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Kamelot (USA)

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Kamelot auf dem Bang Your Head 2012 Foto: Markus Häfner

Zum Festival

Kamelot auf dem Bang Your Head 2012 Foto: Markus Häfner

Zum Festival

Kamelot auf dem Bang Your Head 2012 Foto: Markus Häfner

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Konzertbericht

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
2007 Ghost Opera CD

Rezensionen

KAMELOT (USA)

Ghost Opera

2007, SPV, 80001113

Kamelot ist nicht nur das Schloss in der Artussage, nein es ist auch ein Hort der guten Musik. Die Band aus den USA hat vielfältige Beziehungen zu Deutschland. Um die Jahrtausendwende fielen sie nicht nur uns beim Bang Your Head auf. Sie produzierten sogar ihre Alben hier. Das Produktionsteam Sascha Paeth und Toningenieur Olaf Reitmeier gaben der ästhetischen Musik den letzten Schliff.

Bei der Band selbst wurde die immer mit anderen Musikern besetzte Keyboarderstelle nun final mit dem Deutschen Oliver Palotai bestückt, der ja schon von Touren mit Doro und Blaze bekannt sein dürfte. Da stellt sich dann schon fast wieder die Frage nach der Nationalität der Band. Für uns vom German Rock e.V. ist das relativ egal, weil Kamelot eh immer auf Festivals in Deutschland auftauchen.

Doch nun zur Musik: Nach The Black Halo und vor allem One Cold Winters Night war ich schon gespannt, was nun folgen würde. Nur Metal? Gothic?  Ich würde sagen es ist ein theaterhaftes Progrockalbum geworden. Mit echtem Orchester und von einer Gastsängerin unterstützt liefern Roy Khan du seine Mannen einen wunderbaren Bombastrocksound in dem man baden kann.

Die Texte sind allerdings Sinnenschwer. Da geht es um die Vergänglichkeit, um das Leben und seinen Sinn, um Gewalt und Licht...

Aber der Reihe nach. Ich hatte Gelegenheit das zum Titeltrack gehörende Video zu sehen. Es ist sehr aufwändig gemacht und erzählt die Geschichte einer hoffnungsvollen Operndebütantin, die auf dem Weg zur Premiere überfallen und vergewaltigt wird. Ihr Leben war damit zerstört und selbst viele Jahre später noch grübelt sie immer wieder darüber wie die Premiere wohl verlaufen wäre, wenn sie dabei gewesen wäre.

Dramatisch und sehr einfühlsam gibt Roy Khan den \"Erzähler\" all dieser kleinen Geschichten und Tragödien. Egal ob es Love You To Death ist, wo ein 15 jähriges Mädchen weiß, dass es sterben wird, oder ob es in Anthem um ein Resümee des Lebens geht.

Aus einem Interview, dass ich mit Thomas Youngblood anlässlich der Veröffentlichung dieser CD führte weiß ich, dass aber nicht alle Texte so tragisch gesehen werden müssen. Das Fazit eines ganzen Lebens entpuppt sich in der Realität als Gedanken eines werdenden Vaters, der sich nun über Verantwortung und den Sinn des Lebens einen Kopf macht. Die Musik des Albums ist kraftvoll, wofür Thomas Youngblood mit seiner soliden Gitarrenarbeit steht. Der Rhythmusteppich von Basser Glenn Barry und Drummer Casey Grillo stützt den Orchestersound, der hier von Keyboarder Oliver Palotai begleitet - und live allein getragen werden wird.

Die Band ist weiter gereift, obwohl mir (als Metalfreak) The Black Halo besser gefiel. Ghost Opera ist aber hervorragend geeignet im Proglager reiche Ernte einzufahren. Und da Kamelotfans (zu denen ich mich gerne zähle) aus beiden Lagern kommen ist mir nicht bange, dass auch in Zukunft jede Seite \"was auf die Ohren\" bekommt.

Fazit: 11 Stücke, die allesamt Soundtracks für die Filme im Kopf sind und bei mehrmaligem Hören echtes Suchtpotenzial entwickeln - Klasse Album!

Kurt Mitzkatis

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