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Omnia (NL)
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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Telgte 2016 Foto: Jürgen Merkens

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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Telgte 2016 Foto: Kurt Mitzkatis

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Omnia auf dem MPS in Karlsruhe 2016 Foto: Jürgen Merkens

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Omnia auf dem MPS in Wassenberg 2016 Foto: Jürgen Merkens

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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Speyer 2014 Foto: Soma Häfner

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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Speyer 2014 Foto: Soma Häfner

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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Speyer 2014 Foto: Soma Häfner

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Omnia auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Speyer 2014 Foto: Soma Häfner

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Konzertbericht

Diskografie

Jahr vonJahr bisBezeichnungArtCover
2000 Sine Missione CD
2011 Musick And Poetree CD
2010 Wolf Love CD/DVD

Rezensionen

OMNIA

Wolf Love

2010, Pagan Scum Records, ISBN 978-90-815672-1-3, CD/DVD

Als ich das in drei Teile aufklappbare CD/DVD-Digi-Pack von Omnia erstmals in den Händen halte, fasziniert mich das Design und weckt gigantische musikalische Erwartungen auf etwas ganz Besonderes! Der in Gold gehaltene Band-Schriftzug wird umschlungen von metallisch glänzenden tribalartigen Ranken, ein stilisierter Wolfskopf äugt durch düsteres Geäst. Auf der Rückseite lacht dem Betrachter eine barbusige kleine Elfe entgegen, deren zarte Flügel und grazile Ganzkörpertattoos im Kontrast zu dicken Lederboots stehen. Das umfangreiche Booklet glänzt mit zahlreichen Phantasie-Zeichnungen und brillanten Fotos. Schon bei der Verpackung der Songs wurde  nichts dem Zufall überlassen. Als dann der Player startet, überkommt mich ein Klang-Rausch aus nur schwer zu beschreibender  Verzückung, der über Wochen und Monate hinweg anhalten wird. Hier vermischen sich Pagan-Folk-Elemente, Weltmusik und Rocksounds zu etwas verblüffend Einzigartigem.

Das von Jenny Evans van der Hartens und Steve Sic van der Hartens charismatischen Stimmen dominierte, supersanfte Wake Up, streichelt den Hörer ganz vorsichtig aus dem Tiefschlaf des Alltags in einen wunderbaren Tag-Traum hinein. In Dance Until We Die geht es dann bei einem sanft beschwörenden Rap-Song mit Folk-Elementen ganz unerwartet deutlich zur Sache. Wer beim ersten Song noch nicht komplett erwacht ist, wird hier auf harmonische Weise mit Denkansätzen zum heutigen Zeitgeschehen aus seiner Realitätsverdrängung gerissen. Überraschend tiefgängige, Gänsehaut verursachende Lyrics (gegen das Establishment und den Missbrauch von Demokratie gerichtet) sprechen mit jedem Atemzug Klartext.

Jabberwocky vertont und übersetzt ein Gedicht von Lewis Caroll in die Omnia-Klang-Sprache. Saltatio Vita beschwört als packendes Instrumental uralte keltisch/römische Melodien herauf, deren Magie von Doppel-Flöten getragen, durch Schlagzeug, Slideridoo und Bodhran in vorwärts treibende Ekstase verfällt.. Der Leonard - Cohen - Song Teachers erweckt im Neu-Arrangement von Jenny und Steve neue Zauberkraft. Beschwörend dramatische vocal-lines von Altmeister Cohen und schmeichelnd hinzugefügte Piano-Akzente erschaffen etwas melancholisch Berührendes.  

Love In The Forest kommt mit Vogelgezwitscher, pieksenden Tannennadeln, Wolfsgeheul und erklärter Nichtexistenz von Sünde  herrlich verspielt und locker daher. Der Text über die Liebe zur Natur und freier Liebe in selbiger, verführt augenzwinkernd zum Ausprobieren. "Swinging from the branches like little monkeys"... Why not? Toys In The Attic spielt mystisch überdreht mit theatralischen Wahnsinns-Anflügen, verpackt in stimmigen Konzertflügel-Sounds und Cello-Passagen.

Shamaniac entpuppt sich gleich beim ersten Hördurchlauf als eines der stärksten und meditativsten Stücke des Albums. Durch die Bauchgegend wabernde Didgeridoo-Klänge, dem menschlichen Herzschlag angepasste altertümliche Trommeln und akzentuiert eingesetzte menschliche Laute, die an überlieferte schamanische Gesänge verschiedener Kulturen erinnern, machen die Nummer zu einem echten Abtaucher ins immer wache Unterbewusstsein. Authentischer und berührender kann Musik kaum sein! Solfeggio, ein klassisches und konsequent kurzes Konzertflügel-Stück von Philip Emanuel Bach wird von Jenny glasklar und federleicht interpretiert, bevor Wheel Of Time dann melancholischen Schwermut mit sentimentaler Weltsicht mischt. Es geht um Verlust von Liebgewonnenem und um die Akzeptanz unvermeidlicher Dinge wie Schmerz und Tod, verpackt in dezent arrangierte Melodie- und Gesangs-Linien.

Keltische Harfe, Akustikgitarre, Bouzouki, Didgeridoo, Cajon und vielschichtiger Gesang lassen in Sister Sunshine die Lebensfreude wieder leuchten. Ein wenig Hippie, ein wenig Lagerfeuerromantik, Träumen ist durchaus erwünscht... Taranis Jupiter beginnt mit grollenden Donner, wuchtigen Sprechgesängen -die an archaische Kampfansagen der Maori-Krieger auf Neuseeland erinnern- und mit dynamisch anwachsenden, rhythmischen Chor-Gesängen. Diese aggressive und trotzdem sehr spirituelle Nummer lebt von energetischer Wucht und rituell anmutender Magie. So wie der Song begann, endet er auch mit einem wuchtigen Donnerhall urplötzlich und voller inniger Kraft.

Wild und monumental brennt sich Taranis tief in die Gehörgänge ein. Bei Moon gibt es wieder altertümliche Instrumente wie Hackbrett, Dumbek, Darabuka oder Cajon zu bestaunen, welche, getragen vom Didgeridoo und durch die Verwendung akustischer Gesangslinien als weiteres Instrument, mystische Klangbilder in persischer Stilistik zaubern. Rockig und bombastisch wird es mit dem Wolf Song, einer poetischen Liebesgeschichte zwischen Mensch und Tier, die mit animalisch anmutenden Metaphern getarnt, in die Abgründe erotischer Phantasien taucht. Einmal mehr treten hier Omnias Perfektionismus, Spiritualität und Kreativität zu Tage.

Dies zeigt sich auch bei der Celtic-Folk-Ballade Cornwall. Steve Sic, (der neben Jenny zweite  "Kopf" von Omnia) wurde im gleichnamigen Landstrich geboren. Er schildert seine Sehnsucht nach der keltischen Heimat so melodisch, sehnsuchtsvoll und bildhaft, dass das Verlangen danach selbst auf Menschen übergreifen kann, die die einzigartige Landschaft dieses romantischen Fleckchens im englischen Südwesten noch nie mit eigenen Augen gesehen haben.

Sing For Love versprüht den Charme einer Momentaufnahme in doppeltem Sinn. Eine Piano getragene persönliche Erinnerung der Band reflektiert das Vertrauen in Fügung und den Glauben an allgegenwärtige Freiheit. Musik ist der Weg und das Ziel...

Omina legen sich stilistisch niemals fest und erschaffen einen ganz eigenen seelentiefen Crossover. Die drei Multiinstrumentalisten Jenny, Steve und Luka Aubri Krieger bündeln mit Joe Hennon, Philip Steenbergen und Tom Spaan ihre Kraft zum Sextett, weitere Gastmusiker bereichern die Klangvielfalt der Holländer. Sicher fragen sich nun viele Neuentdecker dieser Band, genau wie ich, warum ihnen diese Formation mit Vorgängeralben wie Sine Missione, Crone Of War, Pagan Folk, Alive oder World Of Omnia im Dschungel der Musikszene noch nicht früher untergekommen sind.

Man braucht aber nur in die mitreißenden Live-Aufnahmen vom Castlefest 2009 auf der beigelegten DVD hineinzuschauen, um zu ahnen, dass Omnia mit einer zuverlässigen Fanschar schon lange fester Bestandteil der Szene sind. Weitere DVD-Extras geben Einblick in private Filmaufnahmen der Musiker. So gibt es eine Führung durch ihr Aufnahmestudio, eine mit Musik unterlegte Dia-Show mit Naturfotos und andere Überraschungen. Die umfangreiche DVD komplettiert das bunte Gesamtbild dieser Formation auf mehr als ansprechende Art und Weise. Spätestens nach dieser Veröffentlichung dürfte die Band nun auch außerhalb von Holland in aller Munde und Ohren sein! 

Omnia verändern den Blickwinkel und schaffen eigene Spielregeln. Sie haben viel zu geben,  sind eine echte Bereicherung für alle, die auf der Suche sind. Dieses CD/DVD-Paket ist ein wirkliches Schmuckstück, das jeden Cent doppelt wert ist.

Klar wie Elfensuppe, dass man diese abwechslungsreiche Klang-Mahlzeit mit Vergnügen bis zum letzten Song auslöffelt, immer und immer wieder...

Kontakt:

www.worldofomnia.com

Andrea Göbel

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OMNIA

Musick And Poetree

2011, Paganscum Records, ISBN 978-94-90497-00-2

In einem randvoll mit Musik ausgefüllten und durch Musik erfüllten Leben trifft man zwangsläufig immer mal wieder auf Bands, bei denen man sich fragt, warum man nicht schon viel früher auf sie aufmerksam geworden ist. Bei Omias 13. Scheibe Wolf Love ist mir 2010 genau das passiert. Es ist wie mit beim bereichernden Zusammentreffen mit einem bisher unbekannten Menschen, dem Entdecken einer neuen Leidenschaft oder dem Verstehen einer neuen Erkenntnis: Plötzlich geht es nicht mehr ohne... Omina (Jenny & Steve Sic-van der Harten  inklusive Philip Steenbergen und Daphyd Sens als Liveband) sind in ihrer gelebten Philosophie inklusive ihrem besonderen Bohemian Paganfolk- und Naturverständnis so einzigartig bereichernd, überzeugend, glaubwürdig, offen und wohltuend positiv, dass man sich ihrer Anziehungskraft einfach nicht entziehen kann und will. In der Zusammenarbeit mit Christopher Juul (Euzen/Valravn), einem Freund der Band, ist einmal mehr etwas Besonderes geschaffen worden.

Kein Wunder, dass schon das liebevoll gestaltete und in einem warmen monochrom gehaltene Digipack des 2 CD Albums Musick And Poetree (genau wie sein Gold geprägter Vorgänger damals) Glücksgefühle auszulösen versteht. Bevor der erste Ton das Ohr erreicht, begeistert ein ästhetisches Booklet mit atemberaubenden Raubvogel-Zeichnungen von Renso Tamse und Texten mit ansprechenden Hintergrundcollagen.

Unter der Rubrik Musick macht der erste Silberling der untrennbaren Compact-Disc-Geschwister mit fünf selbst geschriebenen Nummern seine Aufwartung. Gleich bei den ersten Klängen des Openers geht einem das Herz auf.

Free stellt egoistische Normen und das rücksichtslose Gebaren der menschlichen Gesellschaft gegenüber allen anderen Lebensformen in Frage. Selbstbestimmtes freies Sein, mit der Absicht niemandem anderen mutwillig zu schaden, ist ein Wert, für den sich das Kämpfen lohnt. Der Song bebildert das von Jenny und Steve besungene  Ausleben einer großen Sehnsucht nach wahrer Freiheit, die gleichzeitig ein Grundbedürfnis aller Lebewesen dieser Erde ist. Die Band beschwört Wege aus der Abhängigkeit des menschlichen Herdentriebes in eine wirklich freie Existenz. Die Neo-Celtic Tall Harp und das irische Bodhràn sind genauso markant wie der zweistimmige Gesang.

Die keltisch anmutenden Klänge von Stand Up dringen an das Ohr wie das Plätschern eines glasklaren Bergbaches. Ruhe und Ausgeglichenheit machen sich breit. Die Stimmen von Jenny und Steve Sic (=Stenny) legen sich wie ein schützendes Tuch über den dahinströmenden Puls der  Instrumente. Die Kraft und der Wille immer wieder aufzustehen und das Hier und Jetzt zu meistern, erwachsen aus dieser Energie spendenden Melodie.

Fee Ra Huri  bringt unter folkigen Irish Wistle-Tönen, den urigen Vibrationen des Slideridoos und rhythmischen Percussions ein Gefühl aus Glückseligkeit und Tanzlust an die Oberfläche, dessen Ursprünge in jedem von uns ruhen und nur auf ihre Aktivierung warten. Die geschickt eingeflochtene Lautsprache, wie sie auch von Bands wie Mila Mar praktiziert wird, gibt dem Ganzen einen sehr speziellen Charakter.

I Don’t Speak Human ist wie ein Gebet aller Tiere, Pflanzen und der wenigen wirklich sehenden Menschen, die dem rücksichtslosen Vorgehen der breiten Masse Homo Sapiens bei der Zerstörung unseres Planeten nicht zu folgen bereit sind. Dem Befremden über das selbst zerstörerische Handeln der angeblich so vernunftbegabten Menschheit wird Luft gemacht. “Humane Wesen” die wie ein Krebsgeschwür unter dem falschen Gott des Fortschrittes alles um sich herum zerstören, sind hier angeklagt und in Frage gestellt. You people like a cancer grow , destroying all you see, and 7 billion mutant monkeys, won’t listen to me...   I Don’t Speak Human kristallisiert sich daher, dank seiner genial umgesetzten Botschaft, inhaltlich sehr schnell als absolutes Highlight des Albums heraus.

Xtatica steigert sich magisch und beschwörend zu einem leidenschaftlichen spirituellen Trance-Ritual, welches eine ganze Gruppe Neuseeländischer Maori-Krieger vor meinem geistigen Auge ekstatisch stampfend erstehen lässt. Die erste Scheibe, gefüllt mit fünf Eigenproduktionen, endet  mit dieser  euphorischen Tribal-Dance-artigen Nummer.

Auf der zweiten CD des Albums gibt es unter dem Sammelbegriff Poetree sieben Coversongs zu bestaunen, welche das Leben von Stenny (dem seit 10 Jahren unzertrennlichen Paar Steve und Jenny) in irgendeiner Weise stark beeinflusst haben. Durch aufregend schöne Arrangements und gelegentliche Textanpassungen treten hier echte Juwelen in neuem Glanz zu Tage.

Ob der von zwei Harfen und zwei Stimmen dominierte schwedische Circle Dance Gröne Lunden, das liebenswert gestaltete Fuck Her Gently-Cover von Tenacious D. oder das textlich aufgelockerte irische Traditional Who Are You?, hier treffen ganz unterschiedliche Klangmuster, harmonisch aneinandergereiht, aufeinander.

Das im zweiten Weltkrieg durch Lale Andersen besungene Lili Marlene (von Hans Leip) findet durch die moderne Interpretation zurück zu unbelasteter Schönheit. Omnias deutsch- und englischsprachige Ohrwurm-Version nimmt diesem Soldatentröster-Liebeslied den im Raum stehenden bitteren Beigeschmack von Kriegshintergrund und ermöglicht so eine neue Wahrnehmung.

Het Dorp, die toll interpretierte holländische Variante eines Jean Ferrat-Songs wird noch von Mercy Seat, einem packenden Cover des so makaber wie großartigen Nick Cave- und Mick Harvey-Klassikers über den Tod auf dem elektrischen Stuhl übertroffen.

SheeBeg SheeMor, ein irisches Instrumental mit einschmeichelndem Harfenzauber, bildet den stimmigen Abschluss der zweiten Scheibe.

Omnia sind mehr als eine Band. Omnia wird zum stetig reifenden Gefühlszustand, zu einer gemeinsam erlebbaren Bewusstseinsebene, einem möglichen Ausweg aus erstarrten Lebensformen und -normen...

Omnia nähren ein warmes Feuer, ein Licht in der von menschlicher Selbstherrlichkeit und Zerstörungskraft verdunkelten Welt der Fortschrittsverherrlichung und Individualitätsvernichtung.

Omnia predigen keine Liebe und Naturverbundenheit, sie leben Beides und schaffen damit immer aufs Neue glückliche Momente, die dauern. Sie haben ein unfehlbares Gespür für sämtliche Schwingungs-Ebenen energetischer Musik. Auch die 14. Veröffentlichung der Ausnahmeband begreift und zelebriert Musik in wohltuender Ganzheit.

Das besondere Konzept der Doppel-CD als Album, macht die beiden Themenkomplexe als eigenständige Werke erlebbar. Einziger Kritikpunkt dieser Doppelscheibe: 42 Minuten Spielzeit mit insgesamt 12 Songs sind einfach viel zu schnell vorbei. Hätte das Album 60 oder 70 Minuten Länge, änderte dies an der oben genannten Tatsache allerdings wenig. Omnia-Scheiben ziehen den Hörer in eine heilende Klang-Trance hinein, von der man sich immer wünscht, sie würde niemals enden...

Musick And Poetree zaubert einen pastellfarbenen Klang-Regenbogen an den Musikhimmel, welcher Horizonte öffnet und beide CD’s wie eine magische Brücke verbindet.

Kontakt:

www.worldofomnia.com

Andrea Göbel

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