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Krokodil (CH)
Krokodil (CH)

Biografie

KROKODIL Bio

KROKODIL:

1968 Ende des Jahres verließ der Schlagzeuger Düde Dürst die Band Les Sauterelles(Swiss Beatles) und gründete mit Hardy Hepp, Walty Anselmo, Terry Stevens und Mojo Weideli Krokodil, die erste Schweizer Prog Rock Band der Schweiz. Im April 1969 waren sie bereit für die Bühne.

1969 Nicht umsonst stand im schweizerischen Musikkalender der Januar 1969 rot angestrichen. Es war die Geburtsstunde von Krokodil, einem rockigen Ungetier aus dem progressiven Underground von Zürich, das alles in Frage stellte, was konventionell denkenden Pop- und Schlagerhirnen lieb und teuer war. Popmusik sollte von nun an nicht mehr nur zugänglich und tanzbar sein. "Die Schweiz braucht neue Gruppen, die frei von Plagiaten etwas Eigenes schaffen!“ lautete die Devise, "Nur so wird das Publikum auf die Kreativität in der Musik aufmerksam." Um sich von kommerziellen Bands abzuheben, nannte man sich ganz bewusst Krokodil und nicht etwa The Crocodiles.Krokodil bestand zunächst aus drei miteinander befreundeten Musikern, die im nationalen Showgeschäft schon mächtig Punkte gesammelt hatten. Allen voran Lead-Vokalist Hardy Hepp, der zuvor als "Alpen-Tom-Jones" und Schlagersänger bei Liberty/UA unter Vertrag gestanden und zudem die Titelmelodie zu Klaus Lemkes Spielfilm Negresco gesungen hatte. Drummer Düde Dürst hatte drei Jahre lang in der Beat-Band Les Sauterelles gepielt, einige Hits erzielt und zwei LPs aufgenommen. Multiinstrumentalist und Sitar-Guru Walty Anselmo hingegen war gerade zum Champion eines großen Schweizer Rythm- and-Blues-Festivals gewählt worden und somit auch dafür prädestiniert, dem frischgeschlüpften Krokodil den nötigen Biss zu geben. Binnen weniger Wochen rekrutierte das Stammtrio zwei weitere Mitspieler: Moio Weideli (Mundharmonika, Flöte, Gesang) und Terry Stevens, (Bass und Gesang) ein waschechter ex-Londoner, der schon bei den Les Sauterelles als Roadie in Lohn und Brot gestanden hatte.

Krokodil war nicht nur eine Schweizer Rockband der ersten Stunde, sie war auch die erste Schweizer Supergroup mit internationaler Ausstrahlung. Krokodil war mehr als die meisten anderen Prog Bands amerikanisch ausgerichtet. Die Improvisation war ein wesentliches Element und die Song-Strukturen waren offen, nicht so starr wie bei den meisten progressiven Bands. Die Songs ließen einen relativ großen Spielraum für Spontanität und Interaktion, vor allem live.

Als die komplette Mannschaft zu einer Pressekonferenz im Züricher Blow Up erschien, wies sie nochmals auf ihre Kritikpunkte an der schweizerischen Popszene hin und gelobte gleichzeitig, schon bald für frischen Wind im Land zu sorgen: "Bloß kein Rückfall in kommerzielle Gefilde," hieß es da ohne Umschweife. "Niemand soll uns bestimmen können, weder ein Manager, noch sonst jemand. Wir wollen frei sein von allen möglichen nichtmusikalischen Interessen. Gute Musik entsteht nur, wenn sie frei ist."

Dennoch musste sich Krokodil auch schon bald den Erfordernissen des täglichen Broterwerbs stellen. So war die erste Single-Veröffentlichung Camel Is Top eine Auftragskomposition für den Zigarettenhersteller Reynolds. Der flotte Werbesong erschien auf einer bebilderten Flexi-Disk, die bei Tanzveranstaltungen und in Diskotheken kostenlos verteilt wurde.

Immerhin wurde Krokodil so auch in der Schweizer Jugendszene bekannter. Des Weiteren durfte die Band neben dem Camel-Song gleichzeitig noch ein Demo mit sechs eigenen Werken aufnehmen - für zukünftige Bewerbungen bei Schallplattenfirmen. Während der vielen Verhandlungen mit unterschiedlichen Companies zeigte sich allerdings, dass Hardy Hepp aufgrund seiner Schlagervergangenheit wohl den meisten Eindruck auf die Plattenbosse machte.

Seine persönlichen Verbindungen zu Liberty-Direktor Sigi Loch führten jedenfalls zu einem günstigen Vertrag, der Krokodil mindestens zwei Singles und eine LP-Veröffentlichung garantierte. Des Weiteren setzte sich der Chef persönlich dafür ein, dass seine Schützlinge nach allen Regeln der Marketingkunst gepusht wurden. Mit Erfolg: Schon von der ersten Liberty-Single: Don`t Make Promises, einer umarrangierten Tim Hardin-Komposition, wurden allein in der Schweiz 4000 Exemplare abgesetzt, wodurch die Newcomer in Windeseile zur nationalen Topband aufstiegen. Aber auch in Deutschland war Liberty für die Schweizer aktiv und bemüht, Krokodil als einen ernstzunehmenden Act mit Zukunft zu etablieren.

Um den Musikern für ihre erste Langspielplatte optimale Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, schickte man sie für zwei Tage ins Münchener Trixi-Studio, wo sie ihre Songs zunächst als Demo aufnehmen sollten. Als Sigi Loch noch am gleichen Abend die Bänder präsentiert bekam, entschied er allerdings, das eingespielte Material unverändert für die Platte zu übernehmen. So kam es tatsächlich, dass das komplette Debütalbum bereits nach einem Durchgang schon fertig im Kasten lag - ein sensationelles Ergebnis, das natürlich nur den enormen Live-Qualtäten der Band zu verdanken war. So war es auch kein Wunder, dass Krokodil - ähnlich wie die britischen Man - sein künstlerisches Potential nirgendwo besser entfalten konnte als live auf der Bühne. Hier waren die Schweizer einfach spontaner, nahtloser und kreativer - kurz gesagt: Erste Klasse. Während das Repertoire auf Schallplatten mediengerecht gestückelt werden musste, spielte Krokodil live in einem Guss und begeisterte das Publikum mit überraschenden Tempiwechseln, neuen Arrangements und abgefahrenen Improvisationen. Leider gab es damals in der Schweiz längst nicht genügend lukrative Auftrittsmöglichkeiten. Erschwerend kam hinzu, dass die einheimischen Rockfans lokale Bands ohnehin nicht besonders schätzten.

Da half nur eins: Krokodil konzentrierte sich zunehmend auf den deutschen Markt, wo die Chancen weitaus besser standen. Ob als "Einheizer" für Top-Acts oder auf zahlreichen Festivals, das schweizerische Krokodil war in jenen Jahren in Westdeutschland nahezu allgegenwärtig. Sie waren Vorband für Top Acts wie Pink Floyd und Uriah Heep und spielten auf großen Festivals. In Deutschland war Krokodil allgegenwärtig und spielte meist in großen Hallen mit bis zu 6000 Zuschauern und oft im Paket mit den deutschen  Labelkollegen, den Kraut-Rockern Can und Amon Düül II. Krokodil war eine gefragte Live-Attraktion. Dennoch bestand weiterhin finanzieller Druck: Um nicht ständig in roten Zahlen zu stehen, war Krokodil auf lukrative Nebenjobs angewiesen. Dazu gehörten unter anderem ein Soundtrack für den Industriellensprössling Willi Bogner, der in jenen Jahren sein Glück in der Filmbranche versuchte. War ein Auftrag abgewickelt, ging es schnell wieder zurück auf Tour, in der Regel im Package mit den deutschen Labelkollegen Can, Amon Düül II und Guru Guru.

1970 begannen die Promotioneinsätze von Krokodils Plattenfirma Liberty erstmals Früchte zu tragen. Die Plattenverkäufe zogen deutlich an, die Schweizer feierten Krokodil ob seines Vertrags im Ausland als nationalen Top-Act, während es sich bei den deutschen Konzertveranstaltern herumsprach, dass die Musik der Alpenrocker ein zugkräftiger Import war. Nicht nur in virtuoser Hinsicht konnten die Schweizer überzeugen, sie waren auch fähig, auf der Bühne souverän zu agieren und spezielle Stimmungen zu erzeugen - eine besondere Gabe, bei der viele andere Bands einfach nicht mithalten konnten. Vor allem Walty Anselmo beeindruckte durch seine grandiosen Sitareinlagen als psychedelischer Zeremonienmeister. Über ihn schrieb das Hamburger Abendblatt: " ... zweifellos einer der interessantesten Musiker der deutschen Szene, mit einer Einschränkung: er ist Schweizer." Lässig-flippige Showeinlagen und ausufernde Spontansessions trugen gleichermaßen dazu bei, dass den Krokodil - Leuten alsbald ein regelrechtes Kifferimage anhaftete. Allerdings nicht zu Unrecht: Während der langen Tourneereisen zusammen mit Guru Guru, Can und Amon Düül II gab es kaum Tage, wo irgendjemand in ihren Reihen noch von dieser Welt war.

Zwischen den regulären Package-Konzerten beackerten die Schweizer auch angesagte Pop Festivals, wie zum Beispiel in München, Essen und in Aachen, wo sie zusammen mit Pink Floyd auftraten. Gerade hier brachten Krokodils Stage-Appearances auch Konzertbesucher aus dem Häuschen, die ansonsten teutonischen Rock ablehnten, was der Band wiederum neue Erfolgsperspektiven eröffnete. Dummerweise geriet gerade in dieser entscheidenden Durchbruchsphase das künstlerische Ruder etwas außer Kontrolle. Das lag vor allem daran, dass sich Hardy Hepp wieder mehr als solider Songwriter verstanden wissen wollte, während die anderen Bandmitglieder aus ihrer Spontanität und Spielfreude immer verrücktere Ideen schöpften.

So gesehen kam man an einen Punkt, wo Kompromisse kaum noch möglich waren. Nichtsdestotrotz mussten Verträge eingehalten werden. Folglich sollte also jedes Jahr auch eine neue Scheibe an Liberty abgeliefert werden; daran war nichts rütteln, wollte man weiter im Geschäft bleiben. Also legte Krokodil kurzerhand eine Konzertpause ein und zogen sich in die Berge zurück, um dort angesichts der unberührten Natur wieder zum alten Feeling und zu neuen Ideen zu finden. Die Rechnung ging zumindest teilweise auf: Völlig zurückgezogen, inmitten der Bergketten und Gletscher entstand in wenigen Tagen Swamp, ein wunderbares Album, das gegenüber dem Debüt kein Stück abfiel, wohl aber durchklingen ließ, dass Hardy Hepps Gesang deutlich in den Hintergrund getreten war. Es sollte auch sein letztes Projekt mit Krokodil gewesen sein.

1971 Ende April trennte man sich im besten Einvernehmen und erhielt sich auf diese Weise die Freundschaft bis zum heutigen Tage. Fortan lief die Bandmaschine nur noch auf vier Zylindern und wandte sich noch weiter der Psychedelic zu - bis zum ihrem größten Meilenstein: An Invisible World Revealed.

Nachdem Hardy Hepp bei Krokodil das Handtuch geworfen hatte, ging die Restmannschaft trotzdem bald wieder auf Tour, zunächst in Deutshland unter dem Titel "Progressive German Rock Experience" und später auch durch Frankreich, die Niederlande und Österreich. Man musste halt spielen, spielen und nochmals spielen, damit das Geld in der Bandkasse halbwegs reichte. Aber auch das Tourleben an sich war aufwendiger geworden, denn neben den Transport- und Hotelkosten mss§te mittlerweile noch eine feste Crew bezahlt werden. Und da mit Auftritten allein die Rechnungen kaum beglichen werden konnten, begaben sich die Musiker noch anderweitig auf Jobsuche. In der Regel nahmen sie Studioaufträge an oder spielten hier und dort als Gastmusiker, unter anderem für Klaus Doldinger und den Schweizer Bombastrocker Tommy Fortman, alias Demon Thor, der - wohlbemerkt inoffizell - die komplette Krokodil-Mannschaft live und im Studio für sich einsetzte. Des Weiteren nahm Düde Dürst im gleichen Jahr für Sigi Loch ein reines Schlagzeug-Opus (Krokodil Solo) im Stil von Iron Butterflys In-A-Gadda-Da-Vida auf, das sich recht gut verkaufte. Für Sigi Loch war es die letzte Gelegenheit, seinen Schützlingen unter die Arme zu greifen.

1972 Noch bevor Liberty von United Artist übernommen wurde, wechselte der rührige Labelchef zu den Warner Brothers. Als Bandleader von Krokodil reagierte Düde auf die jüngste Entwicklung mit Skepsis, hatte aber weder Zeit noch Lust, sich mit Geschäftspolitik zu befassen. Vielmehr drängte es ihn, einen geeigneten Produzenten für das nächste Album aufzutreiben. Doch hierbei kamen den Krokodil-Musikern ihre zahlreichen Studiojobs zugute. Ihr bester Kunde, Demon Thor, stand nämlich unter den Fittichen eines gewissen Dieter Dierks, der gerade dabei war, sein Studio in Stommeln auszubauen. Und schon damals hatte er massenweise modernstes Equipment angesammelt. Düde schwärmt heute noch in vollen Tönen: "Uns war gleich klar: Das ist das gute Studio, da wollen wir hin. Umgekehrt hatte Dierks auch unheimlich Freude an uns. Was ihn ziemlich antörnte, war unsere Experimentierfreude. In der Hinsicht waren wir auf dem gleichen Trip. Er hatte Weitblick, wollte ständig neue Sounds ausprobieren und wir waren ebenso scharf drauf. Und das tolle Mellotron, das da stand, das hatte es uns besonders angetan. Insofern war es kein Wunder, dass Invisible World Revealed unsere bislang aufwendigste Produktion wurde. Wir schafften knapp zwei Wochen dran. Und es war eine tolle Zeit mit Dieter Dierks." Aber kaum stand die Platte in den Geschäften, erschütterte Krokodil eine absolute Hiobsbotschaft: United Artist hatte aufgehört zu existieren und alle Künstler standen plötzlich auf der Straße, ohne Vertrag und ohne einen Pfennig Geld. " Das hat uns ganz schön fertig gemacht," erinnert sich Düde, "Wir waren zu dieser Zeit oft stoned, lebten unser Musikerleben und immer, wenn ich als sogenannter Bandleader mit Plattenfirmen zu tun hatte, brauchte ich erstmal einen anderen Cocktail mixen, um wieder fit zu werden... und dann diese Scheiße..."

Da es ums Ganze ging, sprich die Band ohne Deal kaum noch einen Pfifferling wert war, schwang sich Düde wohl oder übel ans Telefon und holte aus allen Ecken der Republik neue Angebote ein. Dank der Popularität von Krokodil ließen sich die Bosse auch nicht lange bitten. Die Emi Electrola zeigte großes Interesse, das Ohrlabel wollte die Schweizer haben und ebenso die Frankfurter Firma Bellaphon. Letztere bekam den Zuschlag, weil sie von allen den besten Vorschuss zahlte. Eine satte Summe, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen konnte. Welche wahren Absichten hinter dieser Großzügigkeit steckten, kann man nur vermuten, aber es wurde schnell deutlich, dass Krokodil in der neuen Firma längst nicht mehr die erste Geige spielte.

Peter Haucke, damals der Hausproduzent von Bellaphon war ein erklärter Nektar-Fan, alles andere für ihn nur Pflicht. Aber auch die Plattenfirma selbst zeigte wenig Interesse am Krokodil. Man erfüllte die Verträge, tat aber kaum einen Handschlag mehr und bremste so die Band immer weiter aus. Folglich lag die Vermutung nahe, dass Bellaphon in den Schweizern nicht wohl ausreichend Potential sah, um neu zu investieren, aber dann verhindern wollte, dass es mit der Band weiterging.  Bekanntlicherweise kursierte von Invisible World Revealed bereits eine hundsmiserable CD-Fälschung der ehemaligen Luxemburger Firma Germanofon. Einziger Vorteil, den dieses Teil zu bieten hat: Es war billig - und das in jeder Hinsicht.

1974 zog Düde dann endlich die Konsequenzen aus der Situation und löste die Band auf.

Es war schwer nachzuvollziehen, warum die Verkäufe gegenüber den ersten drei Alben derartig drastisch zurückgingen. Laut Düde Dürst waren die Tantiemen, die ausgezahlt wurden, einfach lächerlich gegen das, was man zuvor durch Platten verdient hatte - was auch dann bald das endgültige Aus des Schweizer Krokodils bedeutete. Bekanntlicherweise kursierte von Invisible World Revealed bereits eine hundsmiserable CD-Fälschung der ehemaligen Luxemburger Firma Germanofon. Einziger Vorteil, den dieses Teil zu bieten hat: Es war billig - und das in jeder Hinsicht.

2016 anlässlich des Record Store Days konnte man in den beteiligten Läden eine Neupressung von Swamp erwerben. Im Zürcher Plattenladen Katalog Record Warehouse gaben Krokodil in der Urbesetzung: Hardy Hepp, Walty Anselmo, Terry Stevens und Düde Dürst ein Minikonzert, wo sie sechs Songs live aufführten – ihr erster Auftritt seit über 40 Jahren.

2019 kommt es zum Comeback. Der Startschuss fiel mit der Neu-Interpretation des Kultalbums An Invisible World Revealed von 1971, einem Meilenstein der Schweizer Rockgeschichte. Dieses neue Album mit dem Titel An Invisible World Returns war auch der Beginn mit neuen Bandmitgliedern.

2022 Am 10. September fand das erste Konzert mit dieser Formation in Zürich statt. Mit dabei das zweite neue Album Another Time.

Krokodil hat also ein neues Gesicht. Von der Ur-Formation sind der Schlagzeuger Düde Dürst und Bassist Terry Stevens geblieben, neu sind Keyboarder Erich Strebel und Gitarrist und Sänger Adrian Weyermann.

2024 Im Mai geht Krokodil wieder on Stage! Mit dabei das neue Doppel-Album Livetime mit alten und neuen Songs und Special Guests. 55 Jahre Krokodil. Die erste Schweizer Supergroup feiert Geburtstag. Seit dem Comeback mit Bandgründer Düde Dürst und Bassist Terry Stevens sind mit dem Gitarristen Adrian Weyermann und Keyborder Erich Strebel bereits zwei neue Krokodil-Alben entstanden. Die Band spielte seither erfolgreiche Konzerte in der Schweiz und in Deutschland. Diese wurden aufgezeichnet und ein „Best Of“ erscheint als Doppelalbum Livetime zur Konzerttournee 2024.

Quelle: Düde Dürst

und  

Reinhart Kotzsch

Bilder

Pressefoto 1975

Pressefoto 2021

Pressefoto 2021

Pressefoto 2021

Pressefoto 2021

Impression vor dem Konzert am 10.09.2021 Foto: Sammlung - DD

Krokodil am 10.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Sammlung - DD

Krokodil am 10.09.2021 in Zuerich in der alten Kaserne Foto: Sammlung - DD

Krokodil am 10.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Sammlung - DD

Krokodil vor dem Konzert am 10.09.2021 Foto: Sammlung - DD

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

Krokodil am 12.09.2021 in Zürich in der alten Kaserne Foto: Urs Graf

00 Plakat zum Konzert am 10.09.2021

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Impressionen rund um das Krokodilkonzert am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Krokodil am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

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Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Setlist von Krokodil am 21.05.2022 im Kulturzentrum Klosterhof in Villingen-Schwenningen Foto: Michael Fink

Eintrittskarte vom Krokodilkonzert am 21.05.2022

00-Plakat vom Krokodilkonzert am 21.05.2022


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Krokodil auf dem Woodstock Forever 2024 Foto: Thomas Borchardt

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Konzertbericht

KROKODIL in Concert

Alte Kaserne Zürich 10.9.2021

Es war nach 40 Jahren Kokodil-Pause ein super tolles Revival.

Ausverkauftes Haus mit großartiger Stimmung. Die Band mit den zwei neuen Mitmusikern war in bester Form. Unsere Fans meinten "Musik und Stimmung wie in den besten Krokodil-Zeiten!" Wir freuen uns auf die Gigs in Deutschland.

Düde Dürst

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KROKODIL

Villingen - Schwenningen, Kulturzentrum Klosterhof, 21.05.2022

Die Überraschung war gelungen!

Krokodil, die wohl erste Schweizer Rockband, gegründet 1968 und entstanden aus Zwei Mitgliedern der Beatband Les Sauterelles, kam nach rund fünfzig Jahren mal wieder auf ein Konzert nach (Südwest) Deutschland. Es war Düde Dürsts zweites Krokodil Comeback seit Ihrer Auflösung 1974. Ein kurzes Intermezzo zum Record Store Day 2016 mit einem kleinen Akustik Set in Zürich zum Ersten. Und zum Zweiten dann seit 2019 bis heute.

Diesmal waren aber von den Ur-Krokodilen leider nur noch Düde Dürst und Bassist Terry Stevens dabei. Harpspieler Mojo Weideli verstarb ja schon 2006 an Herzversagen. Und die beiden anderen, Hardy Hepp und Walty Anselmo wollen und können nur noch in der Schweiz aus gesundheitlichen Gründen als Gastmusiker dazu stoßen.

Die beiden Neu-Krokodile sind jetzt Sänger und Gitarrist Adrian Weyermann sowie an den Keyboards Erich Strebel.

Das Kulturzentrum Klosterhof, vor drei Jahren Neu an der Nordring Umgehungsstraße zwischen Schwenningen und Villingen erbaut, entpuppte sich als moderne und angenehme Location mit guten Parkmöglichkeiten.

Nachdem Krokodils erster Konzertversuch hier im letzten Jahr der Pandemie zum Opfer fiel, hat es nun endlich geklappt! Im Gepäck hatten die Schweizer „Krautrocker“ zwei neue Scheiben, die Sie 2020 (An Invisible World Returns, bisher nur als CD) und 2021 (Another Time, als LP und CD) veröffentlichten.

Das Konzert fing pünktlich gegen 20:30 Uhr an und die geschätzten einhundert Fans waren riesig gespannt, was da auf sie zukommen würde.

Der Abend begann mit Morning Sun, aus ihrem 2020 veröffentlichten Album An Invisible World Returns. Gleich von der ersten Minute an kam ein glasklarer und sauber gemixter Sound aus der Anlage, so dass niemand mit irgendwelchen Hörschäden den Saal verlassen musste. Ihre Musik spielte sich hauptsächlich im Progressiv Rock Bereich ab, mit leichten Ausflügen Richtung Psych und auch mal poppig. Aber immer noch bereit auch für ausgedehnte Soli der Bandmembers.

Im weiteren Verlauf der Show stellten die zwei Senioren Dürst und Stevens mit ihren „Jungspunden“ Weyermann und Strebel ihre gemeinsam eingespielte zweite LP Another Time komplett vor.

Zwischen den Songs gab es immer wieder kleine Einblicke in Krokodils Historie und liebgemeinte Sticheleien zwischen Drummer Düde und seinem Gitarristen Adrian in ihrem besten „Schwiiitzerdüütschem“ Dialekt. Herrlich!

Dann gab es nach der Hälfte des Sets eine viertelstündige Pause um danach auch in die alten musikalischen Zeiten einzutauchen. Ihr typischer siebziger Jahre Prog und Psych Rock begeisterte das altersmäßig doch überraschend gemischte Publikum. Leider natürlich ohne Mojos Harp …

Lady Of Attraction von 1971 konnte dann mit Morning Dew, You Are Still A Part Of Me und als Zugabe noch Watch ‘N‘ Chain von der ersten gleichnamigen Krokodil LP von 1969 dann alle Fans restlos begeistern. Leider kam keine zweite Zugabe mehr…

Anschließend, nach kurzer Erholung für die Krokodile, wurden dann jede Menge Autogramme auf LPs, CDs, Tickets und Poster gekritzelt, nette Unterhaltungen zwischen Band und Fans geführt und natürlich auch noch diverse Tonträger am Merch Stand angeboten.

Michael Fink



Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
2018 2018 The Singles 1969-1971
2018 2018 The Psychedelic Tapes 1969-1972 CD
1969 1969 Krokodil LP
1970 1970 Swamp LP
1971 1971 An Invisible World Revealed LP
1972 1972 Getting Up For The Morning LP
1973 1973 Sweat And Swim LP
2023 2024 Livetime LP
2020 2020 The Invisible World Returns LP + CD
2021 2021 Another Time LP + CD
2018 2018 The First Recordings LP + DVD

Rezensionen

KROKODIL

Krokodil

Second Battle

Nun wandern wir westlich über die Alpen und gelangen in die Schweiz, in der sich dank der Abgeschiedenheit allerlei seltsame, eigene Dinge entwickeln.

Eines davon war Anfang der siebziger Jahre eine Band mit Namen Krokodil, die dank guter Tourtätigkeit auch bei uns etwas bekannt wurde und im Laufe der Jahre immerhin sechs LPs veröffentlichte. Das Debutalbum der Truppe um Düde Dürst besitzt inzwischen echten Kultstatus, was berechtigt ist: Angefangen mit dem wirklich tollen Klappcover (Motiv: Eine Krokodilcollage), fortgesetzt mit der Musik (eine Blues-Rock-Psychedelia-Collage).

Diese eigentümliche, langsame Mischung, durchsetzt zudem mit Sprengseln von, heute würde man sagen Weltmusik, ist schon wirklich eine außergewöhnliche Mischung, man träumt sich irgendwie in die Musik hinein, die sehr persönlich ausgefallen ist, keine Ohrwürmer im Chartssinn beabsichtigt und demzufolge auch in vergangenen Zeiten eher ein Insidertipp war.

Krokodil machten Musikgeschichte, ganz eindeutig, was auch belegt, dass die Originalplatten der Band heute hohen Sammlerwert haben. Doch auch der Mensch mit weniger Geld darf sich jetzt auf das Reptil aus den Bergen freuen, denn auf Second Battle ist soeben das gleichnamige Debut erschienen! Fangt es!

Wolfgang Pokall 

Interviews

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Musiker

von 1969 bis heute

Düde Dürst -dr.

Düde Dürst spielt bei den Les Sautrelles und bei der Schweizer Band Krokodil Schlagzeug.

Terry Stevens - bass, voc.

Terry Stevens ist seit 1969 Bassist und Sänger bei der Schweizer Band Krokodil.


von 1969-1974

Mojo Weideli - harp,flute,perc.

Mojo Weideli spielte von 1969 bis  1974 Mundharmonika, Flöte, Percussion und sang bei der Schweizer Band Krokodil.

Walty Anselmo - git. Sitar, voc.

Walty Anselmo (CH) war von 1969-1974 Mitglied als Gitarrist und Sitarspieler sowie als Sänger bei der Schweizer Band Krokodil.


von 1989-1971

Hardy Hepp - voc

Hardy Hepp sang von 1969 bis 1971 bei der Schweizer Band Krokodil.


von 2020 bis heute

Adrian Weyermann - git.,voc.

Adrian Weyermann spielt seit 2020 die Gitarre und singt bei der Schweizer Band Krokodil.

Erich Strebel - keyb, akkord,voc

Erich Strebel spielt seit 2020 Klavier, Akkordeon und singt bei der Schweizer Gruppe Krokodil.

News

Kontakt

https://www.krokodil.li/

 

 

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