende November 2000 ihr drittes Gold in Folge entgegen. Zu dieser Zeit wurde auch die 4-Track-CD A Million Light Years Away veröffentlicht.

 

Für die Zukunft hat Timo Tolkki sich und seinen Kollegen erst mal eine zweijährige Schaffenspause verordnet um sich ins Privatleben, das bei all dem Tour- und Studiostress zu kurz gekommen ist, zurück zu ziehen. Lediglich auf wenigen, ausgewählten Festivals werden Stratovarius in der nächsten Zeit zu sehen sein, in Deutschland nur beim Bang Your Head 2000 in Balingen. Hoffentlich werden wir sie dann 2003 in alter Frische wieder begrüßen. In der Zwischenzeit können die Fans sich mit dem Homevideo Infinite Visions trösten, das auch einen interessanten Blick hinter die Kulissen bietet.

Rita Mitzkatis

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